Blablameter

Ich bin kürzlich auf das Blablameter aufmerksam gemacht worden. Gibt man einen Text ein, liefert das Blablameter einen Wert, den so genannten „Bullshit-Index“, der Anhalt für inhaltsloses Gelaber herangezogen werden kann. Die Zeit-Online hat über das Thema berichtet.

Seither teste ich gelegentlich meine eigenen Texte.
In der Regel komme ich auf einen Wert unter „0,3“.
In der beschreibenden Wertung bedeutet das: „Ihr Text zeigt erste Hinweise auf ‘Bullshit“-Deutsch, liegt aber noch auf akzeptablem Niveau.“

Die ganze Angelegenheit erscheint mir als gelungener Spaß, dessen Ergebnisse nicht auf die Goldwaage zu legen sind, aber vielleicht doch einen ganz guten Anhalt für eine erste Einschätzung zulassen.
Bei Eingabe weiterer Tests habe ich folgende Werte ermittelt, die schriftliche Bewertung wird in Klammern gesetzt angefügt:
Der Kategorische Imperativ ist zu kurz und entzieht sich vernünftigerweise einer Bewertung.

Die Internationale kommt auf einen Wert von „0,06“ („Ihr Text zeigt keine oder nur sehr geringe Hinweise auf ‘Bullshit’-Deutsch.“)

Die allgemeine Erklärung der Menschenrechte liegt bei  „0.31“, („Ihr Text zeigt schon erste Anzeichen heißer Luft. Für Werbe oder PR-Sprache ist das noch ein guter Wert, bei höheren Ansprüchen sollten Sie vielleicht noch ein wenig daran feilen.“)
Ich teile diese Bewertung nicht.

Das Kapitel 11 des Einzelhandelskonzeptes der CIMA kommt auf den Bullshit-Index „0,76“ („Es stinkt gewaltig nach heißer Luft! Auch wenn Sie PR-Profi, Politiker, Unternehmensberater oder Universitätsprofessor sind – beim Eindruck schinden sollten Sie Ihre Aussage nicht vergessen.“)

Die oben zitierten schriftlichen Bewertungen des Blablameters selber kommenübrigens auf einen Wert von „0,24“ (“Ihr Text zeigt erste Hinweise auf ‘Bullshit’-Deutsch, liegt aber noch auf akzeptablem Niveau.“)

“Jeder Dritte kauft weniger als früher in Plön ein”

titelt die KN in ihrer heutigen Lokalausgabe. Sie bezieht sich dann auf die Gutachter der CIMA und schreibt: „Jeder dritte Befragte habe angegeben, im Vergleich zu den vergangenen 3 Jahren etwas weniger in Plön einzukaufen.“
Das ist, gelinde gesagt, etwas untertrieben. Das Einzelhandelskonzept ist da sehr viel klarer:
„Die Befragungsergebnisse zeigen, dass die Plöner Innenstadt als Einkaufsstandort in den letzten Jahren nicht unerheblich an Bedeutung verloren hat.“
Und weiter:
„Insbesondere bei den Befragten aus dem Nahbereich ist die Kaufkraftbindung an die Innenstadt von Plön offensichtlich deutlich geringer geworden. Fast 42 % geben an, heute weniger dort einzukaufen als noch vor drei Jahren.“
Wie man aufgrund einer solchen Bestandsaufnahme zu dem Schluss kommen kann, dass sich keine Schwächen auftun, ist für mich logisch nicht nachvollziehbar.
Ebenso wenig nachvollziehbar ist, dass offenbar mehrere Gewerbetreibende befragt wurden, aber nicht die COOP als Betreiber des SKY-Marktes. Und das, obwohl der SKY-Markt eine Magnetwirkung auf die Käufer ausübt, die dann weitere Käufe in der Stadt – sogenannte Koppelkäufe – tätigen, und der als das wichtigste Geschäft in der Innenstadt anzusehen ist.
Möglicherweise hätte man hier Informationen erhalten, die nicht ins allgemeine Konzept gepasst hätten.

Konzept mit Mängeln ?

Das Einzelhandelskonzept für Plön ist auf dem Markt.
In der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt war das alles beherrschende Thema die Veröffentlichung des Einzelhandelskonzeptes.
Leider haben sich meine bisherigen Bedenken bestätigt. Das Konzept weist nach meiner Einschätzung schwere inhaltliche Mängel auf. Daher bin ich sehr dankbar, dass meine Bitte an den Bürgermeister, es der Landesplanung vorzulegen und um eine Stellungnahme zu bitten, aufgenommen wurde. Zielsetzung ist, hier eine zweite Meinung zu den Inhalten des Konzeptes einzuholen.
Im Folgenden beschränke ich mich auf die wesentlichen Schwächen des Konzeptes, die auch in der Sitzung behandelt wurden.
Zuerst brachte ich die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches zur Sprache. Dieses Thema ist besonders wichtig, da nur innerhalb des Bereiches eine uneingeschränkte Entwicklung des Handels möglich ist. Hierbei hat die CIMA den Parkplatz Stadtgrabenstraße ausdrücklich ausgeklammert. Dazu ist anzumerken, dass der fachliche Rat aus dem Bauamt der Kreisverwaltung, den Parkplatz Stadtgrabenstraße mit einzubeziehen, da Geschäfte und Park- bzw. Stellplätze einen engen funktionalen Zusammenhang haben, nicht aufgenommen wurde.
Auf Rückfrage wurde bestätigt, dass die Einbeziehung des Bereiches möglich gewesen wäre, man habe sich aber dagegen entschieden.
Die Frage, ob das Projekt eines gemeinsamen Marktzentrums von Aldi und SKY,  wie es im Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan grundsätzlich vorgesehen ist, so unmöglich gemacht wird, wurde mit einem leisen, aber klaren ja beantwortet.
Im weiteren Verlauf sprach ich noch die für einen Frischemarkt und einen Discounter zulässigen Größen an, die im Konzept der CIMA mit 1600 qm bzw. 800 qm empfohlen werden. Mein Hinweis, dass Märkte, die ein qualitativ hochwertiges Angebot und eine angenehme Aufenthaltsqualität bieten wollen, nach heutigen Maßstäben mehr Platz benötigen, ging irgendwie unter.
Berücksichtigt man diese beiden Faktoren, entsteht der böse Schein, daß die Gutachter im Rahmen der Erstellung eingenordet wurden und eine politische Entscheidung über den Standort Stadtgrabenstraße verhindern wollen, indem sie dessen Entwicklung mit ihrem Gutachten von Anfang an ausschließen.
Diese Vermutung wird durch den Umstand gestärkt, dass das Protokoll der Landesplanung über die Kreisbereisung – in der die Entwicklung des Standortes Stadtgrabenstraße ausdrücklich unterstützt wird – erst nach der zweiten Arbeitskreissitzung für die Konzepterstellung an die CIMA übergeben wurde,
Es zeugt von einem gesunden Selbstbewusstsein der Vertreterin und des Vertreters der CIMA darauf hinzuweisen, daß die Kenntnisnahme des Protokolls und seines Inhaltes zu keiner veränderten Einschätzung bezüglich des eigenen Konzeptes führen.
Auf die Frage, welche Experten denn im Rahmen der Konzepterstellung beteiligt wurden, äußerte die CIMA, man habe sich mit mehreren Händlern unterhalten. Die von mir geäußerte Vermutung, daß es sich dabei z.B. um den Vertreter des Stadtmarketings, Herrn Wittich gehandelt haben könnte, der für seine ablehnende Haltung bekannt ist, wollte die CIMA nicht bestätigen, was ich verstehen kann. Sie hat es aber auch nicht dementiert.
Es wäre dem Konzept gut bekommen und hätte einen bedeutenden Beitrag zu dessen Objektivität leisen können, wenn die CIMA auch die Position der COOP, von ALDI, dem Team Scherenberger / May und Nordpunkt angehört und Gespräche mit Interessensgruppen wie dem Einzelhandelsverband geführt hätte.
Ein wenig überrascht hat mich dann aber doch die folgende Äußerung der gelernten Geografen, die ich sinngemäß wiedergeben möchte:
„Die Experten sind wir“.

Übrigens: Wenn man “CIMA Gutachten Kritik”googelt, erhält man ca. 18400 Ergebnisse in 0,21 Sekunden.

Nicht glücklich

Heute berichtete die KN über die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt. Kritisch kann man die Berichterstattung nicht nennen, aber das hole ich gleich nach.

Interessant ist das Bild. Nachdem ich bereits auf mehrere Schwächen in dem Gutachten aufmerksam gemacht hatte, sahen die Experten nicht mehr so glücklich aus, und das sieht man ihnen auf dem Bild auch an.
Gezeigt wird, wie die beiden gelernten Geografen darstellen, dass 10 Prozent der befragten Kunden angegeben haben, sie hätten in den letzten Jahren mehr in Plön eingekauft. 30 Prozent gaben allerdings an, sie hätten weniger in Plön eingekauft.
Die Differenz beträgt minus 20 Prozent.

Und wenn nicht bald das Richtige getan wird, wird sich dieser Prozess unvermindert fortsetzen.

Zwei bis drei Randbemerkungen

Als ich vor einigen Tagen zur Fraktionssitzung eilte, begegnete mir vor dem Rathaus eine Freundin. Auf die Frage, was sie denn um die Zeit im Rathaus wolle, bekam ich zur Antwort, daß sie auf dem Weg zur Verbandsversammlung sei. Es stellte sich heraus, daß sie den Planungsverband Seewiesen meinte. Als seinerzeit die Planungen für das Seewiesenprojekt mit See aufgegeben wurden, äußerten die Investoren in den KN, daß Sie die Grundstücke behalten wollen, da sie nach wie vor Marktschancen sehen würden. Mal schauen, wann der nächste Versuch kommt, die Seewiesen ohne See anzuschieben.

Als zweite Bemerkung möchte ich erwähnen, daß sich die heutige, 2. Arbeitskreissitzung Einzelhandelskonzept erheblich in die Länge zog. Das Einzelhandelskonzept steht auch auf der Tagesordnung des am kommenden Mittwoch (dritte Randbemerkung) stattfinden SteU, allerdings im nichtöffentlichen Teil.

Da es wieder einmal spät geworden ist und mein Terminkalender auch morgen und übermorgen wieder voll ist, fasse ich mich heute kurz und mache Schluß.

Was sich in einer ereignislosen Woche ereignet.

Alle zwei bis drei Wochen ist Fraktionssitzung. Sie findet, wie auch in dieser Woche, jeweils Montags statt. Diese Sitzungen dienen der internen Abstimmung. Gelegentlich werden aber auch Gäste eingeladen, etwa wenn es darum geht, sich mit der Verwaltung abzustimmen oder sich aus erster Hand zu aktuellen Themen zu informieren.

Aus erster Hand wollte ich mich dann am Dienstag erkundigen. Nach meinem Kenntnisstand sollte Herr Endres von der Firma Nordpunkt auf dem CDU-Stammtsich die Pläne seiner Firma erläutern. Das Thema Entwicklung Stadtgrabenstraße oder Klinkerteich wird ja auch in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. So wunderte es mich nicht, daß sich fast 40 Gäste im Restaurant Prinzen eingefunden hatten.
Nach einigen einleitenden Worten des Ortsvereinsvorsitzenden stellte Herr Krüger, der CDU-Sprecher im Ausschuß für Stadtentwicklung und Umwelt (SteU) den bisherigen Planungsgang dar, beginnend von der bereits vor ca. 5 Jahren angelaufenen Suche nach einem neuen Standort für den ALDI Markt in der Lütjenburger Straße und den jetzigen SKY-Markt. Die ausführliche, umfassende und sachliche Darstellung wurde aufmerksam verfolgt. Danach meldeten sich die beiden ehemaligen Bürgermeister, Herr Demin und Herr Hansen sowie der ehemalige Bürgervorsteher Herr Eggers zu Wort und stellten ihre Bedenken dar. Hauptanliegen war das Stadtbild. Hier wurde immer wieder mit der hohen Qualität des bestehenden, gestalterisch gelungenen Parkplatzes argumentiert und gegen ein 130 Meter langes, mehrstöckiges Gebäude Stellung bezogen. Eine Mehrheit, allerdings keine überwältigende Mehrheit, applaudierte den Rednern. Herr Krüger stellte richtig, daß es sich nicht um ein mehrstöckiges Gebäude handeln würde, ich ergänzte, daß es eine Maximallösung mit ca. 6000 qm Grundfläche, eine Minimallösung mit ca. 2000 qm Grundfläche sowie beliebig große Zwichenlösungen geben könne. Als Herr Krüger dann ausführte, daß der Prozess nach wie vor ergebnisoffen geführt wird und weitere Entscheidungen vor allem vom Ergebnis des Einzelhandelsgutachten abhängen würde, versachlichte sich die Diskussion weiter. Zweifel an einer möglicherweise mangelnden Neutralität des Gutachtens konnte ich – jedenfalls teilweise – mit dem Hinweis darauf zerstreuen, daß die drei Beratungstermine, die im Rahmen der Gutachtenerstellung durchgeführt werden sollen, öffentlich sind. Weitere Diskussionspunkte waren die Verkehrsanbindung und die Parkplatzsituation.
Aufgrund der zwischenzeitlich aufkommenden Kapitalismuskritik im Allgemeinen und der Kritik am Geschäftsgebaren von Supermärkten im Besonderen hatte ich kurzfristig den Eindruck, auf der Gründung des Orstvereines der “Linken” zu sein. Dieser Eindruck relativierte sich dann aber wieder, und im Anschluß hatte ich noch ein paar sehr nette Tresengespräche.

Gespannt bin ich, was am Mittwoch bei der Informationsveranstaltung zur Gründung eines Ortsvereines der “Grünen” herausgekommen ist.

Der heutige Neujahrsempfang der Truppenkameradschaft des Deutschen Bundeswehrverbandes im Flottenkommando war gut besucht. Der Vorsitzende Marine, KptLt Sonntag, sprach nach der Begrüßung durch unseren Vorstand. Er ging kurz auf die Vorgände rund um die Gorch Fock ein. Schwerkunkt seiner Rede war die anstehende Bundeswehrreform und die Gefahr, daß sie zu einem Reförmchen verkommt, sollte der jetzt noch spürbare Veränderungswille erlöschen und die Finanzierung nicht sichergestellt werden.

Außerdem habe ich in den vergangenen Tagen zwei erwähnenswerte Beiträge im Radio gehört, die im Rauschen um die Ereignisse im arabischen Krisenbogen vielleicht untergehen könnten:

In Google goes Museum wurde der virtuellen Rundgang durch mehrere führende Kunstmuseen dieser Welt vorgestellt. Möglicherweise als Charmeoffensive für die Google – Street View Technologie gedacht, überzeugt mich das Produkt nicht, aber es ist ein interessantes Projekt mit Steigerungspotential.

Heute ist das Urteil im Westergaard-Prozess gefällt worden. Der Axtangriff auf den dänischen Karrikaturisten wird nicht nur als versuchter Mord, sondern auch als Terrorakt gewertet. Das ist nach meiner Ansicht ein richtiges Zeichen. Die Meinungsfreiheit ist ein Menschenrecht und nicht verhandelbar, es ist die Aufgabe des Staates, sie zu schützen.

Terminsache

Am kommenden Mittwoch, dem 26. Januar findet um 19:30 Uhr im Kulturforum Schwimmhalle Schloß Plön einer öffentliche Veranstaltung der Marius- Böger Stiftung zum Thema Stadtbild statt. Inhaltlich geht es um das Erscheinungsbild der Fußgängerzone, insbesondere um Art und Umfang der vorhandenen Werbeanlagen. Hierzu hat die Stiftung gemeinsam mit dem Stadtmarketing eine Umfrage bei den Geschäftsleuten durchgeführt, deren Ergebnisse präsentiert werden sollen. Gastreferent ist der Lübecker Stadtplaner Hans-Achim Körber.

Normalerweise wäre eine unspektakulärer Verlauf der Veranstaltung zu erwarten, aber es besteht Grund zur Annahme, daß Befürworter der Errichtung eines Marktzentrums am Klinkerteich die Veranstaltung umnutzen wollen, um Stimmung gegen den Alternativstandort Stadtgrabenstraße zu machen.

Ich halte die Frage der Ansiedlung für ausgesprochen wichtig, da es sich um eine Entscheidung handelt, die Ausirkungen auf die nächsten 30 bis 50 Jahre haben wird und daher mit der gebotenen Sorgfalt zu behandeln ist. Nachdem erste Argumente wie: “In der Stadtgrabenstraße befindet sich ein Regenrückhaltebecken, da kann man nicht bauen” oder “Da müssen wir die Fördermittel zurückzahlen” sich nicht als haltbar erwiesen haben, wird jetzt auf der emotionalen Schiene das Schreckgespenst eines 130 Meter langen städtebaulichen Monstrums aufgebaut, ohne das eine oder mehrere Planungsalternativen zur Beratung oder das Einzelhandelsgutachten vorliegen.

Wegweisende Entscheidung

Am gestrigen Mittwoch tagte der SteU und hat eine m.E. wegweisende Entscheidung getroffen. Es wurde mit 8 Stimmen und einer Enthaltung beschlossen, für den Bereich Stadtgraben einen vorhabenbezogenen B-Plan aufzustellen. Dem Aufstellungsbeschluß war ein entsprechender Dringlichkeitsantrag von CDU, FDP und FWG vorangegangen. Der Dringlichkeitsantrag wurde mit der erforderlichen 2/3 Mehrheit angenommen.

Nachdem vor einiger Zeit beschlossen wurde, einen B-Plan für die Errichtung eines Marktzentrums im Bereich Klinkerteich aufzustellen, war klar, daß für dieses Vorhaben eine Alternativenprüfung durchgeführt werden muß, weil das geplante Projekt in einem naturschutzrechtlich geschützten Bereich liegt. Das Ergebnis der Alterantivenprüfung wurde kontrovers diskutiert und nachgebessert. Zwischenzeitlich hat sich mit der Firma Nordpunkt aus Hamburg ein möglicher Investor gemeldet, der ernsthaftes Interesse an der Entwicklung des Bereiches Stadtgrabenstraße zeigt.

Damit war klar, daß eine Standortalternative besteht, die ernsthaft geprüft werden muß. Das machte auch die Untere Naturschutzbehörde (UNB) in Ihrer Stellungnahme zur Alternativenprüfung klar. So lange ein anderer Standort entwickelt werden kann, wird es für das Vorhaben Klinkerteich keine Befreiung vom naturschutzrechtlichen Bestimmungen geben.

Dementsprechend – und hier lobte Herr Plischka von der CDU die Verwaltung ausdrücklich, die in der Kürze der Zeit eine entscheidungsfähige Beschlußvorlage erstellt hat, obwohl das Thema nicht auf die Tagesordnung gesetzt war – wurde beschlossen, die offenen Fragen in einem B-Plan für den Standort Stadtgrabenstraße zu prüfen. Als kritisch kann sich hier die Frage der Park- bzw. Stellplätze sowie die Frage der Verkehrsanbindung erweisen. Weiterhin wären die Größe und die Gestaltung des Gebäudes zu klären. Dies soll  in einem Wettbewerb erfolgen.
Die Bearbeitung des B-Planes Klinkerteich ruht erst einmal und wird erst wieder aufgenommen, wenn sich der Standort Stadtgraben als nicht realisierbar erweist.

Was gab es sonst noch?

Am Montag fand in Schönberg eine offene Mitgliederversammlung statt, auf der sich die möglichen Kandidaten/Innen für das Amt des Ministerpräsidenten/der Ministerpräsidentin vorstellen konnten.
Ralf Stegner, Torsten Albig und Mathias Stein stellten sich den Fragen der Moderatorin, des Kreisverbandes und des Publikums. Brigitte Fronzek war leider krankheitsbedingt verhindert. Die Schwerpunkte der Diskussion waren:
– Bildungspolitik, hier: Längeres gemeinsames Lernen und beitragsfreie Betreuung von der Krippe bis hin zum gebührenfreien Studium
– Energiepolitik, insbesondere der Ausstieg aus der Atomenergie sowie die Chancen, die mit der Nutzung der regenerativen Energien als Energieform der Zukunft verbunden sind.
– Sozial verträgliche Haushaltskonsolidierung
Die Kandidaten machten auch mich alle einen guten und professionellen Eindruck, wobei ich Mathias Stein nur Außenseiterchancen einräume. Mit Ralf Stegner und Torsten Albig  treten zwei echte Spitzenkräfte an, die nach meiner Einschätzung  inhaltlich nicht weit auseinander liegen, aber über unterschiedliche persönliche Stärken verfügen. Im letzen Wahlkampf äußerten sich aber an den Wahlständen viele Bürgerinnen und Bürger zum Teil sehr skeptisch gegenüber dem Kandidaten Ralf Stegner. Ursächlich dafür ist möglicherweise auch das Bild, das in den Medien von ihm gezeichnet wurde. Was die Darstellung in der Öffentlichkeit angeht, ist Torsten Albig nach meiner Einschätzung klar im Vorteil, und das hilft, Wahlen zu gewinnen. Ich habe mich noch nicht endgültig entschieden, wen ich als Spitzenkandidaten wählen werde, aber nach dem jetzigen Stand läuft es eher auf Torsten Albig hinaus.

Leserbriefe

Die Presse berichtete in den vergangenen Tagen über die Planungen zur Errichtung eines Einkaufszentrums im Bereich Stadtgrabenstraße als Alternative zum Klinkerteich.
Hierzu gab es mehrere Leserbriefe, die sich überwiegend kritisch äußerten. Mit dieser Kritik muss man sich ernsthaft auseinandersetzen.

Die Kritik konzentriert sich auf zwei Schwerpunkte:

1. Es wird in Zweifel gezogen, daß Plön überhaupt einen weiteren Supermarkt/Discounter benötigt.
Der tatsächliche Bedarf oder Raum für einen oder zwei zusätzliche Märkte besteht, wird im Rahmen einer Einzelhandelsuntersuchung geklärt. Diese Untersuchung wurde in der letzten Sitzung des SteU beauftragt. Das Ergebnis kann in den ersten Monaten des kommenden Jahres erwartet werden. Dabei ist davon auszugehen, daß der Investor, der zum Zuge kommt, die Kosten hierfür übernehmen wird.
Nach meinem Verständnis kann es sich bei einer Alternativenprüfung nur um eine entweder/oder Entscheidung handeln. Mit dem Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplanes für den Bereich Klinkerteich war – neben der Einzelhandelsuntersuchung – die Alternativenprüfung als ein ohnehin notwendiger Verfahrensschritt verbunden. Das Gutachten bestätigte in seiner ursprünglichen Version die Eignung des Standortes Stadtgrabenstraße, die in der überarbeiteten Version dann relativiert wurde.
Darüber hinaus werden als Standortalternativen der Bereich „Alte Post“ bzw. Stadtheide genannt. Ich halte den Standort „Alte Post“ für durchaus interessant, nicht nur für einen Discounter. Seine Entwicklung wird im Integrierten StadtEntwicklungsKonzept (ISEK) im Zusammenhang mit dem ZOB und dem Bahnhofvorplatz zu erörtern sein. Eine schnelle Umsetzung erscheint mir aber unrealistisch. Eine Ansiedlung in Stadtheide ginge zu Lasten des Innenstadtbereiches und würde zu einer weiteren Verödung der Fußgängerzone führen. Das wäre aus meiner Sicht nicht im öffentlichen Interesse.
Dass in Plön das Potenzial für zumindest einen weiteren Markt besteht, kann aber angenommen werden, da neben SKY mit REWE ein weiterer Interessent auf den Plan getreten ist.

2. Darüber hinaus werden Fragen der Durchführbarkeit aufgeworfen.
Hierbei konzentriert sich die Diskussion auf die Parkplatzfrage und die Zufahrtsmöglichkeit zur Stadtgrabenstraße von der Bundesstraße aus. Beide Fragen sind berechtigt und wären im weteren Verfahren zu klären. Hier wäre analog zum Bebauungsplan Klinkerteich vorzugehen, denn die Frage der Verkehrsführung hat auch hier zu kritischen Rückfragen in der Öffentlichkeit geführt. Die Leistungsfähigkeit der Kreuzung B 430/Stadtgrabenstraße/Lidl-Ausfahrt ist sicher nicht optimal.
Nach meiner Einschätzung kann der Verkehrsfluss durch die Anpassung der Zeitschaltung optimiert werden. Wenn erforderlich, wären Umbaumaßnahmen im Rahmen des Verfahrens zu prüfen.
Was die Park- bzw. Stellplätze angeht, besteht natürlich auch weiterer Klärungsbedarf. Durch den Bau fallen Parkplätze der Stadt und Stellplätze der Sparkasse weg. Andererseits werden durch die Parkdecklösung zusätzliche Stellplätze geschaffen werden. So wie ich die Ausführungen von Nordpunkt verstanden habe, können je nach Größe des Projektes am Ende bis zu 150 zusätzliche Stellplätze entstehen.

Als weitere Punkte werden aufgeworfen:

– Verschandelung der Ansicht durch einen großen Gebäudekomplex und Autos auf dem Dach.
Dazu kommt der Verlust der sehr ansprechenden Park-/Stellplatzanlage am Rondell. Diesen Gesichtspunkten wird besondere Aufmerksamkeit zu schenken sein.
Bei unvoreingenommener Betrachtung wird man feststellen müssen, daß die Stadtansicht von der B 76 durch eine aufgerissenen Hinterhofansicht beherrscht wird, die von einer Baumreihe am Stadtsee teilweise verdeckt wird. Überlegungen, hier durch die Gestaltung historisierender Bauten eine Hofstruktur analog zu Flensburg zu entwickeln, blieben in den vergangenen Jahrzehnten im Ansatz stecken. Durch eine entsprechende Gestaltung der Fassaden eines neuen Einkaufzentrums kann hier meines Erachtens sogar eine Verbesserung erreicht werden. Die auf dem Parkdeck stehenden Autos können dabei – Beispiel FAMILA in Lütjenburg – durch Dachflächen verdeckt werden. Die Höhe wird eher niedriger sein als die der Gebäude in der Langen Straße, so daß eine Beeinträchtigung der Sicht auf das Schoß nicht zu erwarten ist. Wie gesagt, dieser Aspekt wird besonders zu beachten sein, damit gestalterisch schwache Lösungen wie bei der aktuellen Klinkerteichplanung vermieden werden.

– SKY wird schon lange hingehalten und sollte endlich zum Zuge kommen.
Dieses Argument, meine ich, ist problematisch. SKY ist ein seit Jahren ansässiges Unternehmen, auf dessen – durchaus nachvollziehbare – Wünsche hin die Planungen zum Klinkerteich aufgenommen wurden. Dass dieser Standort problematisch ist, zeigt sich schon allein dadurch, daß sich das bisherige Verfahren über Jahre hinzieht und in der Öffentlichkeit sehr kritisch betrachtet wird, u.a. dokumentiert durch Leserbriefe auch in der KN und Äußerungen in den Bürgerfragestunden der Ausschusssitzungen. Bedauerlicherweise hat SKY sehr früh auf den Komplex Klinkerteich als vermeintlich einfachste Lösung festgelegt und daran zu lange festgehalten, ohne sich ernsthaft mit Alternativen wie der Entwicklung des jetzigen Standortes oder dem Standort Stadtgrabenstraße zu befassen.

Klar ist, nicht zuletzt seit der Schlichtung um Stuttgart 21, dass jedes Großprojekt öffentlich diskutiert wird und auf Widerstand trifft. Für mich ist die Frage, ob es einen weiteren Marktkomplex geben wird, relativ klar mit ja zu beantworten, zumal die Politik mit dem Beschluss zur Aufstellung des B-Planes Klinkerteich die Weichen hierfür bereits gestellt hat.
Als Anhalt für den Bedarf kann angesehen werden, daß mittlerweile zwei konkurrierende Investoren ernsthaftes Interesse an der Entwicklung bekundet haben. Die Kernfrage muss nun darauf gerichtet sein, welcher Standort das öffentliche Interesse besser berücksichtigt. Da der Klinkerteich aus planungsrechtlicher Sicht nur entwickelt werden kann, wenn es keine nachweisbare Alternative gibt, ist die Umsetzbarkeit der Stadtgrabenstraße als Standort jetzt vorrangig zu prüfen. Der sinnvollste Weg hierzu wäre die Einleitung eines B-Planverfahrens, um die offenen Fragen dann qualifiziert zu prüfen.

Stadtgraben oder Klinkerteich

Diese Frage kam heute im Ausschuß für Stadtentwicklung und Umwelt wieder einmal hoch. Herr Endres von der Firma Nordpunkt stellte dabei die Planungen seiner Firma für den Bereich Stadtgrabenstraße vor. Dabei verdeutlichte er die Möglichkeiten von einem Minimalentwurf mit ca 3000 qm bis hin zu einem Maximalentwurf mit ca. 6000 qm überbauter Fläche. Zwischenlösungen sind nach seinen Aussagen in allen Größen denkbar.

Kleine Lösung

Kleine Lösung

Die bisher geäußerten Bedenken bezüglich der Verkehrsführung für den Twietenbus, des Regenwasserrückhaltebeckens und sowie der fußläufigen Anbindung konnte er im wesentlichen entkräften. So werden die Verlegung des Regenrückhaltebeckens mit 80 bis 100 Tsd Euro beziffert, ein Wert, der für Vorhaben dieser Größe vertretbar sei und den ich für realistisch halte. Auch die Rückzahlung von Mitteln aus dem Städtebauförderungsprogramm, sofern sich hier mit dem Land keine einvernehmliche Lösung finden läßt, wird überschaubar bleiben. Ihre Gesamtsumme betrug meines Wissens ca. 250 Tsd Euro. Die volle Summe wird nicht zurückerstattet werden müssen, da nur ein Teil der Parkplätze betroffen ist. Weil die Bindungsfrist von 25 Jahren in 7 Jahren ausläuft, werden davon noch 7/25stel zu zahlen sein, nach grobem Überschlag also vielleicht um die 50 Tsd Euro. Rechnet man die Einnahmen gegen, die die Stadt aus dem Verkauf der Grundstücke realisieren kann, käme hier möglicherweise ein recht ansehnlicher Betrag zusammen, der im Rahmen unserer Haushaltskonsolidierung weiter helfen könnte. Das Risiko trägt der Investor, für die Stadt geht es gegen Null.

Große Lösung

Große Lösung

Besonders positiv habe ich vermerkt, daß sich der Investor in Sachen Gestaltung durchaus gesprächsbereiter zeigte als das Klinkerteich-Team. Er erkennt an, daß aufgrund des besonderen Standortes auch hohe esthetische Anforderungen berücksichtigt werden müssen und würde sich einem architektonischen Wettbewerb nicht verschließen.

Es wurde auch über das Protokoll der Kreisbereisung berichtet, das dem Standort Stadgraben – wenn er realisierbar ist – eindeutig den Vorzug gibt. Was das Planungsrecht angeht, ist die Ratsversammlung in der Lage, die nötigen Voraussetzungen zu schaffen.

Wesentliches Problem sind die Parkplätze. Zum einen müssen noch Grundstücke von der Sparkasse erworben werden, zum anderen wären bei der Umsetzung der Maximallösung ca. 200 Stellplätze nachzuweisen. Dies könnte durch eine Parkdecklösung realisiert werden. Bei dieser Lösung würden ca. 150 öffentliche Parkplätze wegfallen und 250 Stellpätze neu geschaffen, ein positives Saldo. Durch den weiteren Verzicht auf Parkplätze der Stadt zu Gunsten von Stellplätzen für das Marktzentrums wären die Vorgaben zu erfüllen.

Herr Becker brachte es viel besser als ich auf den Punkt: Das ist die politische Entscheidung, die zu fällen ist.

Wie weiter? Der Ausschuß hat beschlossen, eine Einzelhandelsuntersuchung in Auftrag zu geben. Sollte der Standort Klinkerteich jetzt vom Kreis aufgrund der vorliegenden Alternative ausgeschlossen werden, wäre diese Untersuchung eigentlich nicht mehr notwendig. Den Beschluß für die Aufstellung des B-Planes Klinker Teich haben wir schließlich auch ohne Machbarkeitsstudie und ohne Einzelhandelsgutachten gefaßt. Die Prüfung all dieser Fragen sollte im laufenden Verfahren erfolgen, das müßte der Gleichbehandlung wegen auch für den Stadtgrabeninvestor gelten.
Das Team Klinkerteich wolle das Einzelhandelsgutachten erst bei positivem Ausgang der Alternativenprüfung in Auftrag geben. Das ist bisher nicht erfolgt. Es ist klar, daß das es den Planern Klinkerteich die Kosten unter den jetzigen Rahmenbedingungen nicht übertragen kann. Herr Endres erklärte sich bereit, diese Kosten zu übernehmen, sofern er mit seiner Plannung zum Zuge kommt.

Die Tischvorlage, die von der Firma Nordpunkt vorgelegt wurde, ist jedenfalls sehr umfangreich und aussagekräftig. Ich kann mich nicht erinnern, im Verfahren Klinkerteich ein ähnliches Papier gesehen zu haben. Auch die Absicht, den Weg über einen Vorhabenbezogenen B-Plan gehen zu wollen, scheint mir plausibel.

Nach jetzigem Stand würde es für eine beste Lösung halten, wenn SKY gemeinsam mit Nordpunkt auf Basis der vorgelegten Unterlagen den Standort Stadtgrabenstraße entwickelt.

Gutachten mit Schwächen

Das beherrschende Thema im heutigen SteU war die Alternativenprüfung zum Klinkerteich. Der erste Entwurf wurde Anfang des Monats vorgestellt. Der Ausschuß befand, daß das Ergebnis in Teilen nachgebessert werden muß. Das Ergebnis hat immer noch nicht vollständig überzeugt. Herr Krüger (CDU) zeigte einige Ungereimtheiten auf, andere gebrauchten im Zusammenhang mit dem Gutachten das Wort “Schwammigkeit”. Andererseits wurde auch betont immer wieder betont, daß die Nachbearbeitung der Präzisierung des Ergebnisses gedient haben.

Ich habe mich in meinem Wortbeitrag wie folgt geäußert und gebeten, den Wortbeitrag als Anhang zum Protokoll aufzunehmen:

“Das Ergebnis der Alternativenprüfung, das Anfang Oktober im Ausschuß vorgestellt wurde, war nachbesserungsbedürftig.

In der nun vorliegenden Fassung wurden Anmerkungen aufgenommen, die gegen den Standort Stadtgraben sprechen. Hier geht es vor allem um das Regenrückhaltebecken, die z.Zt noch ungeklärte Frage der möglichen Rückzahlung von Fördermitteln, die Buslinie Twietenbus und die Parkplatzsituation.

Nicht aufgenommen wurden Anregungen, die für den Standort Stadtgraben sprechen. Hier muß noch einmal betont werden, daß dieser Standort der einzige ist, der eine Stärkung der Innenstadt bewirken kann. Damit sind die zum Standort Stadtgrabenstraße aufgeführten Darstellungen nach wie vor sachlich falsch.

In der nun vorliegenden Version der Alternativenprüfung wurde die Bewertung des Standortes Stadtgraben von
„+“ Kriterium erfüllt
auf
„-“ Ausschlusskriterium, ggf. weitergehende Prüfung erforderlich.
herabgestuft

Dies ist eine Herabstufung um 2 Bewertungsstufen.

Begründet wird diese erhebliche Veränderung wie folgt:
sehr hohes Konfliktpotenzial;
sehr hoher Kostenaufwand;
geringe Realisierungschance

Wie es zu dieser Bewertung kommt, die eine solche Herabstufung zuläßt, bleibt leider offen. Es wird zwar dargelegt, welche Kriterien für die abschließende Bewertung herangezogen wurden, aber nach welchen Gesichtspunkten die Kriterien betrachtet wurden und mit welchem Gewicht sie in die Bewertung eingehen, bleibt leider offen.

Damit ist die Alternativenprüfung immer noch nicht transparent, sie ist nicht nachvollziehbar und sie ist damit in der vorliegenden Form nur vage und nicht belastbar.

Abschließend bleibt festzustellen, daß die Form der letzten Version des Gutachtens gefälliger ist. Fehlende Informationen wurden aufgenommen.
Inhaltlich muß das Gutachten mit dem Vorwurf leben, nach der Überarbeitung tendenziös zu Gunsten des Standortes Klinkerteich verändert worden zu sein.”

Der Ausschuß hat beschlossen, das Gutachten in der vorliegenden Form an die Kreisverwaltung weiterzugeben. Ich bin gespannt, wie die Sache weitergeht.
Abschließend möchte ich noch einmal betonen, daß ich den Standort Klinkerteich nicht grundsätzlich ablehne, aber aus Gründen die Stadtentwicklung die Standorte Stadtgrabenstraße, den Altstandort oder den Standort alte Post bevorzugen würde, da hierdurch eine positve Wirkung auf Entwicklung der Innenstadt ausgehen würde, wobei ich den Standort Stadtgrabenstraße trotz der bautechnischen Herausforderungen für am ehesten realisierbar halte. Daher kommt es mir darauf an, daß eine ernsthafte Alternativenprüfung durchgeführt wird, die nicht nur dazu dient, den derzeit in Planung befindlichen Standort zu rechtfertigen. Diese Position entspricht der Auffassung der Landesplanung, die im Protokoll der letzten Kreisbereisung festgehalten wurde.

Über das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK), einen anderen und sehr wichtigen Tagesordnungspunkt, werde ich in Kürze berichten.

K 21

Wie der T’agesordnung für den morgigen SteU zu entnehmen ist, soll die Alternativenprüfung für den Standort des ALDI/SKY Komplex am Klinkerteich vorgestellt werden. Das Untersuchungsergebnis wurde bereits an die Mitglieder der Ratsversammlung verteilt. Somit haben wir die Gelegenheit, uns im Vorfeld mit den Inhalten auseinanderzusetzen, um in der vorgesehenen Besprechung nicht wie die Blinden über die Farbe reden zu müssen. Ich will der Vorstellung der Ergebnisse hier nicht vorgreifen, aber leider bleiben einige Fragen offen.
Heute bekam ich hierzu einen Anruf. Mein Gesprächspartner äußerte im Verlauf der Unterhaltung die Befürchtung, daß sich dieses Projekt noch zu einem Plöner K21 entwickeln wird. Diese Gefahr sehe ich grundsätzlich auch, allerdings nur bezogen auf den politischen Flurschaden. Ich glaube nicht, das es bei zu Demonstrationen mit gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen wird.
Aus meiner Sicht ist es jetzt wichtig, alle Fakten noch einmal zusammenzutragen und fachlich zu bewerten.
Ziel muß es sein, die Lösung zu finden, die für die Stadt und ihre Wirtschaft am besten ist.

Hohe Schlagzahl

Momentan standen und stehen in der Kommunalpolitik wichtige Entscheidungen an.
In der letzten Ratsversammlung wurde entschieden, den Planungsverband Seewiesen weiter bestehen zu lassen, auch wenn der ursprüngliche Planunszweck, nämlich die Errichtung eines hochwertigen Wohngebietes an einem künstlichen Gewässer, von den Investoren im Moment nicht weiter verfolgt wird. Mann und Frau kann sich jetzt auch ein Wohngebiet ohne See vorstellen, das man bei Bedarf entwickeln will. In Verbindung mit der Entscheidung soll die Umgemeindung der Flächen, die Voraussetzung für die Entwicklung der Seewiesen war, nicht rückgängig gemacht werden. Damit würde Plön über die Möglichkeit verfügen, weiter Einfluß auf die Entwicklung dieses Gebietes zu nehmen. Dies kann sich als richtig erweisen, da die Landesregierung derzeit an einem neuen Landesentwicklungsplan arbeitet. Dabei wird die Begrenzung, die die Dörfer derzeit noch daran hindert, ungehindert Bauland für Wohnbebauungauszuweisen, entfallen.

Nebenbei, ich halte diese Liberalisierung für schädlich. Sie bedient kurzfristig vor allem die ländliche CDU Klientel, die noch einmal kurz vor Toresschluß Ackerland vergolden und in Bauland umwandeln kann, bevor die aktuelle Bevölkerungsentwicklung die Notwendigkeit zur Ausweisung neuer Baugebiete im wesentlichen überflüssig machen wird.  Die neue Landesentwicklungsplan, wenn er denn so kommt wie beabsichtigt, leistet einer verstärkten Zersiedelung der Landschaft Vorschub. Als Folgen sind unter anderem ein verstärkter Verkehrsbedarf mit negativen ökologischen und finanziellen Auswirkungen absehbar. Wegen des erzeugten Überangebotes sind mittelfristig zunehmende Lehrstände zu erwarten. Auch die Bauherren selber werden auf lange Sicht wenig Freude an ihrem Häuschen im Grünen haben. Schon heute können Eigenheime in dörflichen Randlagen nur  zu Preisen verhauft werden, die den Eigentümern die Tränen in die Augen treiben. Die in Kauf genommene Schaffung eines Überangebotes wird den Preisverfall gebrauchter Immobilien beschleunigen. Der weit verbreitete Wunsch, im Alter wieder in die Stadt zu ziehen, wird nur mit erheblichen finanziellen Einbußen realisierbar sein.

Zurück zur Ratsversammlung. Die Weiterführung des Planungsverbandes Seewiesen ermöglicht die Einflußnahme auf diesen Bereich. Es gilt dabei, diese Flächen verantwortungsvoll zu nutzen und nicht dem erst besten neuen Plänen, an denen vermutlich schon gezeichnet wird, hinterherzulaufen. Vor der Ausweisung neuer Flächen am Stadtrand ist es wichtig, erst die vollständige Bebauung des Neubaugebietes Stadtheide abzuwarten und verstärkt  innerstädtisches Verdichtungspotential zu nutzen.

Am Mittwoch tagt der SteU um 18:00 Uhr im Rathaus. Ein Thema wird die Auswahl der Büros  für die Durchführung der Alternativenprüfung und des Einzelhandelsgutachtens sein, die im Rahmen der Bebauungsplanung für den ALDI/SKY Komplex am Klinkerteich erforderlich sind.
Darüber hinaus wird wieder einmal der Anlauf genommen, den Ausschuß darüber zu informieren, unter welchen Voraussetzungen die Stadt ein Vorkaufsrecht auf Grundstücke hat.

Vor der Sommerpause wird mit hoher Schlagzahl weitergearbeitet.

Vier Stunden und 30 Minuten.

Die gestrige Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt war mit einer Dauer von über 4 Stunden die mit Abstand längste, an die ich mich erinnern kann.

Die erste Diskussionsrunde wurde vom Ratsherrn Gottschewski (CDU) eingeleitet. Er hatte als Bürger, da er als Ratsherr befangen ist, in der Einwohnerfragestunde der 23. Sitzung mehrere Fragen zu den Planungen des ALDI/SKY Komplexes am Klinkerteich gestellt, die im Protokoll der Sitzung nicht aufgeführt sind. Er beanstandete dies und erfuhr, daß er aufgrund seiner Befangenheit als Ratsherr auch in der Einwohnerfragestunde keine Fragen stellen darf. Er bezweifelte diese Darstellung und zeigte sich verwundert, daß er diesen Umstand erst und nur auf Nachfrage mitgeteilt bekommt. Im Verlauf der Diskussion stellte sich heraus, daß die Frage im Ältestenrat behandelt wurde. Der Ausschußvorsitzende stellte darauf hin fest, daß die Information über den Fraktionsvorsitzenden der CDU an Herrn Gottschewski hätte weitergeleitet werden können.

In der Einwohnerfragestunde stelle ein Anwohner der Krabbe kritische Fragen zur Planung des ALDI/SKY Komplexes am Klinkerteich. Insbesondere wurde hinterfragt, ob es vertretbar sein, ein so großes Gebäude in eine kleingliedrig bebautes Wohngeboet zu setzen. Darüber hinaus wurde die Frage gestellt, wer die Gutachter für die Alternativenprüfung und das Einzelhandelsgutachten auswählen wird und ob diese tatsächlich unabhängig arbeiten können.
Diese Fragen sollten im Verlauf der Sitzung dann beantwortet werden.

Doch zunächst ging es um den B-Plan für den Vierschillingsberg. Der Ausschußvorsitzende merkte sarkastisch an, daß jemand beim Kreis wohl zu viel Zeit hätte, anders könne er sich die vielen Mitprüfbemerkungen nicht erklären. Aufgrund der Vielzahl der zu berücksichtigenden Bedenken wird der Plan erneut ausgelegt werden müssen.

Im Rahmen der Vorstellung der Gutachter für die Klinkerteichplanung wurde zuerst der Gutachter vorgestellt, der die Alternativenprüfung machen sollte. Wie sich im Verlauf der Diskussion herausstellte, kam der Gutachter von sich aus auf die Verwaltung zu und fragte nach, ob er nicht einmal wieder für die Stadt arbeiten könnte, ganz unverfänglich. Zufällig soll sich im Gespräch mit dem ehemaligen Bauamtsleiter ergeben haben, daß für den Bau des ALDI/SKY Komplexes ja eine Planung anstände und man kam darüber ins Gespräch. So weit, so gut. Er erläuterte auch die beabsichtigte Vorgehensweise für die Erstellung der Alternativenprüfung. Die Prüfung alternativer Standorte ist erforderlich, weil dar ALDI/SKY Bau in einem Gebiet entstehen soll, daß derzeit noch unter Naturschutz steht. Um den Schutz aufzuheben, muß vorher geprüft werden, ob das Bauvorhaben – auch in anderer Form – nicht an anderer Stelle realisierbar ist. Erst wenn diese Prüfung negativ ausfällt, kann der Schutz aufgehoben werden. Und das auch nur, wenn ein öffentliches Interesse am dem Bau besteht.

Anschließend stellten sich drei Büros vor, die um den Auftrag für das Einzelhandelsgutachten konkurrieren. Alle drei Büros waren gut vorbereitet, wie heute üblich wurden die Vorträge durch Powerpointpräsentationen grafisch unterstützt. Die wesentlichen Fragen, die die Stadt klären muß, sind für mich:
– Welche Auswirkungen hat der Standort Klinkerteich auf die Geschäfte in der Innenstadt?
– Welche Auswirkungen ergeben sich für den EDEKA/ALDI Standort in Stadtheide?
Beide Fragen werden durch die Gutachten beantwortet. Dabei habe ich auch ein neues Wort gelernt: Verträglichkeitsanalyse.

Als es zur Abstimmung über die Vergabe des Einzelhandelsgutachtens kommen sollte, wurde – soweit ich mich erinnere von Frau Killig (FDP) – die Frage gestellt, ob es nicht auch für die Alternativenprüfung konkurrierende Angebote vorliegen. Dies wurde verneint. Zur Begründing wurde ausgeführt, daß man ja schon mit dem Büro in Gesprächen steht. Gleichzeitig wurde betont, daß das Verfahren rechtmäßig sei. Da konnte ich mir die Bemerkung nicht verkneifen: “Vielleicht ist das Verfahren rechtmäßig, aber einen Geschmack hat es schon.”
Die Abstimmung über den Antrag, das Büro mit der Durchführung der Alternativenprüfung zu beauftragen, endete mit vier Ja- und vier Nein-Stimmen und war damit abgelehnt. In der weiteren Diskussion wurde dann der Beschluß gefaßt, ein weiteres Angebot für die Durchführung der Alternativenprüfung einzuholen und dann in der nächsten Sitzung zusammen mit der Entscheidung über die Vergabe des Einzelhandelsgutachtens zu entscheiden.

Ich hätte gewußt, für wen ich bei der Vergabe des Einzelhandelsgutachtens gestimmt hätte. Auch mit dieser Entscheidung kann ich leben, zumal ich mich geärgert habe, daß die schriftlichen Informationen und Angebote der Firmen erst wieder während des Vortrages verteilt wurden und nicht bereits vor der Sitzung des Ausschusses verteilt wurden.

Ich persönlich halte einen Vollversorger mit überörtlichem Einzugsgebiet für Plön für wichtig, bin aber davon überzeugt, daß der Standort Klinkerteich nur dann genutzt werden sollte, wenn alle anderen Alternativen wie etwa die Entwicklung und Erweiterung des Altstandortes in der Innenstadt oder andere alternative Standorte ernsthaft, qualifiziert und gerichtsfest geprüft wurden. Agrumente wie: “Haben wir doch alles schon gemacht”, “Das geht nicht” o.ä. mögen zwar richtig sein. Sie helfen aber nicht weiter, da zu erwarten ist, daß im weitere Verlauf Rechtsmittel gegen die Planungen eingelegt werden. Das erste anwaltliche Gutachten des NABU liegt bereits vor. Nach wie vor geht es um eine sachgerechte Lösung für Plön, und jeder Verdacht, auch nur jeder Anlaß für einen Verdacht, daß hier gemauschelt wird, muß nachweislich entkräftet werden. Daher begrüße ich die Entscheidung, eine weiteres Büro für die Alternativenprüfung mit in die Auswahl zu nehmen für richtig.

Danach ging es um den Dauerbrenner Seewiesen und die Aufrechterhaltung des Planungsverbandes. In den Versuch, diesen Antrag auf die Schnelle durchzuwinken, bin ich hineingeflankt, da ich aus Gründen des Naturschutzes, des Tourismus und auch aus Gründen der Bevölkerungsentwicklung und damit verbunden der Wirtschaftlichkeit starke Bedenken gegen eine Überplanung dieses Gebietes habe.

Anschließend ging es noch um die Bepflanzung der Stützmauer für die Gleisanlagen am Strandweg. Herr Soll (FWG) brachte die Sprache auf die Ansicht des Bahnhofes insgesammt und besonders vom Stradweg aus und regte an, hier noch Verbesserungen mit der Bahn zu vereinbahren. Herr Becker entgegnete, daß es sich nun mal um ein technisches Bauwerk handeln würde und daß die Bahn den Wünschen der Stadt in jeder Hinsicht nachgekommen ist, insbesondere sei die Höhe der Stützmauer deutlich reduziert worden und auf die ursprünglich geplante Unterführung sei zu Gunsten einer Gleisquerung verzichtet worden. Im Übrigen hätten alle die Einführung des Halbstundentaktes begrüßt und die Umbauten seien dafür erforderlich. Es wurde beschlossen, daß Efeu für die Berankung der Stützmauer ausgewählt werden soll, daß die noch aufzustellenden Bänke optisch anspechend eingepaßt werden und daß eine esthetischere Beleuchtung aufgestellt werden soll.

Die Themen B-Plan Ölmühle und Vorkaufsrecht wurden in Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit geschoben.

Im nichtöffentlichen Teil wurden dann noch Bauanträge behandelt, die Luft war nach 4 Stunden allerdings raus.

Eine Perle

In der heutigen Sitzung des SteU wurde beschlossen, die Deutsche Hinterhofstraße um eine weitere Perle zu bereichern.

Ansicht von der B 76 aus

Ansicht von der B 76 aus

Anfang der Woche wurden Entwürfe für die Gestaltung des ALDI/SKY Komplexes am Klinkerteich an die Fraktionen gegeben. Es bestand die Möglichkeit, sie dort zu diskutieren. Heute wurden in der Sitzung überarbeitete Entwürfe präsentiert, womit keine Gelegenheit mehr bestand, sie vorher fraktionsintern zu besprechen.

Daß wir in den Sitzungen des SteU mit neuen Entwürfen überrascht werden, kam nicht zum ersten Mal vor und scheint System zu haben.

Die Überarbeitung der ALDI-Fassade zum Parkplatz hin hat eine deutliche Verbesserung gebracht. Die alleinstehenden Hochdächer sind aber bestenfalls eine Verschlimmbesserung. Einer meiner Hauptkritikpunkte an den bisherigen Planungen war immer, daß die Ansicht zur B 76 hin – der am meisten befahrenen Straße der Stadt – nicht den Eindruck vermittelt, daß man sich im Bereich des Stadtkernes befindet. Daher habe ich immer die Auffassung vertreten, daß die Gestaltung der Fassade an dieser Seite des Gebäudes besonders sorgfältig erfolgen muß. Leider hat sich hier – auch in den überarbeiteten Entwürfen – fast gar nichts getan.
Der Entwurf stellt sich wie folgt dar: Der Höhenunterschied zwischen dem ALDI- und SKY-Gebäude beträgt 1.5 Meter. Technisch wäre es möglich gewesen, hier eine klare, durchgehende Dachkante zu realisieren. Offensichtlich wurde diese Lösung nicht in Betracht gezogen, ob aus Mangel aus Phantasie oder weil es so billiger ist, kann ich nicht beurteilen. Möglicherweise war es auch nur einfacher, zwei Standardentwürfe für Märkte zusammenzuschieben.
Der hier gelegene Anlieferungsbereich greift dieses Gestaltungsmerkmal auf. Es wurde gesagt, daß er interessant gegliedert ist. Ich finde, er ist bestenfalls zergliedert.
Auf jeden Fall handelt es sich nicht um einen architektonischen Leckerbissen. Die nunmehr vorgesehene Aufstellung von möglicherweise begrünten Stahllamellen wird daran wenig ändern. Dass Supermärkte auch ansprechender gestaltet werden können, habe ich in früheren Beiträgen meines Blogs gezeigt
Leider folgte der Ausschuß meinem Antrag nicht, hier einen überarbeiteten Entwurf abzufordern, der mit klaren Linien und großen, zusammenhängenden Flächen sowie senkrechten Fensterelementen die Gestaltungsmerkmale der übrigen drei Fassaden aufnimmt, um ihn als Alternative in der nächsten Sitzung des SteU zur Abstimmung vorzulegen.

Gesamtschau, Ansicht von allen Seiten

Gesamtschau, Ansicht von allen Seiten

Ich habe gegen diesen Entwurf gestimmt.

Was gab es sonst noch?

Die Sitzung begann mit einem Ortstermin am Strandweg, um sich einen Eindruck von der Spundwand am Bahngleis zu machen, über deren Gestaltung später beschlossen werden sollte. Die vorgelegten Entwürfe fanden bei den Mitgliedern keine Zustimmung. In der nächsten Sitzung sollen neue Pläne vorgelegt werden, die die Anregungen des SteU berücksichtigen sollen.

Ich habe das Arbeitsergebnis der Arbeitsgruppe Schwimmhalle vorgetragen, daß Herr Plischka (CDU), Herr Feindt (DLRG) und ich nach unserem Besuch in der Eutiner Schwimmhalle zusammengetragen haben. Der Kernpunkt unserer Arbeit war die Feststellung, daß das Personal der Schwimmhalle in die Planung und während der Bauphase mit einbezogen werden muß. Erfreulicherweise stellten wir fest, daß dies bereits erfolgt ist. Darüber hinaus konnten viele weitere Punkte angesprochen werden, so daß wir hoffentlich auch im Detail zu einer guten Lösung kommen.

Dann ging es noch um den Ausbau der Lübecker Straße / Bahnhofstraße. Nachdem die Verkehrsaufsicht die von uns favorisierte Einbahnstraßenlösung im Bereich Alte Post / ZOB, mit der 22 zentrumsnahe Parkplätze geschaffen worden wären, abgelehnt hat, werden jetzt noch einmal neue Entwürfe für diesen Bereich erarbeitet, die in der nächsten Sitzung des SteU vorgestellt werden sollen. Erst danach soll entschieden werden, ob rechtliche Schritte gegen den Bescheid der Verkehrsaufsicht eingeleitet werden sollen.

Am Rande der Sitzung wurde ich angesprochen, ob mir bekannt sei, daß der Planungsverband Seewiesen weitermachen soll, nur diesmal ohne See. Ich konnte dazu wenig sagen, da ich an der letzten Sitzung des Planungsverbandes Seewiesen nicht teilgenommen habe. Der Termin sollte im Bürgerinformationssystem bekannt gegeben werden, wurde er aber nicht. Ich habe aber daran erinnert, daß die Ratsversammlung sich aber klar festgelegt hat, daß hier nur ein hochwertiges Baubebiet mit See entstehen soll, sonst gar nichts. Wo bliebe unsere Glaubwürdigkeit, wenn wir bei erster sich bietender Gelegenheit ein Baugebiet ohne See lostreten, weil der nächste Investor an der Tür kratzt. Jetzt bin ich gespannt, wie es an dieser Stelle weitergeht. Es bleibt spannend.

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