20 Jahre Städtepartnerschaft

Am Freitag, dem 8. Oktober wurde die Stadtepartnerschaft Plau am See / Plön am See mit einem Festabend in der Aula am Schiffsthal mit einem Festabend begangen. Die amtierenden Bürgermeister, Herr Reier aus Plau und Herr Paustian führten durch das Programm. Nach einer musikalischen Einstimmung durch die Band der Regionalschule und einführenden Worten berichteten die „Alt-Bürgermeister“ über die Zeit direkt nach der friedlichen Revolution und den Beginn der Städtepartnerschaft. Danach stellten sie die städtebauliche Entwicklung der letzten 20 Jahre da. Für Plön waren die Umnutzung des Schlosses und die Errichtung des LIDL-Marktes in Verbindung mit der Tiefgarage unter der Reitbahn und die Entwicklung des Neubaugebietes Stadtheide die hervorzuhebenden Projekte. Für Plau gab es eine Vielzahl von Herausforderungen nach dem Zusammenbruch der DDR. Alte Betriebe brachen weg, neue Vorhaben mußten auf den Weg gebracht werden. Dazu zählt der Ausbau zu einem Klinik- und Rehabilitationsstandort. Hierdurch entstanden zahlreiche neue  Arbeitsplätze. Darüber hinaus wurden viele historoische Gebäude renoviert, woduch das historische Stadtbild erhalten werden konnte, was wiederum dem Tourismus zu Gute kam, der mit weiteren Projekten, wie dem Ausbau der Uferpromenade, gefördert wurde.
Hier hat der Aufbau Ost deutlich erkennbare Früchte getragen, so daß Plön und Plau nunmehr auf Augeshöhe stehen. Bürgermeister a.D. Dr. Axel Tohtz bedankte sich ausdrücklich für die finanzielle unterstützung aus dem Westen und vor allem für die tatkräftige Unterstützung durch die Plöner Verwaltung, ohne die diese erfreuliche Entwicklung nicht – oder nicht so reibungslos – ihren Lauf genommen hätte.

Das kulturelle Beiprogramm wurde durch folgende Vereine / Sparten aus den Partnerstädten bestritten:
Aus Plau:
– Plauer Symphonie / Ehepar Swienty
– Line Dancer (Ortsteil Quetzin)
– Mandolinenorchester
Aus Plön:
– Band der Regionalschule
– Karate Sparte (TSV)
– Dörtes Dancing (TSV) und, last but not least,
– Plöner Speeldeel

Allen Beteiligten einen schönen Dank für das kurzweilige Programm.

Da ich jetzt noch eine Verabredung habe, werde ich auf die einzelnen Programmpunkte nicht näher eingehen, auch wenn sei es wert gewesen wären.

B-Plan – Entwurf für den Appelwarder

Am Donnerstag fand eine Informationsveranstaltung zum B-Plan für den Appelwarder statt. Sie ist nicht Bestandteil des Planverfahrens, wurde den Anwohnern aber nach der frühzeitigen Bürgerbeteiligung zugesagt, da damals besonders hinsichtlich der Frage: „Innen- oder Außenisolierung?“ viele Fragen unbeantwortet blieben.
Da der Ausschussvorsitzende und die erste Vertreterin verhindert waren, übernahm ich die Leitung der Veranstaltung.
Zuerst einmal stellte der Leiter des Planungsbüros den aktuellen Sachstand der Planung dar. Nachdem letzte Änderungen – nur noch ein Feinschliff – eingebracht werden, soll die Ratsversammlung am 3 November den Entwurf beschließen. Danach wird der Plan öffentlich ausgelegt, damit Betroffenen und Träger öffentlicher Belange (TöB) ihre Anregungen und Bedenken äußern können. Kommt es zu wesentlichen Änderungen, wird eine erneute Auslegung erforderlich, wenn nicht, dann wird die Ratsversammlung den Plan im ersten Halbjahr des kommenden Jahres den B-Plan beschließen.
Im Rahmen der Diskussion kam es zu der unausweichlichen Diskussion, ob ein B-Plan für das bereits bebaute Gebiet überhaupt erforderlich ist. Dabei äußerte ein Anwohner, daß er das Grundstück teuer bezahlt hatte und nun nicht nach seinen Vorstellungen bauen könne, obwohl der Nachbar das bereits getan hat.
Im Verlauf der späteren Diskussion war aber auch erkennbar, daß andere Anwohner der Erstellung des B-Planes durchaus positiv gegenüber stehen.
Meines Erachtens existiert ein öffentliches Interesse, nämlich, einen noch erkennbaren charakteristischen Straßenzug wenigstens in seinen Grundzügen zu erhalten, auch wenn er durch einige Bauten aus früheren Jahren bereits teilweise verloren gegangen ist.

Nach meiner Überzeugung kann durch den jetzt vorliegenden Entwurf des P-Planes der noch erhaltene Charakter des Straßenbildes bewahrt werden. Erweiterungen der Gebäude in der Breite und in der Tiefe sind möglich, sie orientieren sich am Rahmen der rechtlichen Vorgaben (z.B. Grenzabstände) und unterliegen vertretbaren Vorgaben an die Gestaltung, z.B. die Gebäudehöhe und die Farbe der Dächer und der Fassaden.
Auch wenn derzeit bestehende Bauten und Nutzungen Bestandsschutz haben – das gilt auch für nicht störendes Gewerbe, die Vermietung von Ferienwohnungen und Fremdenzimmer und für Stellplätze und Carports – werden sich künftige Neu- und Umbauten am historischen Straßenbild orientieren müssen, so daß dieser Plan nicht nur eine bewahrende, sondern auch eine gestaltende Wirkung entfalten wird.

Im Rahmen der Diskussion kam die Frage auf, ob der Entwurf des P-Planes im jetzigen Bearbeitungsstand als PDF – Datei weiter gegeben oder als Download auf der Homepage der Stadt bereitgestellt werden kann. Hier befand ich mich in einer Zwickmühle. Denn grundsätzlich bin ich dafür, auch dem kritischen Publikum frühzeitig vollen Einblick in Planungsunterlagen zu gewähren, andererseits gibt es hierzu keine abgestimmte Position im SteU. Dies wird einen Frage sein, um deren Klärung ich mich in absehbarer Zeit kümmern werde.

Der eigentliche Sinn der Informationsveranstaltung war, die im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung aufgeworfenen Fragen zu energetischen Sanierung der Häuser durch Fachleute beantworten zu lassen. Damals ging es vorrangig um die Frage, ob eine Außenisolierung im Rahmen des B-Planes zulässig und ob die Innenisolierung überhaupt möglich ist. Zur Beantwortung dieser Fragen hatte das Planungsbüro vier Handwerker / Anbieter von Innen- und Außenisolierungen eingeladen, die die Vor- und Nachteile der einzelner Systeme und Verfahren erläutern und Fragen beantworten konnten. Das Ergebnis in aller Kürze: Innenisolierung ist machbar, Außenisolierung ist vorzuziehen, da wirksamer und einfacher zu installieren. Verblendmauerwerk ist auch in der geforderten Farbe und Struktur verfügbar. Nach meiner Einschätzung sind die hierfür aufzuwendenden Mehrkosten von ca. 50,– Euro zumutbar, da die Fassaden nicht übermäßig groß sind und die Zusatzkosen damit beschränkt bleiben.
Da der B-Plan mittlerweile auch die Außenisolierung zulässt, ist dieser Streitpunkt eigentlich geklärt, dennoch war die Veranstaltung durchaus informativ.

Und weiter

Ein weiteres Thema im SteU (Mittwoch letzter Woche) war die Gestaltung der Lübecker Straße. Zur Erinnerung: Das Ergebnis der Ausschreibung lag mehr als 20 % über dem Kostenansatz der Vorkalkulation. Ursache für die Kostensteigerung war nach Angaben des Planungsbüros die Preiserhöhung für das Material, chinesische Granitplatten.
Alternativ sollte eine neue Ausschreibung erfolgen, die ein günstigeres Pflaster berücksichtigen sollte. Statt Granit wurden Betonsteine, die eine aufgespritzte Granit-Zement Oberfläche haben, in Betracht gezogen.
Dieses Material – es lag einige Tage zur Anschauung auf dem Parkplatz des Rathauses aus – erfüllte aber nicht unsere Erwartungen an die qualitativ hochwertige Gestaltung der Lübecker Straße. Im nachhinein habe ich sogar Zweifel, ob die Förderung durch den Städtebau, der einen wesentlichen Teil der Kosten abdeckt, zum Tragen gekommen wäre, da er an die Hochwertigkeit der Gestaltung gekoppelt ist.
Daher machte sich unser Ausschussvorsitzender im Internet auf die Suche und fand Granitplatten, die mit einem Preis von 40,– bis 60,– Euro so preiswert sind, daß die Einhaltung des anfänglich festgelegten Kostenrahmens von 500 000,– Euro möglich ist.
Diese Platten sollen jetzt durch die Stadt beschafft und durch die Baufirma verlegt werden.

Keine richtige Überraschung

Der Ausschussvorsitzende frage die Gutachterin: „Gibt es eine Alternative?“
Gegenfrage: „Wollen sie eine kurze oder eine ausführliche Antwort?“
Der Ausschussvorsitzende: „Eine kurze.“
Die Gutachterin: „Ja“

Das beherrschende Thema auf der gestrigen Sitzung des SteU war das Ergebnis der Alternativenprüfung zur Bebauung des Gebietes Klinkerteich.

Tagesordnungspunkt fünf sah die Vorstellung und Beratung dieses Themas vor. Die Gutachterin, Frau Kopischke vom Büro Junker und Kruse hatte die Gelegenheit, Ihre Untersuchung ausführlich vorzustellen. Zuerst ging sie auf die Methode und Systematik ein, anschließend erläuterte sie das Ergebnis.
Demnach sind alle Standorte nördlich der B 76 / B 430 ungeeignet.
Für eine Bebauung mit der vom Investor bevorzugten Lösung: ALDI und SKY sind die Flächen Stadtgrabenstraße und Klinkerteich bedingt geeignet.
Diese Flächen sind, ebenso wie die Flächen Altstandort SKY, Altstandort ALDI, und Alte Post/Lübsches Tor für die Errichtung eines einzelnen Marktes geeignet.

Im Anschluss wurden die Ergebnisse der Untersuchung kontrovers und z.T. emotional diskutiert. Als Hauptkritikpunkt wurde herausgestellt, daß das Ergebnis der tabellarischen Gegenüberstellung und das Ergebnis des geschriebenen Fazits nicht übereinstimmten. Frau Kosischke erklärte diesen scheinbaren Widerspruch damit, daß die einzelnen Kriterien unterschiedlich gewichtet wurden. (Anm.: was man unter Pkt 2 / Methode der Untersuchung hätte erwähnen sollen.)
Im Vergleich der tabellarischen Gegenüberstellung schneidet der Standort Stadtgrabenstraße deutlich besser ab als der Klinkerteich, in der geschriebenen Bewertung wird der Klinkerteich aufgrund des geringeren Konfliktpotentials empfohlen. Mein Hinweis, daß das Konfliktpotential nicht das Kriterium für die Auswahl eines Standortes sein kann, wurde später auch von den Herrn Plischka und Krüger (beide CDU) aufgegriffen.

Darüber hinaus wurden noch einzelne Bewertungen zu den einzelnen Kriterien diskutiert, u.a.:

– Erhöhter bautechnischer Aufwand bei der Stadtgrabenstraße. Hierzu meine ich, daß auch am Klinkerteich ein erhöhter bautechnischer Aufwand betrieben werden muß. Dies wurde im Ausschuß nicht bestritten.
– Naturschutzrechtliche Belange sind bei der Stadtgrabenstraße betroffen: Dies ist beim Klinkerteich aber ebenso der Fall. Hierzu gab ich zu Bedenken, daß Änderungen im Naturschutzrecht insbesondere in städtischen Kernbereichen Ausnahmen zulassen, und daß die Uferzone durch den vorhandenen Parkplatz ohnehin schon berührt ist.
– Im Übrigen merkte ich noch an, daß das Kriterium innerstädtische Integration für die Stadtgrabenstraße deutlich zu negativ bewertet ist und ein Alleinstellungsmerkmal für diesen Standort darstellt.

Als weitere Argumente gegen die Richtigkeit der im Gutachten festgestellten Eignung der Fläche Stadtgrabenstraße wurden u.a. angeführt:

– Unter dem Wendehammer liegt ein Regenwasserrückhaltebecken. Ich äußerte die  Einschätzung, daß der Aufwand für die Verlegung nicht größer ist als der für die Entsorgung der Altlasten am Klinkerteich.
– Der Twietenbus muß weiter über die Stadtgrabenstraße fahren, damit die Stadt keine finanziellen Nachteile durch die mögliche Rückforderung von Zuschüssen erfährt. Dazu bin ich der Ansicht, daß die Frage mit den zuständigen Behörden abzuklären ist. Sofern mit der Errichtung eines Marktes in unmittelbarer Innenstadtnähe eine städtebauliche Verbesserung erreicht wird, wird es dort sicher eine entgegenkommende Diskussionsbereitschaft geben. (Nebenbei, das Beispiel Lübecker Straße zeigt, daß Fördermittel, die zurück gezahlt werden müssen, durchaus auch wieder an die Stadt fließen können.)
– Es seien viel zu viele Eigentümer betroffen. Ich glaube, daß die meisten Flächen städtisch sind. Darüber hinaus soll ein Grundstück der Kreissparkasse gehören. In wie weit andere Eigentümer betroffen sind, konnte niemand verbindlich sagen. Ich regte an, das zu prüfen und im nichtöffentlichen Teil des nächsten SteU zu berichten, damit man sich einmal über Fakten unterhalten kann.

Es wurde vereinbart, die Untersuchung nachzuarbeiten und in der nächsten Sitzung erneut vorzustellen. Gleichzeitig wurde aber festgestellt, daß sich hierdurch am Ergebnis vermutlich nichts ändern wird.

Unabhängig davon wurde in der Sitzung berichtet, daß eine Projektentwicklungsfirma gegenüber der Verwaltung Interesse an der Entwicklung des Standortes Stadtgrabenstraße angezeigt hat. Es wurde vereinbart, die Firma zur Präsentation ihres Konzeptes zur nächsten Sitzung des SteU am 28. Oktober einzuladen. Möglicherweise eröffnen sich hierdurch ganz neue Perspektiven für die Entwicklung des Wirtschaftstandortes Plön.

Über die restlichen Punkte des SteU und die heutige Informationsveranstaltung zum Bebauungsplan Appelwarder berichte ich in den kommenden Tagen, sobald ich etwas Zeit finde.

Fraktionssitzung

Auf der gestrigen Fraktionssitzung ging es hoch her. Einzelnen Themen gaben Anlaß für angeregte Diskussionen mit Streiten und Lachen.
Wie üblich ging es um die inhaltliche Vorbereitung auf die kommenden Ausschussitzungen bzw. auf die Ratsversammlung. Darüber hinaus ergeben sich natürlich auch aus den absehbaren Veränderungen in der Verwaltungsstruktur die verschiedensten Überlegungen zum weiteren Vorgehen. Mit 2 1/2 Stunden waren wir für unsere Verhältnisse doch relativ schnell durch.

Auch der Rest der Woche ist aufgebucht. Morgen tagt der SteU, Donnerstag werde ich den Ausschußvorsitzenden auf der Bürgerinformation zum Bebauungsplan Appelwarder vertreten müssen, am Freitag wird das 20 – jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft Plön – Plau gefeiert. Und dann sind 2 Wochen Herbstferien.

Friedrichstadt

Am vergangenen Wochenende war ich als Begleiter des Regattateams des SRSV auf der Ruderregatta in Friedrichstadt. Das Bild zeigt die Sportler aus Belau und Plön, die zum Teil in einer Renngemeinschaft starteten.

Die Mannschaften aus Plön und Belau

Die Mannschaften aus Plön und Belau

Sara Winkelmann (Belau) konnte überzeugen und gewann ihre beiden Rennen im Einer. Sie erreichte das Ziel jeweils mit mehreren Längen Vorsprung.

Sara Winkelmann auf dem Weg zum Sieg

Sara Winkelmann auf dem Weg zum Sieg

Der gemischte Zweier – eine Renngemeinschaft mit Belau, das weiße Boot im Vordergrund – konnte sich auf den letzten Metern noch auf den dritten Platz vorschieben.

Endspurt auf den dritten Platz

Endspurt auf den dritten Platz

Auch für den SRSV gab es einen Sieg. Lena Fritze holte sich Ihre Medallie am Siegersteg ab.

Am Siigersteg

Am Siegersteg

Buntes Allerlei

Grün: Gestern ist es mir gelungen, ein seit langem laufendes und überfälliges Projekt zu beenden. Der Schwimmsteg schwimmt. Jetzt haben wir beim SRSV eine zweite wasserstandsunabhängige Einsetzstelle. Daher komme ich auch erst jetzt dazu, mich zu anderen Themen zu äußern.
Rot: Wie schon in der KN nachzulesen war, hat das Innenministerium die Ausamtung der Gemeinden Bösdorf und Ascheberg abgelehnt. Gleichzeitig wurde
erstens: die Absicht geäußert, die Stadt Plön zum 31. Dezember 2011 in das Amt Großer Plöner See einzuamten und ihr die Verwaltung unter Leitung des Plöner Bürgermeisters zu übertragen und
zweitens: dem Amt dringend abgeraten, die Wahl einer Amtsdirektorin oder eines Amtsdirektors weiter zu betreiben.
Alternativ wurde der Stadt Plön und dem Amt Großer Plöner See die Möglichkeit aufgezeigt, eine einvernehmliche Verwaltungsvereinbarung zu treffen. Die Umsetzung der Einamtung würde dann bis zum 01. Januar 2013 ausgesetzt.
Ich muß mich mit diesem Thema noch eingehend befassen, bevor ich mir eine abschließende Meinung bilde. Allerdings vermute ich, daß die Wogen zu diesem Thema noch hoch schlagen werden.
Gelb und blinkend: Auf der Tagesordnung zum SteU am nächsten Mittwoch (18:00, Rathaus) steht die Vorstellung und Beratung des Ergebnisses der Alternativenprüfung zum ALDI/SKY Komplex am Klinker Teich. Ich gehe mal davon aus, daß das Dokument noch so rechtzeitig verteilt wird, daß es vor der Sitzung in den Fraktionen beraten werden kann. Die Anforderungen an Art und Umfang sind aufgrund der rechtlichen Voraussetzungen hoch. Sollte sich herausstellen, daß die Untersuchung Schwächen aufweist – wie seinerzeit die Umweltverträglichkeitsuntersuchung zu den Seewiesen – sind in Folge echte Schwierigkeiten absehbar, da aus verschiedenen Richtungen bereits jetzt scharfer Gegenwind zu spüren ist.
Gelb: Bürgermeisterwahl. Für morgen ist die Vorstellungsrunde vorgesehen. Mangels Gegenkandidat wird das vermutlich eine eher langweilige Veranstaltung. Allerdings kann ich mir unter bestimmten Bedingungen vorstellen, daß der Besuch doch lohnt. Das könnte der Fall sein, wenn Insider noch etwas schmutzige Wäsche zu waschen haben.
Ich werde leider nicht dabei sein können, da ich einen wichtigen privaten Termin habe.
Schwarz: Wer sich mehr für Eisenbahnen und weniger für Politik interessiert, ist eventuell bei der Eröffnung der Ausstellung über die Kleinbahn Kirchbarkau – Preetz – Lütjenburg besser aufgehoben. Die Veranstaltung findet im Kreismuseum statt und beginnt um 19:30. Durch die Überschneidung mit der Bürgermeisterveranstaltung sehe ich für die Besucherzahlen schwarz.
Orange: Für morgen hat das Eisenbahnbundesamt einen Termin anberaumt – es möchte das Freistellungsverfahren für die Strecke Neumünster – Ascheberg ( – Plön) möglichst bald abschließen. Bleibt zu hoffen, daß eine Entscheidung über den Antrag der DB ausgesetzt oder zurück gewiesen wird.

Souveniers

Souveniers sang Bill Ramsey im Jahr 1959. Aber Souveniers sind auch nicht mehr das, was sie mal waren, sie werden immer virtueller. So wie dieses.  Die Vorzüge dieser kleinen Aufmerksamkiet aus Wien: ich habe mich darüber gefreut, sie benötigt keinem Platz im Regal und sie setzt kein Staub an:

Lustig ?

Lustig ?

Ja, der wiener Humor hat schon etwas eigenes.

Nächste Runde

Die Kapriolen um die Bürgermeisterwahl – die keine mehr ist – gehen weiter. Die CDU Fraktion, die sich bislang als schärfste Kritikerin der Amtsführung des Bürgermeisters hervorgetan und die Suche nach einem durch alle Fraktionen getragenen Gegenkandidaten nach meinem persönlichen Eindruck maßgeblich vorangebracht hat, beabsichtigt jetzt, den Amtsinhaber zu unterstützen.
Gestern abend hatte ich noch Gelegenheit, den Entwurf der Presseerklärung querzulesen, mit der SPD, FWG und FDP gemeinsam ihre Verwunderung zum Ausdruck bringen werden.

Kommentar? Überflüssig.

Gelaufen

Das Rennen um die Bürgermeisterwahl ist gelaufen, bevor es los ging. Durch eine unzutreffende Information – ob nun gezielt gestreut oder nur unzureichend recherchiert ist egal – hat eine – wie schreibt die KN über Ihren Mitbewerber – in Eutin erscheinende Zeitung vorentscheidend in den Wahlkampf eingegriffen. Der Gegenkandidat sah danach keine Möglichkeit mehr, die Wahl für sich zu entscheiden und ist gar nicht erst angetreten.
An den wilden Spekulationen über weitergehende Absichten und mögliche Hintermänner und Abgründe will ich mich hier nicht beteiligen.
Im Grunde genommen kann das politische Geschehen wieder in seinen normalen Gang zurückkehren.

Der Gegenkandidat (2)

Am Montag endet um 12:00 die Bewerbungsfrist für Kandidaten, die zur Bürgermeisterwahl antreten wollen.

Der bisherige Amtsinhaber , Herr Paustian, wird kandidieren, ebenso wie Herr Moje aus Lage, der am Samstag und Sonntag in der Fußgängerzone Unterschriften gesammelte. Weil Wahl etwas mit Auswahl zu tun hat, befürworte ich seine Kandidatur. Daher habe seine Liste daher am Samstag unterschrieben, ebenso wie zwei CDU – Mitglieder direkt vor mir.
Der dritte Bewerber ist mir nicht bekannt. Ich bezweifel, daß er seine Kandidatur ernst meint.

Leider haben wir in unseren eigenen Reihen niemanden gefunden, der/die bereit war, bei der Wahl anzutreten. Daher hat unser Fraktionsvorsitzender – wie die FDP und FWG zuvor – erklärt, daß wir keinen der Kandidaten unterstützen werden.

Jetzt bleibt nur abzuwarten, ob die CDU auf Ihrer heutigen Fraktionssitzung noch einen Verlegenheitskandidaten aus dem Hut zaubert oder mit einem taktischen Schwenk von Ihrer bisherigen Linie abweicht.

Petition für Vincenzo Bonaccorso

EUROMIL ist die Dachorganisation der soldatischen Interessensvertretungen in Europa. Die Vereinigung der Carabinieri – PASTRENGO – ist dort mit Beobachterstatus vertreten. Gegen ihren Vorsitzenden, Vincenzo Bonaccorso, läuft derzeit ein Disziplinarverfahren wegen seiner Teilnahme an zwei Sitzungen von EUROMIL. Dies ist eine nicht  hinnehmbare Einschränkung des Rechtes, sich in Berufsverbänden und Gewerkschaften zu organisieren. Der Bundesvorstand des Deutschen Bundeswehrverbandes unterstützt die Bitte des Präsidenten von EUROMIL, eine elektronische Petition mit zu unterzeichnen. Sie finden diese unter dem folgenden Link : PETITION EUROMIL ( http://www.euromil.org/index.php?option=com_joomlapetition&func=viewcategory&catid=1). Nach der Eintragung wird eine Email verschickt, in der ein Link enthalten ist, um die Zeichnung zu bestätigen. Danach wird der Mitzeichner in der Übersicht angezeigt.

Ich habe die Petition unterzeichnet und würde mich freuen, wenn auch Sie sich dazu entschließen könnten.

Ausgebootet

In meinem Beitrag vom 8. September habe ich kritisch über die Laufzeitverlängerung für die Atomkraftwerke geäußert. Seit Tagen ist bekannt, daß es einen – nicht mehr – geheimen Zusatzvertrag gibt, mit dem die Laufzeitverlängerung für die Atomkraftwerksbetreiber finanziell sowohl gegen spätere Verkürzungen der Laufzeit wie auch gegen teure Sicherheitsmaßnahmen abgesichert werden. Jetzt stellt sich offenbar heraus, daß weder der fachlich zuständige Umweltminister noch ein Mitarbeiter seines Ministeriums am Zustandekommen des Vertrages beteiligt war.

Als Begündung wird genannt, daß er nur für Sicherheitsfragen, nicht für Laufzeitverlängerungen zuständig ist.

Ich würde sagen, daß Laufzeiten und Sicherheit unmittelbar miteinander zusammen hängen – von dem zusätzlich anfallenden Atommüll und den fragwürdigen Vorgängen um die Auswahl des Endlagers Gorleben einmal ganz abgesehen – und er von seinen eigenen Leuten sauber ausgebootet wurde.

Ca. 2/3 der Bevölkerung lehnen längere Laufzeiten ab, der Protest ist in der Mitte der Gesellschaft verankert.

2010_09_15_anti_akw

Am Samstag, dem 18. September findet in Berlin eine Demonstration gegen den Beschluß der Bundesregierung statt. Der SPD – Kreisverband Ostholstein hat eine Busfahrt organisiert. Abfahrt ist um 08:00 Uhr am ZOB (Bahnhof) in Eutin, nach der Veranstaltung geht es zurück. Kosten und Anmeldeadresse sind auf der Homepage des Kreisverbandes Ostholstein zu finden.

Da ich aus privaten Gründen verhindert bin, kann ich leider nicht teilnehmen.

Konservativer Markenkern

Ein weiterer konservativer Markenkern ist nach der Präsidiumssitzung der CDU/CSU dem Rotstift oder der Einsicht in die Notwendigkeit zum Opfer gefallen.

Die Wehrpflicht.

Da die politische Diskussion am 23 August durch den Verteidigungsminister eröffnet wurde, gehe ich davon aus, daß ich mich als Bürger in Uniform dazu äußern kann.
Ich bin für die Beibehaltung der Wehrpflicht, der Musterung und der Einberufung, beziehe damit aber auch in der SPD eine Minderheitsposition.

Durch die Wehrpflicht besteht eine enge Verzahnung von Streitkräften und Gesellschaft. Dieser gesellschaftspolitische Wert hat nach meiner Auffassung eine so hohe Bedeutung, daß er eine im Moment nicht unmittelbar erkennbare sicherheitspolitische Notwendigkeit als Begründung für die Beibehaltung der Wehrpflicht ersetzt.

Die Beibehaltung der Einberufungspraxis gewährleistet, daß die Streitkräfte innerhalb kurzer Zeit wieder aufwachsen können. Auch wenn wir gegenwärtig von Freunden umzingelt sind, keine noch so gründliche Sicherheitsanalyse kann mit Sicherheit vorhersagen, daß dies in 20 Jahren auch noch so ist.
Keine mir bekannte Sicherheitsanalyse hat 1987 die friedliche Revolution in der DDR und die Wiedervereinigung als Möglichkeit in Betracht gezogen.

Auch das immer wieder bemühte Argument, daß von 28 NATO Staaten nur noch fünf an der Wehrpflicht festhalten, ist inhaltlich völlig substanzlos. Hinterfragt man die Zufriedenheit mit der Aussetzung bzw. Abschaffung der Wehrpflicht in den Streitkräften, die davon betroffen sind, wird man ein sehr differenziertes Bild erhalten. Soweit ich mich erinnere, habe ich vor einiger Zeit gelesen, daß Spanien junge Soldaten in Südamerika anwirbt und als Gegenleistung für eine längere Verpflichtung am Ende der Dienstzeit die Einbürgerung anbietet. Leider habe ich den Artikel nicht mehr zur Hand. Auch andere Staaten müssen erhebliche Mittel aufbringen, um geeignetes Personal zu rekrutieren.

Das Argument Wehrgerechtigkeit ist auch nur teilweise stichhaltig, wenn argumentiert wird, daß nur 15 % eines Jahrganges tatsächlich einberufen werden.  Diese Argumentation suggeriert, daß 85 % des Jahrganges keinen Dienst leisten. Rechnet man die Untauglichen und aus anderen Gründen Zurückgestellten (Polizei, Feuerwehr, THW ect.) sowie die Zivildienstleistenden mit ein, gibt es einen wesentlich geringeren Anteil an jungen Männern, die keinen – wie auch immer gearteten – Dienst leisten. Die demografische Entwicklung würde ohnehin schon in den kommenden Jahren für mehr Wehrgerechtigkeit sorgen.

Sofern die bei Bundeswehr-monitoring.de, einer sehr streitkräftekritischen und damit sicher mit Vorsicht zu lesenden Seite, veröffentlichten Version des Berichtes des Generalinspekteurs zum Prüfauftrag aus der Kabinettsklausur vom 07. Juni 2010  authentisch ist, besteht eine Wahl zwischen den Modellen 4 (das vom Minister bevorzugte Modell mit einer Stärke von 163 500, davon 7500 Freiwillig Längerdienende) und dem gleich effizienten Modell 5 (Stärke 210 000 , davon 30 000 Grundwehrdienstleistende).
Bei Modell 5 ist allerdings auffällig, daß ausschließlich 30 000 Grundwehrdienstleistenden vorgesehen sind.
Wenn man den Bericht als Diskussionsgrundlage versteht – und es werden ja bereits von verschiedenen Seiten unterschiedliche Zahlen genannt, ist es m.E. zulässig, hier mit weiteren Zahlenmodellen zu arbeiten, die die bereits heute bestehende Möglichkeit, sich über die 6 Monate Grundwehrdienst hinaus bis zu 23 Monaten verpflichten zu können, im Modell 5 (Beibehaltung der Wehrpflicht)  mit berücksichtigt. Diese Freiwillig Längerdienenden nehmen auch heute schon an Auslandseinsätzen teil und würden die Stärke der verfügbaren Einsatzkräfte erkennbar erhöhen. Will man auf eine mit Modell 4 vergleichbare Personalstärke für Einsatzkräfte kommen, kann man an der Zahl der Berufs/Zeitsoldaten  sowie der Grundwehrdienstleistenden und Freiwillig Längerdienenden noch ein wenig feilen und käme auf  eine Gesamtstärke, die in etwa der von der FDP ins Gespräch gebrachten Forderung nach ca. 190 000 Soldaten/-innen entspricht.
Die hierfür erforderlichen Kosten werden dann irgendwo zwischen denen für das Modell 4 und denen für das Modell 5 liegen.

Nebenbei: das politisch vorgegebene Sparziel wird mit beiden Modellen nicht erreicht. Bleibt es bei den Vorgaben, werden Einschnitte bei Großvorhaben unumgänglich sein.

Um die Ernsthaftigkeit dieses Beitrages nicht zu beeinträchtigen, werde ich die im Netz kursierenden Informationen zu einem Modell 6 in einem gesonderten Beitrag zur Kenntnis bringen.

Verkehrswege (2)

In den siebziger Jahren galten dem Verkehrsplaner Fußgänger und Radfahrer als Hindernis. Ein Beispiel dafür haben wir in Plön. Die innerörtliche Umgehungsstraße ist auf die Bedürfnisse des Autoverkehrs hin optimiert. Das beste Beispiel dafür ist die Brücke der B 76 über die Bahn. Ursprünglich nutzen Fußgänger und Fahrradfahrer den Raum zwischen Leitplanke und Geländer. Dann wurde dieser Weg durch das Verbotsschild auch faktisch so gut wie verbaut. Gebaut wurde später – das war nicht billig – die kombinierte Fußgänger- und Radbrücke.
Links der alte Schleichweg, rechts die neue BrückeLinks der alte Schleichweg, rechts die später gebaute Fußgängerbrücke

Freunde von mir haben sich Anfang der achtziger Jahre in Hannover für eine Verbesserung der Radwege eingesetzt. Der für den Radwegebau zuständige Bearbeiter konnte die damaligen Mängelbeschreibungen nicht nachvollziehen. Daraufhin wurde er zu einer Radtour eingeladen. Es stellte sich heraus, daß er gar nicht Fahrrad fahren konnte.
Das nur als Einleitung. Im letzen SteU habe ich behauptet, daß die Wegeführung des Radweges in der Eutiner Straße stadteinwärts radfahrerunfreundlich ist. Das Bild sagt eigentlich schon alles.

Nicht radfahrerfreundlichDer Zugang einer der meistgenutzten Radwege auf die Eutiner Straße. Dieses Bild läßt keine Fragen offen.

Aber im Detail. Stadteinwärts fahrend gestaltet sich die Situation sehr unübersichtlich. Die beiden Radfahrer, die hier – zufälligerweise, als ich die Fotos gemacht habe – die Straße überqueren, waren offenbar ortsfremd, orientierten sich ca. eine Minute lang und überquerten dann die Straße, um auf der „falschen“ Seite weiter zu fahren.

dfWer nicht von Anfang an auf der linken Straßenseite fährt, wechselt spätestens hier.

Wer den Schwung der Talfahrt nutzend weiterfährt, sieht sich spätestens an der Ecke zum Abbremsen gezwungen. Keinem Autofahrer würde man eine solche Straßenführung – wir befinden uns auf der Hauptverbindungsstrecke – zumuten.

Überscihtlich ist etwas anderesÜbersichtlich ist etwas anderes

Nach der scharfen Rechtskurve schließt sich eine langgezogene Linkskurve an.

2010_09_11_radweg_04Eine lange Linkskurve.

Der ehemalige Trampelpfad (rechts) ist mittlerweile befestigt. Der Übergang über die Straße – das ist der einzige Lichtblick – ist angeglichen und ohne störenden Absatz.

2010_09_11_radweg_05Einfahrtsituation in die Unterführung

Übel wird es wieder bei der Einfahrt in die Unterführung. Sie ist – trotz Spiegel – nur schwer einzusehen. Die Leitplanke verengt den Zugang. Der Radfahrer muß erneut stark abbremsen, um sich keiner Gefährdung auszusetzen.

2010_09_11_radweg_06Ausfahrt aus der Unterführung

Die Ausfahrt aus dem Tunnel ist, verglichem mit der bisherigen Situation, fast schon wieder gut. Hier geht es bergan, also heißt es, in die Pedale treten. Bis, ja bis:

2010_09_11_radweg_07Hier ist Absteigen angesagt

man am Ende des Weges endgültig zum Absteigen gezwungen wird.

Ich bin die Strecke in meiner Schulzeit fast täglich gefahren und kenne noch den alten Weg entlang der Eutiner Straße. Ich fahre die Strecke auch heute noch gelegentlich mit dem Rad, und ich bleibe dabei: Radfahrerfreundlich ist sie nicht.

Damit soll jetzt kein Fehlverhalten von Radfahrern , die von vorn herein die linke Straßenseite nutzen, entschuldigt werden, erklärt werden kann es so aber schon.  Keinem Autofahrer würde man eine solche Wegeführung auf einer Hauptverbindungsstecke zumuten.

Nebenbei: Die Weigerung des Landesamtes für Straßenbau, zusätzlich zu den Lärschutzwänden einen Fuß- und Radweg entlang der innerörtlichen Umgehungsstraße einzurichten, ist die konsequente Fortsetzung einer überkommenen Verkehrsplanung.