Schon jetzt frohe Ostern!

Nachdem ich heute von einer Dienstreise zurückgekehrt bin, fand ich leider schon wieder keine Zeit zum Bloggen. Außerdem muß ich mich erst informieren, ob und was es Neues gibt. Auch in den nächsten Tagen werde ich aller Voraussicht nach keine Gelegenheit haben, etwas zu berichten. Daher wünsche ich meinen Lesern schon jetzt ein frohes Osterfest.

Pause

In den letzten Tagen hat sich dienstlich und kommunalpolitisch einiges getan, so daß ich nicht zum Bloggen gekommen bin.

Montag war Vorstandssitzung des Ortsvereins und anschließend gemeinsame Sitzung des Ortsverein und der Fraktion. Am Freitag war ich auf der Wahlkreisdeligiertenkonferenz, wo Henning Höppner zum Kandidaten für die nächsten Landtagswahl gewählt wurde.

Donnerstag und Freitag überschlug sich das ein oder andere im Dienst, da wir für Freitag eine ausländische Besuchergruppe erwarteten. Leider habe ich erst am Donnerstagnachmittag erfahren, daß ich die Gesprächsführung übernehmen soll, und aus der Tagesordnung – die mir auch erst zu dem Zeitpunkt zuging –  konnte ich dann noch ersehen, daß ich auf dem Meeting Vorträge zu halten habe. Da ich mit der Vorbereitung bis nach Mitternacht beschäftigt war, kam ich nicht mehr dazu, irgend etwas anderes zu machen. Eigentlich wollte ich noch an den städtebaulichen Forderungen für das geplante Gewerbegebiet Klinker Teich arbeiten, um diese in die Diskussion einzubringen. Ihre Festlegung sind m.E. eine zwingende Voraussetzung, um die Planung an dem Projekt weiter zu führen. Eigentlich müßten die Ergebnisse der Entwicklungsplanung für die östliche Innenstadt abgewartet werden. Sollte man das nicht tun, ist die Stadt gut beraten, genau zu formulieren, was sie städtebaulich eigentlich will. Und der Investor muß wissen, wo der dran ist. Für mich zeichnen sich nur zwei Lösungen ab: Entweder der Klotz verschwindet in der Senke, oder es entsteht zur Straße hin ein Fassade, die dem Gebiet zur B 76 hin ein Gesicht gibt. Wenn es schon unabwendbar scheint, daß auf der anderen Straßenseite ein Lärmschutzwall entsteht, ohne daß die von der Stadt und dem beauftragten Planungsbüro erarbeiteten Lösungsvorschläge umgesetzt werden, darf diesem Desaer zur Stadt hin nicht noch der Anblick eines Hinter- oder Betriebshofes hinzu gefügt werden.

Von Montag an bin ich in für ein paar Tage auf Dienstreise im Ausland. Daher kann ich leider auch nicht an der Ratsversammlung am 1. April teilnehmen. Leider wurde die Sitzung des SteU  vom 2. auf den 6. April verschoben. Aufgrund der am 4. April beginnenden Osterferien werde ich diesen Termin auch nicht wahrnehmen können. Es zeichnet sich aber ab, daß ich ab Oktober mehr Zeit haben werde.

In wie weit ich in der Urlaubszeit zum Schreiben komme, kann ich noch nicht absehen, obwohl es mehrere interessante Themen gibt, die es anzugehen gilt. Zu nennen ist u.a. die Zukunft der Schwimmhalle. Ich befürchte fast, daß der Betrieb erst deutlich später als gehofft wieder aufgenommen werden kann.

Auch die Bahnstrecke Lübeck – Ascheberg – Neumünster steht leider immer noch auf der Kippe, und es sieht nicht gut aus. Hierzu gibt es am 06. April um 19:00 eine Informationsveranstaltung in der Tourist-Info am Bahnhof. Leider liegt dieser Termin in den Ferien und überschneidet sich mit den Sitzungen des SteU und des Hauptausschusses.
Soweit ich gehört habe, wird bereits über den Verkauf der Grundstücke verhandelt, einige Interessenten sollen sehr fordernd auftreten. Es würde mich nicht wundern, wenn die Quadratmeter zum symbolischen Preis von einem Euro verschleudert werden, und damit das Wiederbeleben der Strecke faktisch unmöglich gemacht wird.

Volkseigentum

Der Unternehmensverband Ostholstein-Plön feierte am Wochenende sein 20-jähriges Bestehen, so vermeldete die KN am Montag. Als Überschrift wurde zitiert: “Wir brauchen mehr Politiker mit praktischer Berufserfahrung.” Das stimmt sicher, also Hintern hoch und eintreten!
Weiter wird zitiert: “Wenn wir 20 Jahre nach dem Zusammenbruch des Kommunismus offen von Volkseigenen Betrieben reden, …”. Ich weiß nicht recht, was ich davon nun wieder halten soll. Entweder wurde hier ganz tief ins Schubfach Agitation und Propaganda gegriffen oder diese Äußerung ist Zeugnis einer veritablen Wahrnehmungsstörung. Die einzige “Verstaatlichung”, die mit einem speziellen, auf einen Einzelfall zugeschnittenen Gesetz abgesichert wird, betrifft ein Finanzinstitut, das ohne Unterstützung zusammenbrechen und damit einen erheblichen gesamtwirtschaftlichen Schaden anrichten würde. Wenn der Staat so ein Unternehmen zeitlich befristet übernimmt und dabei ein erhebliches finanzielles Risiko eingeht, muß er die Möglichkeit haben, dort für diesen Zeitraum auch die Führung zu übernehmen. Hier das Schreckgespenst des Kommunismus an die Wand zu malen, ist so dämlich wie dieses Lied.

Ausgefülltes Wochenende

Wieder einmal hatte ich ein ausgefülltes Wochenende. Der Freitagabend war durch eine Besprechung der Ruderabteilung des SRSV ausgebucht. Samstag nachmittags war ich mit einem Freund auf der Prinzeninsel zum Waldlauf. Wie habe ich es in meiner Schulzeit gehaßt. Heute freue ich mich über eine der schönsten Laufstrecken, die ich kenne.
Abends spielten dann die Zeitgeister das Stück Sweeney Todd. Der Besuch hat sich gelohnt. Die herausragende schauspielerische Leistung von Matthias Bull tröstete voll über den nicht ganz stringenten Handlungsablauf hinweg. Die Leistung des gesamten Ensembles einschließlich der Technik und Regie ist beeindruckend, wenn man bedenkt, daß hier ausschließlich Hobby-Theatermacher am Werke sind.  Heute vormittag war ich rudern. Wir konnten immerhin einen Vierer besetzen. Aufgrund des starken Windes war es aber nicht möglich, den Windschatten der Prinzeninsel zu verlassen. Daher gab es noch eine kleine Runde durch die Stadbucht als Tourenerweiterung. Für den Nachmittag ließ ich mich dann zu einem weiteren Waldlauf überreden, vorsorglich, da wir für den Abend zum Essen in der Eisenpfanne verabredet waren.
Mittlerweile ist durchaus bekannt, daß ich Mitglied im Ausschuß für Stadtentwicklung und Umwelt bin, und ich werde auch auf die verschiedenen Themen angesprochen. Zum Dauerbrenner entwickelt sich das Thema Schloßstadion.
Morgen werde ich zu einer Dienstreise nach Bonn aufbrechen. Vorher habe ich noch Gelegenheit, ein Gespräch mit der Verwaltung zu führen. Der nächste kommunalpolitische Termin ist die Vorstandssitzung am Dienstag, die ausnahmsweise nicht parteiöffentlich ist.

U3

Die Betreuung von Kindern im Alter unter 3 Jahren war ein Anliegen, das ich in meinem Flyer als eines der Themen, um das ich mich kümmern werde, gesondert aufgeführt habe. Hintergrund dafür war auch die persönliche Erfahrung mit der Betreuung unsere eigenen Kinder, die jedoch schon einige Jahre zurück liegt. Darüber hinaus bin ich der Überzeugung, daß eine bezahlbare Betreuung in der heutigen Zeit selbstverständlich sein sollte, und zwar für Alleinerziehende ebenso wie für Familien, wo beide Partner arbeiten müssen oder wollen . Daher habe ich dieses Thema auch auf unserem Fraktionsseminar in Plau angsprochen und feststellen müssen, daß es bereits von unseren Mitgliedern im Ausschuß für gesellschaftliche Angelegenheiten aufgegriffen wurde. Noch von Plau aus wurde eine Sitzung des Ausschusses beantragt, sie ist für Donnerstag, den 19. März angesetzt.
Mittlerweile habe ich weitere Kenntnisse. So muß bis 2013 offensichtlich sichergestellt sein, daß für 30% der Kinder unter 3 Jahren Betreuungsangebote bereitgestellt werden.
Bei ca. 150 zu erwartenden Kindern in Plön wären dies ungefähr 50 Plätze, derzeit vorhanden sind ca. 10.   Damit besteht also nicht nur Handlungsbedarf, um gesellschaftliche Erfordernisse umzusetzen, sondern auch aufgrund bestehender gesetzlicher Verpflichtungen. Ich bin überzeugt, daß unsere Initiative jetzt rechtzeitig kommt, um mit der Realisierung zu beginnen.

Ansonsten war am Montag Fraktionssitzung im Rathaus. wo u.a. die Themen für die Sitzung der Ratsversammlung am 01. April vorbereitet wurden. Anschließend waren wir noch in der Eisenpfanne auf ein Bier bzw. eine Spezi, wo dann im freien Gespräch noch ein bischen die Welt verbessert wurde. Als ich gehen wollte, wurde ich noch am Tresen aufgehalten und zum Sachstand Planung Baugebiet Seewiesen und Lärmschutz an der B 76 befragt. Es schloß sich ein interessantes Gespräch an, aus dem ich einige Anregegungen aufnehmen und zur Diskussion stellen werde. Außerdem zeigte es mir, daß wir mit unseren Themen richtig liegen.

5000

Von mir unbemerkt hat sich der fünftausendste Besucher bereits am Mittwoch auf meiner Seite eingeklickt. Ich freue mich über das nach wie  vor hohe Interesse, das für mich ein Ansporn ist, weiter zu bloggen.

Neuer Vorstand

Heute fand die Jahreshaupt- und Mitgliederversammlung des SPD Ortsvereines Plön / Bösdorf statt. Dabei wurde der Vorstand neu gewählt. Der bisherige Vorsitzende Horst Thielscher ist auch der neue Vorsitzende, er betonte aber, dieses Amt nur noch für ein Jahr führen zu wollen. Mit Marion Höpmer und Jutta Rudat wurden auch die stellvertretende Vorsitzende und die Kassenführerin im Amt bestätigt. Der neue Schriftführer ist Eckart Schäfer. Als Beisitzer wurden Roland Schmidt, Engelbert Unterhalt, Hans Werner Johannsen und ich gewählt. Darüber hinaus werde ich unseren Ortsverein auch auf der Wahlkreisdeligiertenkonferenz am 27. März vertreten, wo der Landtagskandidat für das kommende Jahr bestimmt wird.
Ein etwas ausführlicherer Bericht ist auf der Homepage der Plöner SPD zu lesen.

Um das Thema Seewiesen, über das ich den Zugang in die Kommunalpolitik gefunden habe, ist es in letzter Zeit etwas ruhiger geworden. Dennoch läuft das Planfeststellungsverfahren weiter. Hierzu betonte unser Fraktionsvorsitzender in seinem Bericht, daß die Planung an den Planungsverband abgegeben wurde. Der müsse aus Gründen des Vertrauensschutz zumindest die Gelegenheit erhalten, die Planungen zu Ende zu führen, auch wenn aus der Partei heraus bereits die Forderung erhoben wurde, sich für deren sofortige Beendigung einzusetzen. Er machte aber klar, daß eine Zustimmung nur erfolgen kann, wenn eine dauerhafte, hohe Gewässersqualität sichergestellt ist und finanziellen Belastungen oder Risiken für die Stadt ausgeschlossen sind.

Kino in Plön

Das Kulturprogramm des Plöner Kinos wird fortgesetzt. Sonntag um 20:00 Uhr läuft “La Boheme“,  ein Opernfilm, den ich mir vermutlich nicht ansehen werde. Sobald das neue Programm veröffentlicht wird, werde ich wieder einmal einen Ausblick geben.
Die Alternative für den morgigen Kinoabend ist voraussichtlich “39,90“.
Mein nächster Filmtip für Plön ist Frost / Nixon am Montag um 20:00. Leider läuft fast zeitgleich die nächste Fraktionssitzung, so daß sich mein nächster Kinobesuch in Plön noch ein wenig herauszögern wird.
Dienstag soll um 20:00 Uhr “The International” laufen. Der Film bekommt von mir 4 von 6 Sternen. Ein interessantes Thema, aber leider wird die Spannung nicht so packend aufgebaut wie bei anderen Verschwörungsklassikern wie “Die drei Tage des Condors“.

Es ist nicht alles schlecht,

was die Bundeswehr einkauft. Im Rahmen des Programms Individuelle Grundfähigkeiten (IGF) sollen Soldaten der Bundeswehr einmal jährlich verschiedene soldatische Grundfähigkeiten üben, unater anderem auch erste Hilfe und Handwaffenschießen. So hatte ich vorgestern die Gelegenheit, erstmals mit dem neuen Gewehr G 36 zu schießen. Ich kannte aus meiner frühen Bundeswehrzeit noch das Vorgängermodel G 3 und war eingentlich skeptisch, ob die Beschaffung einer neuen Waffe wirklich not tat. Jetzt bin ich überzeugt, daß der Ersatz gut und richtig war. Während der Ausbildung wurden zum Ende anspruchsvolle Übungen durchgeführt. Und die Schießergebnisse der jungen Soldaten / Soldatinnen aus waren sehr überzeugend. Darüber hinaus ermöglicht so ein Tag auf der Schießbahn einer Stabsschranze wie mir auch mal wieder den Kontakt mit Mannschaftssoldaten und Unteroffizieren, was  in meinem Arbeitsalltag doch irgendwie zu kurz kommt.
Leider erledigt sich die Arbeit im Büro nicht von selber, und damit hatte ich noch einige Vorgänge aufzuarbeiten, was zu einem sehr langen Abend im Büro führte. Darüber habe ich leider versäumt, rechtzeitig einen Genossen anzurufen, der mich auf der heutigen Sitzung des SteU vertraten soll. Aber auch das läßt sich sicher wieder gerade ziehen.

Getrieben, oder was treibt die CDU?

Der Artikel vom 06. März 2009 berichtet die KN unter der Überschrift “Nein zum Parkgroschen, nein zum Waldstadion” über die ehrgeizigen Zukunftspläne der Plöner CDU-Fraktion. Beim Lesen fragte ich mich, hat der Journalist hier einiges durcheinandergebracht, und wenn nicht, was macht die CDU hier?

Daß Sky beabsichtigt, das Geschäft in der Innenstadt weiterzubetreiben, wurde mir aus dem Umkreis der Sky Leitung bereits vor einiger Zeit mitgeteilt, und es war bereits im letzten Jahr Gegenstand der nicht öffentlichen Beratungen im Ausschuß für Stadtentwicklung und Umwelt (SteU). Da ich als bürgerliches Mitglied ein eher kleines Licht bin und meine Beziehungen zur Plöner Geschäftswelt doch sehr überschaubar sind, steht zu vermuten, daß die CDU bereits viel früher Kenntnis von diesem Sachstand gehabt haben wird. Wenn nicht, so müßte er spätestens aus den letzten Sitzungen des SteU bekannt gewesen sein, wo das Thema in den nicht-öffentlichen Sitzungen behandelt wurde. Also wird hier entweder alter Wein in neuen Schläuchen verkauft, oder die Ausschußmitglieder informieren ihren Fraktionsvorsitzenden nicht. Beides überzeugt nicht.

Die Anbindung des in der Diskussion befindlichen Gewerbegebietes Klinkerteich ist bereits Gegenstand des innerstädtischen Entwicklungskonzeptes, daß von der SPD als Antrag in den SteU eingebracht wurde, und dem dort auch die Mitglieder der CDU zugestimmt haben. Es ist – ernsthaft – erfreulich, daß die Parteien sich in dieser Sachfrage einig sind, nur ein CDU Projekt ist es ursprünglich nicht. Aber es berechtigt zu der Hoffnung, daß die CDU in der Ratsversammlung für dieses wirklich wichtige Konzept stimmen wird.

Die Parkplatzsituation ist ein Dauerbrenner. Die Gebührenfreiheit ist ein Anliegen der CDU, die Begrenzung der Parkzeit auf 2 Stunden ist auf jeden Fall erforderlich, um für einen Wechsel auf den Plätzen zu sorgen und allen Kunden die Möglichkeit zum innenstadtnahen Parken zu bieten. In wie weit die Kosten für den Unterhalt der Parkautomaten die Verminderung der Einnahmen aus den Parkgebühren kompensieren, wird die Verwaltung sicher errechnen können und müssen, bevor hierüber weiter diskutiert wird.

Das klare “Nein!” der CDU zum Schloßstadion habe ich bereits in meinen letzten Beiträgen thematisiert. Die Renovierung der Umkleidehäuser, wie die SPD sie fordert, ist natürlich nur eine Fehlinvestition, wenn man diesen Sportplatz aufgeben will. Hierzu gibt es noch keine öffentliche Meinung der Fraktion, aber ich kann mir nicht vorstellen, daß die Plöner SPD das möchte.

Freilaufflächen für Hunde? In Ordnung, ein diskussionswürdiges Thema. Ob es der gesamte Steinbergwald sein muß, wird sicher noch zu besprechen sein, und auch  Jagdpächter und Forstamt werden hier sicher noch ein Wort mitsprechen wollen.

Wohnmobilstellplätze? Diesbezüglich waren wir uns schon in der letzten Sitzung des SteU einig. Der Antrag kam tatsächlich von der CDU. Die Bedeutung von Wohnmobilgästen für die Tourismuswirtschaft ist unbestritten, aber sie können auch heute schon auf allen städtischen Parkplätzen stehen. Die offenen Frage ist, ob die Parkplätze gesondert ausgewiesen werden, und in welchem Umfang Entsorgungseinrichtungen bereitgestellt werden müssen.

Soweit ich mich erinnere, ist die Beschilderung an der B 76 ein Thema, daß schon lange von der Verwaltung bearbeitet wird. Ein wenig Nachdruck ist sicher nicht schlecht, aber ob er auf den zuständigen Landesbetrieb für Straßenbau wirkt, kann bezweifelt werden.

Und die fußgängerfreundliche Gestaltung des Bereiches Lübecker Straße bis Lübsches Tor ist nun wirklich ein Thema, daß von der SPD seit langem verfolgt wird. Der betreffende Antrag wurde von uns im SteU eingebracht und, soweit ich mich erinnere, von allen CDU Mitgliedern im Ausschuß mit getragen. Auch hier ist es erfreulich zu sehen, daß wir in den wichtigen Sachfragen mittlerweile nicht mehr weit auseinander sind.

Gegenwind

In der heutigen KN setzt sich ein Artikel ausführlich mit der Forderung der CDU auseinander, das Schloßstadion in einen Landschaftspark zu verwandeln. Bis auf bei hartgesottenen Gartenfreunden scheint das Vorhaben nicht auf Gegenliebe zu stoßen.
Vielmehr scheinen schlafende Hunde geweckt worden zu sein, und offensichtlich setzt sich jetzt auch der Direktor des GSP öffentlich für den Erhalt ein. Meiner Einschätzung nach ging dieser Schuß voll nach hinten los, da dieses wichtige Thema nunmehr in die öffentliche Diskussion gekommen ist. Unser Umweltbeauftragte, Herr Kuhnt, hat in seinem Leserbrief, ebenfalls in der heutigen KN, offensichtlich die allgemeine Meinung treffend zusammengefaßt.

Ich mußte heute erst einmal an die Altpapiertonne, um den Bezugsartikel einzusehen, der mir bei der Lektüre der Freitagszeitung aufgrund der Überschrift leider untergeschnitten ist. Ich werde mit dem Inhalt morgen auseinandersetzen.

Sportplatz im Schloßgarten

Die Nutzung des Sportplatzes im Schloßgarten ist seit langer Zeit in der Diskussion.
Insbesondere die “Gartenlust am Plöner See” hat sich in der Vergangenheit für die Erweiterung der bereits bestehenden Gartenanlage eingesetzt, die mit der Vernichtung des bestehenden Sportplatzes im Schloßgarten einhergehen würde. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz scheint hier sehr viel mehr Verständnis für die Belange des Sportes zu haben, wie aus dieser Tafel der Dauerausstellung im Prinzenhaus hervorgeht.

Aus der Dauersausstellung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz im Prinzenhaus

Aus der Dauersausstellung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz im Prinzenhaus

Daraus geht eigentlich hervor, daß die DSD in der Wiederhersellung der historischen Parkanlage keinen besonderen Aufgabenschwerpunkt sieht. Allein bei der Betrachtung der Seite Denkmale in Not muß klar werden, daß es Projekte mit deutlich höherem Handlungsbedarf gibt.

Soweit ich weiß, läuft der Pachtvertrag zwischen DSD und dem Kreis im Jahr 2012 aus. Sofern der Vertrag nicht verlängert oder neu geschlossen wird, werden die Plöner Vereine und das Gymnasium Schloß Plön eine Sportstätte verlieren, obwohl die vorhandenen Sportplätze weitgehend ausgelastet und Erweiterungen, wie etwa am Ksour Essaf Sportplatz in Stadtheide, nicht durchsetzbar sind. Aufgrund des schwebenden Zustandes sind Investitionen in den nicht mehr zeitgemäßen Umkleideraum am Schloßparkstadion nicht zu vertreten. Daher ist bis auf weiteres auch nicht abzusehen, daß die desolaten Verhältnisse, unter denen sich unsere Kinder dort umziehen und waschen müssen, geändert werden können.

Die Suche nach einer Alternative ist eine Aufgabe, die ernsthaft angegangen werden muß. Der von der CDU zur Diskussion gestellte Standort Apfelgarten ist es sicher nicht. Denn zum einen wurde beschlossen, daß die Stadt den Apfelgarten kauft, um ihn an den Verein der Freunde des Prinzenhausses zu übergeben, die dort in parkartigem Umfeld einen Pavillon zu errichten wollen, zum anderen wird bei diesem Stadort der Weg für unsere Kinder nochmals länger, und auch die Erreichbarkeit für die Vereine verschlechtert sich.

Was mich wundert ist, daß sich bislang weder das Gymansium als Nutzer noch die Elternschaft der Schüler und Vereinskinder zu diesem Thema öffentlich geäußert hat.

Nachtrag (10.03.): Offensichtlich geht es bei der Ersatzfläche nicht um den Apfelgarten auf der Prinzeninsel, sondern um die Obstbaumwiese direkt hinter der neuen Aula am Schiffstal. Bei diesem Standort in unmittelbarer Nähe zur Besiedlung am Plauer Weg sind Probleme mit dem Lärmschutz vorprogrammiert, und er ist so weit vom GSPentfernt, daß ich gar nicht auf den Gedanken gekommen wäre, daß es sich um das Gelände handeln könnte.

Vorträge

In der vergangenen Woche hatte ich die Gelegenheit, zwei Vorträge anzuhören. Zunächst einmal wurde im Schiffahrtsmuseum Flensburg zum Thema “Im Langschiff von Dublin nach Roskilde” vorgetragen. Hierbei berichtete ein Mitarbeiter des Wikingerschiff-Museums Roskilde über Schiffsreisen im Rahmen der experimenteller Archäologie. Das Museum ist einen Besuch wert. In der Nähe befindet sich auch das Lejre Forschungszentrum, das besonders für Familien mit Kindern empfehlenswert ist.
Der zweiter Vortag befaßte sich mit den Plöner Herzögen und fand im Prinzenhaus statt. Vortragende war Frau Dr. Hunzinger. Plön wirbt ja damit, Herzogstadt zu sein. Bislang hat mich der Adel und seine Geschichte nicht sonderlich interessiert, aber im Zusammenhang mit dem Sportplatz im Schloßgebiet wollte ich die Gelegenheit nutzen, mein Wissen über die geschichtlichen Hintergründe ein wenig aufzubessern. Das Wesentliche in Kurzfassung, vielleicht auch ein bischen zu verkürzt und zugespritzt. Aber Friedrich Wilhelm der Große hat sich überlebt mit seiner Ansicht: “Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen”.

Vorab: Alle Plöner Herzöge wurden von den übrigen Fürsten im Lande nicht als Herzöge anerkannt, sie waren somit “abgeteilte Herren“. Der erste, Johann III, siedelte Bauern, die zuvor frei auf ihren Höfen wirtschafteten, auf seinen Vorwerken an. Damit schuf er die Basis für den wirtschaftlichen Erfolg seiner Ländereien. 1622 übernahm sein Sohn Joachim Ernst das Amt. Er verfügte über eine solide Bildung und war vor seiner Amtsübernahme 6 Jahre durch Europa gereist. Sein großes Verdienst ist, daß der seine Ländereien – und auch die Stadt Plön – heil durch die Wirren des 30-Jährigen Krieges brachte, indem er die durchziehenden Heere ausreichend mit “Lösegeld” versorgte, so daß sie auf Plünderungen, Brandschatzungen ect. verzichteten. Darüber hinaus ließ er die alte Burg abbrechen und das Plöner Schloß errichten, wovon die Stadt aus touristischer Sicht noch heute profitiert. Er konnte seinem Erben ein schuldenfreies und wirtschaftlich gesundes Herzogtum hinterlassen. Hans Adolf gilt seit wilhelminisscher Zeit als der bekannteste und beliebteste der Plöner Herzöge. Warum, ist fraglich. Zwar geht auf ihn die Errichtung der Johannis- und Stadtkirche zurück, ebenso wie die Anlegung der Plöner Neustadt, also der Johannis- und Hans Adolf Straße, in der sich seinerzeit religiös Verfolgte zunftfrei ansiedeln konnten, aber er war während seiner Amtszeit 17 Jahre als Feldher unterwegs und zum Ende seiner Amtszeit war das Herzogtum stark verschuldet. Nach seinem Tod 1704 übernahm Joachim Friedrich 1706 das Amt, das er bis 1722 inne hatte. Er verstab ohne männlichen Erben, versuchte aber, seinen Neffen Friedrich Karl als Nachfolger zu verhindern, da er aus einer nicht standesgemäßen Ehe stammte, was ihm jedoch nicht gelang. Karl Friedrich heiratete Christiane Armgardis von Reventlow, mit deren  Geld er erst einmal die Schulden seines Herzogtums beglich. Darüber hinaus hatte er mehrere Kinder mit 2 Mätressen, um die er sich aber väterlich kümmerte. Er ließ auch den jetzigen Schloßpark als Barockanlage anlegen und baute das Lustschloß in Tranenthal aufwendig aus. Darüber hinaus ließ er ein Waisenhaus errichten und er erließ eine Vielzahl von Verordnungen, u.a. zur Regelung des Schulwesens. Besonders hervorzuheben ist die Abschaffung der Leibeigenschaft unter seiner Herrschaft. Da er ohne männliche Erben blieb, ging das Erbe vereinbarungsgemäß an den dänischen König, der im Gegenzug für die Schulden des letzten Plöner Herzogs aufkam.

Ausgehend von dieser fast schon zu lang geratenen Betrachtung lassen sich 2 Bezüge zur heutigen Kommunalpolitik spannen:

1. Die Erstellung eines B-Planes, mit der der historische Charakter der Johannisstraße gesichert werden soll. Über die Aufstellung dieses Planes, verbunden mit einer Erhaltungssatzung und einer Veränderungssperre, soll auf der nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt am 12. März beraten werden.

2. Die Zukunft des Sprotplatzes im Schloßgarten. Hier ist die öffentliche Diskussion neu aufgenommen worden. So wurde vorgeschlagen, den Sportplatz in den Bereich des Apfelgartens zu verlegen.

Ich werde in Kürze weiter darauf eingehen.

Fraktionsseminar in Plau

Das Seminar der Plöner SPD-Fraktion wurde an diesem Wochenende in unserer Partnerstadt Plau am See durchgeführt. Leider konnte ich nicht bereits am Freitag anreisen, da abends die Jahreshauptversammlung des SRSV stattfand. Also ging es am Samstag morgen um 06:30 los. Mein Mitfahrer und ich waren uns schnell einig, daß eine so frühe Abfahrtzeit eigentlich nicht mit dem Biorythmus für einen Samstag vereinbar ist. Pünktlich um 09:00 Uhr waren wir dann auch in Plau und zogen in den Besprechungsraum ein,  den wir dann erst wieder um 18:15 Uhr verlassen haben, von einer Mittagspause einmal abgesehen. In dieser Zeit wurde hart und herzlich um die Themen gerungen, die wir jetzt angehen wollen, nachdem wir im Bereich Stadtentwicklung einige wichtige  Projekte angeschoben haben.
Abends gab es ein Buffet, bei dem dann im geselligen Beisammensein politisches und unpolitisches erörtert wurde. Besonders hervorzuheben ist der hervorragende Service des Ferienpark Heidenholz, für den ich mich an dieser Stelle noch einmal bedanken möchte. Sonntag morgens wurden in 3 Stunden noch Restpunkte abgearbeitet, bevor wir zu einem kurzen Spaziergang durch Plau aufgebrochen sind. Die Stadt ist nicht spektakulär, aber durchaus einen Besuch wert.

In der letzten Woche war ich in Bonn auf Dienstreise. Morgens um  05:10 Uhr am Bahnhof auf den Zug zu warten ist für mich nicht alltäglich.  Aber wieder einmal kam ich zu der Überzeugung, daß Plön den am schönsten gelegenen Bahnhof Deutschlands hat. Eine Dienstreise mit der Bahn hat den Vorteil, daß man die Unterlagen noch einmal in Ruhe durchgehen kann, um sich auf die Besprechung vorzubereiten. Ein wenig speziell ist, daß man, wenn man in Uniform reist, offensichtlich Ansprechpartner für alle Fälle ist. So kaufte ich mir dann erst einmal das Fiftyfifty, eine von Obdachlosen erstellte und vertriebene Zeitung, bevor ich mit einem Pfadfinder auf dem zugigen Bahnsteig über Knoten diskutierte. Im Zug selber mußte ich dann noch einem Touristen mit zwei Euro aushelfen, da er nicht ausreichend Bargeld dabei hatte und seine Kreditkarte offensichtlich nicht funktionierte. Richtig nett wurde es dann, als sich der Personalchef eines kleinen Unternehmens ins Abteil setzte, und wir feststellten, daß wir uns aus einer gemeinsamen Zeit im 3. Ubootgeschwader kannten. So verging die Zeit von Wuppertal bis Hamburg wie im Fluge. Nebenbei, alle Züge waren pünktlich.

Singen im Wald

Die Investorengruppe Seewiesen verbreitet Optimismus, wie in der heutigen KN zu lesen war. Tatsächlich läuft derzeit das Planfeststellungsverfahren für die Herstellung des künstlichen Gewässers, dessen Ausgang völlig offen ist. Im Planfeststellungsverfahren wird auch zu klären sein, wer Eigentümer des Gewässers wird. Die Investoren stellen sich vor, daß sie die Verantwortung und damit vor allem das finanzielle Risiko für die Pflege und den Unterhalt am “Tag X” an die Gemeinden übergeben. Nachdem man dann durch die Vergoldung von Ackerland Geld verdient hat, wird das Risiko vergesellschaftet, der Steuerzahler übernimmt die Haftung.
Erst nach dem Abschluß des Planfeststellungsverfahrens für das Gewässer können Flächennutzungs- und Bebauungsplan weiter bearbeitet werden. Und bis dahin kann sich die Stimmungslage noch weiter gegen dieses unsinnige Projekt gewendet haben, so daß die entgültige Zustimmung der politischen Gremien durchaus offen ist.

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