Die Mail des Bürgervorstehers

Liebe Leserinnen und Leser,

in meinem gestrigen Beitrag habe ich auf eine Mail von Herrn Krüger in meinem Blog öffentlich beantwortet. Herr Krüger bat mich daraufhin, seine Mail, auf die ich mich beziehe, ebenfalls zu veröffentlichen. Ich komme dem Wunsch gerne nach. Zum besseren Verständnis: Herr Krüger bezog sich auf folgenden Beitrag aus der KN:
http://www.kn-online.de/News/Nachrichten-aus-Ploen/Bauboom-im-Baugebiet-an-der-Blomenburg-in-Selent. Ergänzend möchte ich anmerken, daß die fett markierten Worte in der Mail von Herrn Krüger im Original zusätzlich unterstrichen sind, mir diese Funktion im Editor des Blogs aber nicht zur Verfügung steht. Nachfolgend der Text der Mail, die von Herrn Krüger nachrichtlich auch an Teile der Verwaltung und den Investor Dr. Rahlf verschickt wurde:

Liebe Kolleginnen und Kollegen der Ratsversammlung,

anliegend der heutige KN-Bericht über das Neubaugebiet in Selent Ihnen zur Kenntnis, soweit nicht schon bekannt.
Erneut bestätigt sich, dass  Bedarf an Neubaugebieten besteht und dieser in vielen Gemeinden des sich vermeindlich auf einem absteigenden Ast befindlichen” Kreises Plön gesehen und entsprechend gehandelt wird.

Selent reiht sich ein in Neubaugebiete in Preetz, Probsteierhagen, Schönberg, Heikendorf, Schönkirchen, Mönkeberg usw. .   Und Plön als Zentralort, als “Schwerpunkt der Siedlungsentwicklung”?
Wir haben zusätzlich zu der in Selent angeführten “guten Infrastruktur”  alle weiterführenden Schularten, eine Schwimmhalle, Jugendzentrum, Stadtbücherei, halbstündige Zuganbindung an Kiel und Lübeck und last but not least bald flächendeckend FTTH-Breitbandversorgung in der Stadt.
Überall geht es – nur in Plön herrscht nahezu Stillstand ( ausgenommen Gerberhof ) bzw. bekommen wir  gerade mit Ach und Krach einen Aufstellungsbeschluss gegen erhebliche Widerstände hin.

Die Plöner Geschäftswelt blutet aus. Die Lübecker Straße ist fast leergefegt- Kindermoden: aufgegeben – Juwelier: keinen Nachfolger gefunden – Chocolaterie: aufgegeben – Buchhandlung: verkleinert. Lübsches Tor Erdgeschoss: Leerstand.
Das Spielwarengeschäft in der Langen Straße muss schließen, ein weiters Ladenlokal steht lange leer. Inhabergeführte Geschäfte suchen, finden aber keine Nachfolger, u.a. weil in Plön die Kaufkraft fehlt. Ich empfehle Ihnen, sich einmal mit den Plöner Geschäftsleuten über ihre Zukunftsperspektiven zu unterhalten…
Es wird in der “Koordinierungsrunde Stadtmarketing Plön am See- Stadt Plön” am 6. September 2016 um 19 Uhr im Rathaus  das Thema “Leerstandsmanagement” geben.
Der neue Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsagentur Kreis Plön wird dazu referieren und uns beraten.

Aus meiner Sicht dies vorweg: es werden sich nur dann Geschäftsleute in Plön in die Selbständigkeit begeben ( investieren, “Geld in die Hand nehmen” ) , wenn sie  von ihrem Unternehmen einen auskömmlichen Ertrag erwarten können. Dazu braucht es Kunden.

Ich brenne für das Thema Bevölkerungszuwachs / Verjüngung / Schaffung von Arbeitsplätzen in  Plön, daher aus Anlass des heutigen Artikels über Selent diese Mail. Zur Fortentwicklung / Prosperität unserer Stadt gehört nicht nur, aber auch das Angebot von erschwinglichen, attraktiven Neubaugrundstücken!
Es wird höchste Zeit, dass die Planungen mit Rathjensdorf Fahrt aufnehmen und wir gemeinsam daran arbeiten, Widerstände gegen dieses Projekt zu überwinden.

Mit guten Wünschen für eine angenehme, hoffentlich noch sommerliche Ferienzeit

Dirk Krüger

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