nur für immer

Das Theater Pilkentafel aus Flensburg spielt seit Freitag das Stück Wörterbuch. Es basiert auf der gleichnamigen Novelle von Jenny Erpenbeck und greift einen realen Fall aus der Zeit der argentinischen Militärdiktatur auf.

Bild mit freundlicher Genehmigung durch die Pilkentafel.

Gespielt wird im alten Flensburger Schwimmbad, das in seiner kalten Architektur wie kein anderer Ort zu dem Stück passt. Das Publikum sitzt im Nichtschwimmerbereich auf ehemals 3,70 Meter unter Schwimmbadnull auf Hockern ohne Lehne. Das erweist sich als überaus praktisch, denn die Schauspielerinnen und Schauspieler spielen überwiegend auf oder am Beckenrand um das Publikum herum.

Das sehr junge Ensemble zeigt eine beeindruckende Leistung und erzeugt mit Sprach- und Geräuscheffekten eine verwirrende Atmosphäre, die absolut perfekt zum Aufbau des Stückes paßt.

Worte, Satzfetzen, Sätze und Texte wirken am Anfang unzusammenhängend und fügen sich für den Besucher erst nach und nach zu einem immer bedrückenderen Gesamtbild zusammen.

Keine leichte Kost, aber absolut sehenswert und die Anreise aus Plön wert, außer, man lehnt modernes Theater grundsätzlich ab. Wer das  Stück besucht, wird auch meine Überschrift verstehen.

(Bild von Ina Steinhusen mit freundlicher Genehmigung durch die Pilkentafel)

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