Pipi Rustique

Heute haben wir in der Innenstadt – wie auch in den vergangenen Jahren immer am Samstag vor Ostern – unseren Informationsstand aufgebaut. In diesem Jahr ist aufgefallen, dass sich viele Passanten als SPD Wähler zu erkennen gegeben haben und ein paar aufmunternde Worte fanden.

Ein oft angesprochenes  Thema war der öffentliche Umgang mit der Suspendierung von Uwe Hintz als Vereinssportlehrer. Die Kritik richtete sich dabei zum Einen gegen die Berichterstattung des Ostholsteiner Anzeigers wie auch der Kieler Nachrichten, zum Anderen gegen den Umgang des Vorstands des TSV mit der Angelegenheit. Das eingestandene Fehlverhalten wird dabei weit weniger kritisch bewertet  als die Berichterstattung und das Vorgehen des Beschwerdeführers.

Uwe Hintz hat sich in den vergangenen Jahrzehnten viele Kinder und Jugendliche an den Sport herangeführt.  Dabei sind seine Verdienste um den Breitensport genau so bedeutend wie die für den Leistungssport. Der TSV hat unzählige Jugendfreizeiten  durchgeführt, die wohl fast allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern in guter Erinnerung geblieben sind. Nachdem es bei der Durchführung des Pfingstlagers von TSV und DLRG vor – ich glaube – zwei Jahren Probleme mit der Genehmigung gab, konnte diese dank des Engagements eines Rathausmitarbeiters noch rechtreitig von der Unteren Naturschutzbehörde eingeholt werden. Gemeinsam mit einer Kolleginnen und einem Kollegen habe ich mich auf der Prinzeninsel umgesehen. Wir wollten durch unseren Besuch als Mitglieder der Ratsversammlung unsere Unterstützung für das Pfingstlager zum Ausdruck bringen. Was wir gesehen haben, war eine wohlorganisierte Veranstaltung mit motivierten Betreuerinnen und Betreuern, die sich ehrenamtlich – in ihrer Freizeit – um die Kinder und Jugendlichen kümmerten, etwa mit einem Floßbau, einem gemeinsamen Lagertanz und Nachtwanderungen.

Uwe Hintz stand mit seiner unnachahmlichen Art und seinem Engagement für Veranstaltungen wie das Pfingstlager, die Weihnachtssportgala oder andere Jugendfahrten. Der Applaus bei seinem Abgang und der Umstand, dass die Turner die Jahreshauptversammlung gemeinsam mit ihm verlassen haben, sind der beste Beweis für die Wertschätzung, die Ihm hier in Plön entgegengebracht wird.

Mit der Ihm zur Last gelegte Handlung hat Uwe Hintz vielleicht die Grenze des guten Geschmacks überschritten, er soll nach einstimmiger Berichterstattung der beiden Regionalzeitung von einer „unüberlegten Handlung“ gesprochen haben. Damit hat er wohl recht. Er hat sich bei dem Beschwerdeführer entschuldigt. Die anschließende Skandalisierung, die offenbar nur durch den Vater eines Jungen vorangetrieben wurde, ist nach den Umständen, die mir aus der Zeitung und mündlichen Berichten bekannt sind, völlig verfehlt.

Ich habe überlegt, ob ich mich zu dem Thema öffentlich äußern soll, weil in ein Eintreten für Uwe Hintz – ausgesprochen oder nicht – auch eine Kritik am Vorstand des TSV mitschwingt, was so kurz vor der Kommunalwahl vielleicht unklug ist. Dabei kann ich im Moment nicht abschließend beurteilen, ob dem Vorstand des TSV kein andere Wahl übrig bleib. Vielleicht ist es ebenso unklug, sich für einen Mitbürger einzutreten, der einen Fehler gemacht hat. Dann habe ich mich über mein Bedenken geärgert und – jetzt erst recht – drauf losgeschrieben.
Beim Schreiben ging mir einiges durch den Kopf, wozu ich mich jetzt lieber nicht äußern will. Dabei erinnerte ich mich auch an einen Artikel im “Spiegel”, den ich nach einer kurzen Internetrecherche wiederfand und der Pate für den Titel dieses Beitrags stand.

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