Lärmschutz an der B 76 ist im politischen Raum angekommen

Der Lärmschutz an der B 76 ist ein wichtiges Thema, das seit gut 30 Jahren auf die lange Bank geschoben wird. Um den Lärmschutz sicherzustellen, hat sich der Ausschuß für Stadtentwicklung und Umwelt vor ungefähr sechs Jahren für die Umsetzung der Pläne des Büros Reibetanz ausgesprochen. Diese Pläne beinhalteten ein abgestimmten Katalog von Maßnahmen, um den die Ziele:
– Lärmschutz für die Anwohnerinnen und Anwohner,
– Reduzierung der schädlichen Auswirkungen auf das Stadtbild und
– Leistungsfähigkeit der Bundesstraßen
sicherzustellen und alle Interessen optimal zu berücksichtigen. Leider konnte sich unser jetziger Bürgermeister seinerzeit beim Landesamt für Straßenbau nicht durchsetzen. In Folge ist eine bauliche Lösung absehbar, die die Belange des Ortsbildes einer vom Tourismus lebenden Stadt nicht berücksichtigt oder die der Stadt sehr teuer zu stehen kommt, sofern auf eine optisch verträgliche Lösung bestanden wird.

In einer Wahlveranstaltung am letzen Donnerstag griff der Bürgermeisterkandidat Lars Winter das Thema des Lärmschutzes wieder auf. Im Beisein des zuständigen Staatssekretär Dr. Frank Nägele stellte Lars Winter sich den Fragen der zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Dabei wurde klar, dass auch er das Konzept des Planungsbüros zur Grundlage der Lösung machen will. Herr Staatssekretär Nägele – als übergeordnete Dienststelle des Landesamtes für Straßenbau – hat erkannt, dass Lärmschutz in Plön ein politisches Thema ist. Er führte aus, dass es aus seiner Sicht sinnvoll sei, das bereits laufende Planfeststellungsverfahren fortzuführen und durch ein Planänderungsverfahren zu ergänzen, um die Vorstellungen der Stadt doch noch zu berücksichtigen. Für die Kostenfrage skizzierten der Staatssekretär und Bürgermeisterkandidat Lars Winter eine mögliche Lösung.

Ein Rückbau der B 76 auf den Ausbaustandard einer Innerörtlichen Durchgangstraße sei jedoch in einem anderen Verfahren in Angriff zu nehmen. Derzeit ist die B 76 nach dem Standard für außerörtliche Umgehungen ausgebaut, daher entsteht der Eindruck einer Stadtautobahn, der zum Rasen verführt und Lärm erzeugt, der vermeidbar wäre.
Soweit ich informiert bin, war dieser Ausbaustandard seinerzeit durch das Land bzw. den Bund gefordert worden. Damit wäre das Land bzw der Bund auch gefragt, die Kosten für einen Umbau zu tragen.
Auf jeden Fall habe ich in der Veranstaltung angemerkt, dass eine Lösung so aussehen muss, dass alle seinerzeit vom Ausschuß für Stadtentwicklung und Umwelt vorgesehen Maßnahmen auch unabhängig voneinander realisierbar sein müssen, so dass langfristig keine Lösung verbaut wird.
160624_Albig_und_ich_300Am darauf folgenden Freitag traf ich auf dem Weg zum Wochenmarkt  Herrn Ministerpräsident Albig in Begleitung von Bürgermeisterkandidat Lars Winter. Dabei hatte ich die Gelegenheit, im Gespräch mit dem Ministerpräsidenten noch einmal auf die politische Dimension der Frage des Lärmschutzes in Plön hinzuweisen. Die Frage ist also im politischen Raum angekommen. Jetzt kommt es darauf an, am Ball zu bleiben, damit wir zu einer für Plön kostenneutralen Lösung kommen, die alle eingangs genannten Zielsetzungen auch wirklich berücksichtigt.

3 Gedanken zu „Lärmschutz an der B 76 ist im politischen Raum angekommen

  1. Lieber Ingo.
    Da ist sehr viel “bla…bla” im Text. Ganz konkret, alles was weniger als eine Verlegung der B76 und B430 an der Stadt vorbei -d.h. auch an den Seen- ist mit verlaub Unfug.

  2. Moin Aron, dann versuche ich es mal ohne bla bla. Mir sind genau zwei Varianten für eine weiträumige Umgehung Plöns bekannt, die immer wieder ins Gespräch gebracht werden.
    Die erste Variante würde von der Fegetasche am Schösee vorbei über den Rathjensdorfer Weg an Rathjensdorf vorbei zur Kreuzung Wittmold führen. Die andere Variante soll über Grebin führen, wobei ich mir auch mit viel Phantasie nicht vorstellen kann, wie die Trasse da geführt werden soll. Was mir aber auch ohne Phantasie völlig klar ist ist: Keine Variante hat auch nur im Ansatz eine realistische Chance, umgesetzt zu werden. Das gilt im übrigen auch für die Option, die B 76 im Bereich Rautenbergstraße in einem Tunnel zu führen. Die Zeit, wo sich was wünschen noch geholfen hat, ist vorbei.
    Also gilt: Alle Maßnahmen, die realistisch möglich sind, sind einzuplanen. Und wenn sie nicht in einem Rutsch durchgeführt werden, dann ist so zu planen, daß man sich bei schrittweiser Umsetzung durch Schnellschüsse langfristig nichts verbaut. Was bei ernsthater Betrachtung bleibt ist, so zu planen, dass:
    1. die Wirksamkeit der Lärmschutzwälle gewährleistet ist,
    2. der negative Einfluß der Lärmschutzwälle auf das Stadtbild minimiert,
    3. die Durchschnittsgeschwindigkeit innerorts dauerhaft gesenkt.
    4. die innerörtliche Verbindungsfunktion der B 76 für Radfahrer und Fußgänger hergestellt und
    5. die B 76 als LKW-Mautstrecke ausgewiesen wird.

  3. Hi Ingo.
    Pkt. 1 – 4 mach ich den Vorschlag (ich komme aus HH) Links und rechts der B76/430 Fußgängerwege und in der Mitte eine Baumallee. Denn in jeder größeren Stadt haben wir vier spurige Straßen ohne jeglichen “Lärmschutzwall”. Ich weiß wovon ich rede, ich wohnte am Eppendorfer Baum.
    Pkt. 5 hingegen, würde meine Zustimmung erst finden, wenn endlich die A20 zügig bis zur A7 und darüber hinaus fertiggestellt würde. Erst dann besteht auch die berechtigte Forderung, Bundesstraßen zu entlasten.

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