Sportplatz im Schloßgarten

Die Nutzung des Sportplatzes im Schloßgarten ist seit langer Zeit in der Diskussion.
Insbesondere die “Gartenlust am Plöner See” hat sich in der Vergangenheit für die Erweiterung der bereits bestehenden Gartenanlage eingesetzt, die mit der Vernichtung des bestehenden Sportplatzes im Schloßgarten einhergehen würde. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz scheint hier sehr viel mehr Verständnis für die Belange des Sportes zu haben, wie aus dieser Tafel der Dauerausstellung im Prinzenhaus hervorgeht.

Aus der Dauersausstellung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz im Prinzenhaus

Aus der Dauersausstellung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz im Prinzenhaus

Daraus geht eigentlich hervor, daß die DSD in der Wiederhersellung der historischen Parkanlage keinen besonderen Aufgabenschwerpunkt sieht. Allein bei der Betrachtung der Seite Denkmale in Not muß klar werden, daß es Projekte mit deutlich höherem Handlungsbedarf gibt.

Soweit ich weiß, läuft der Pachtvertrag zwischen DSD und dem Kreis im Jahr 2012 aus. Sofern der Vertrag nicht verlängert oder neu geschlossen wird, werden die Plöner Vereine und das Gymnasium Schloß Plön eine Sportstätte verlieren, obwohl die vorhandenen Sportplätze weitgehend ausgelastet und Erweiterungen, wie etwa am Ksour Essaf Sportplatz in Stadtheide, nicht durchsetzbar sind. Aufgrund des schwebenden Zustandes sind Investitionen in den nicht mehr zeitgemäßen Umkleideraum am Schloßparkstadion nicht zu vertreten. Daher ist bis auf weiteres auch nicht abzusehen, daß die desolaten Verhältnisse, unter denen sich unsere Kinder dort umziehen und waschen müssen, geändert werden können.

Die Suche nach einer Alternative ist eine Aufgabe, die ernsthaft angegangen werden muß. Der von der CDU zur Diskussion gestellte Standort Apfelgarten ist es sicher nicht. Denn zum einen wurde beschlossen, daß die Stadt den Apfelgarten kauft, um ihn an den Verein der Freunde des Prinzenhausses zu übergeben, die dort in parkartigem Umfeld einen Pavillon zu errichten wollen, zum anderen wird bei diesem Stadort der Weg für unsere Kinder nochmals länger, und auch die Erreichbarkeit für die Vereine verschlechtert sich.

Was mich wundert ist, daß sich bislang weder das Gymansium als Nutzer noch die Elternschaft der Schüler und Vereinskinder zu diesem Thema öffentlich geäußert hat.

Nachtrag (10.03.): Offensichtlich geht es bei der Ersatzfläche nicht um den Apfelgarten auf der Prinzeninsel, sondern um die Obstbaumwiese direkt hinter der neuen Aula am Schiffstal. Bei diesem Standort in unmittelbarer Nähe zur Besiedlung am Plauer Weg sind Probleme mit dem Lärmschutz vorprogrammiert, und er ist so weit vom GSPentfernt, daß ich gar nicht auf den Gedanken gekommen wäre, daß es sich um das Gelände handeln könnte.

Vorträge

In der vergangenen Woche hatte ich die Gelegenheit, zwei Vorträge anzuhören. Zunächst einmal wurde im Schiffahrtsmuseum Flensburg zum Thema “Im Langschiff von Dublin nach Roskilde” vorgetragen. Hierbei berichtete ein Mitarbeiter des Wikingerschiff-Museums Roskilde über Schiffsreisen im Rahmen der experimenteller Archäologie. Das Museum ist einen Besuch wert. In der Nähe befindet sich auch das Lejre Forschungszentrum, das besonders für Familien mit Kindern empfehlenswert ist.
Der zweiter Vortag befaßte sich mit den Plöner Herzögen und fand im Prinzenhaus statt. Vortragende war Frau Dr. Hunzinger. Plön wirbt ja damit, Herzogstadt zu sein. Bislang hat mich der Adel und seine Geschichte nicht sonderlich interessiert, aber im Zusammenhang mit dem Sportplatz im Schloßgebiet wollte ich die Gelegenheit nutzen, mein Wissen über die geschichtlichen Hintergründe ein wenig aufzubessern. Das Wesentliche in Kurzfassung, vielleicht auch ein bischen zu verkürzt und zugespritzt. Aber Friedrich Wilhelm der Große hat sich überlebt mit seiner Ansicht: “Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen”.

Vorab: Alle Plöner Herzöge wurden von den übrigen Fürsten im Lande nicht als Herzöge anerkannt, sie waren somit “abgeteilte Herren“. Der erste, Johann III, siedelte Bauern, die zuvor frei auf ihren Höfen wirtschafteten, auf seinen Vorwerken an. Damit schuf er die Basis für den wirtschaftlichen Erfolg seiner Ländereien. 1622 übernahm sein Sohn Joachim Ernst das Amt. Er verfügte über eine solide Bildung und war vor seiner Amtsübernahme 6 Jahre durch Europa gereist. Sein großes Verdienst ist, daß der seine Ländereien – und auch die Stadt Plön – heil durch die Wirren des 30-Jährigen Krieges brachte, indem er die durchziehenden Heere ausreichend mit “Lösegeld” versorgte, so daß sie auf Plünderungen, Brandschatzungen ect. verzichteten. Darüber hinaus ließ er die alte Burg abbrechen und das Plöner Schloß errichten, wovon die Stadt aus touristischer Sicht noch heute profitiert. Er konnte seinem Erben ein schuldenfreies und wirtschaftlich gesundes Herzogtum hinterlassen. Hans Adolf gilt seit wilhelminisscher Zeit als der bekannteste und beliebteste der Plöner Herzöge. Warum, ist fraglich. Zwar geht auf ihn die Errichtung der Johannis- und Stadtkirche zurück, ebenso wie die Anlegung der Plöner Neustadt, also der Johannis- und Hans Adolf Straße, in der sich seinerzeit religiös Verfolgte zunftfrei ansiedeln konnten, aber er war während seiner Amtszeit 17 Jahre als Feldher unterwegs und zum Ende seiner Amtszeit war das Herzogtum stark verschuldet. Nach seinem Tod 1704 übernahm Joachim Friedrich 1706 das Amt, das er bis 1722 inne hatte. Er verstab ohne männlichen Erben, versuchte aber, seinen Neffen Friedrich Karl als Nachfolger zu verhindern, da er aus einer nicht standesgemäßen Ehe stammte, was ihm jedoch nicht gelang. Karl Friedrich heiratete Christiane Armgardis von Reventlow, mit deren  Geld er erst einmal die Schulden seines Herzogtums beglich. Darüber hinaus hatte er mehrere Kinder mit 2 Mätressen, um die er sich aber väterlich kümmerte. Er ließ auch den jetzigen Schloßpark als Barockanlage anlegen und baute das Lustschloß in Tranenthal aufwendig aus. Darüber hinaus ließ er ein Waisenhaus errichten und er erließ eine Vielzahl von Verordnungen, u.a. zur Regelung des Schulwesens. Besonders hervorzuheben ist die Abschaffung der Leibeigenschaft unter seiner Herrschaft. Da er ohne männliche Erben blieb, ging das Erbe vereinbarungsgemäß an den dänischen König, der im Gegenzug für die Schulden des letzten Plöner Herzogs aufkam.

Ausgehend von dieser fast schon zu lang geratenen Betrachtung lassen sich 2 Bezüge zur heutigen Kommunalpolitik spannen:

1. Die Erstellung eines B-Planes, mit der der historische Charakter der Johannisstraße gesichert werden soll. Über die Aufstellung dieses Planes, verbunden mit einer Erhaltungssatzung und einer Veränderungssperre, soll auf der nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt am 12. März beraten werden.

2. Die Zukunft des Sprotplatzes im Schloßgarten. Hier ist die öffentliche Diskussion neu aufgenommen worden. So wurde vorgeschlagen, den Sportplatz in den Bereich des Apfelgartens zu verlegen.

Ich werde in Kürze weiter darauf eingehen.

Fraktionsseminar in Plau

Das Seminar der Plöner SPD-Fraktion wurde an diesem Wochenende in unserer Partnerstadt Plau am See durchgeführt. Leider konnte ich nicht bereits am Freitag anreisen, da abends die Jahreshauptversammlung des SRSV stattfand. Also ging es am Samstag morgen um 06:30 los. Mein Mitfahrer und ich waren uns schnell einig, daß eine so frühe Abfahrtzeit eigentlich nicht mit dem Biorythmus für einen Samstag vereinbar ist. Pünktlich um 09:00 Uhr waren wir dann auch in Plau und zogen in den Besprechungsraum ein,  den wir dann erst wieder um 18:15 Uhr verlassen haben, von einer Mittagspause einmal abgesehen. In dieser Zeit wurde hart und herzlich um die Themen gerungen, die wir jetzt angehen wollen, nachdem wir im Bereich Stadtentwicklung einige wichtige  Projekte angeschoben haben.
Abends gab es ein Buffet, bei dem dann im geselligen Beisammensein politisches und unpolitisches erörtert wurde. Besonders hervorzuheben ist der hervorragende Service des Ferienpark Heidenholz, für den ich mich an dieser Stelle noch einmal bedanken möchte. Sonntag morgens wurden in 3 Stunden noch Restpunkte abgearbeitet, bevor wir zu einem kurzen Spaziergang durch Plau aufgebrochen sind. Die Stadt ist nicht spektakulär, aber durchaus einen Besuch wert.

In der letzten Woche war ich in Bonn auf Dienstreise. Morgens um  05:10 Uhr am Bahnhof auf den Zug zu warten ist für mich nicht alltäglich.  Aber wieder einmal kam ich zu der Überzeugung, daß Plön den am schönsten gelegenen Bahnhof Deutschlands hat. Eine Dienstreise mit der Bahn hat den Vorteil, daß man die Unterlagen noch einmal in Ruhe durchgehen kann, um sich auf die Besprechung vorzubereiten. Ein wenig speziell ist, daß man, wenn man in Uniform reist, offensichtlich Ansprechpartner für alle Fälle ist. So kaufte ich mir dann erst einmal das Fiftyfifty, eine von Obdachlosen erstellte und vertriebene Zeitung, bevor ich mit einem Pfadfinder auf dem zugigen Bahnsteig über Knoten diskutierte. Im Zug selber mußte ich dann noch einem Touristen mit zwei Euro aushelfen, da er nicht ausreichend Bargeld dabei hatte und seine Kreditkarte offensichtlich nicht funktionierte. Richtig nett wurde es dann, als sich der Personalchef eines kleinen Unternehmens ins Abteil setzte, und wir feststellten, daß wir uns aus einer gemeinsamen Zeit im 3. Ubootgeschwader kannten. So verging die Zeit von Wuppertal bis Hamburg wie im Fluge. Nebenbei, alle Züge waren pünktlich.

Singen im Wald

Die Investorengruppe Seewiesen verbreitet Optimismus, wie in der heutigen KN zu lesen war. Tatsächlich läuft derzeit das Planfeststellungsverfahren für die Herstellung des künstlichen Gewässers, dessen Ausgang völlig offen ist. Im Planfeststellungsverfahren wird auch zu klären sein, wer Eigentümer des Gewässers wird. Die Investoren stellen sich vor, daß sie die Verantwortung und damit vor allem das finanzielle Risiko für die Pflege und den Unterhalt am “Tag X” an die Gemeinden übergeben. Nachdem man dann durch die Vergoldung von Ackerland Geld verdient hat, wird das Risiko vergesellschaftet, der Steuerzahler übernimmt die Haftung.
Erst nach dem Abschluß des Planfeststellungsverfahrens für das Gewässer können Flächennutzungs- und Bebauungsplan weiter bearbeitet werden. Und bis dahin kann sich die Stimmungslage noch weiter gegen dieses unsinnige Projekt gewendet haben, so daß die entgültige Zustimmung der politischen Gremien durchaus offen ist.

Die Zeitung war schneller

Ich habe es in den vergangenen Tagen leider nicht geschafft, von der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt zu berichten. So kam mir die Zeitung heute zuvor.
Im großen und ganzen muß die Sitzung als Erfolg angesehen werden. Unser Antrag für die Entwicklungsplanung der östlichen Innenstadt wurde einstimmig angenommen, lediglich die Passage mit der Selbstbindung der städtischen Gremien an den Plan wurde auf Veranlassung der CDU herausgenommen. Leider gelang es mir nicht zu vermitteln, daß die Selbstbindung der Gremien erst einsetzt, wenn der Plan von der Ratsversammlung genehmigt ist. Es war rein rethorisch nicht meine Stunde. Natürlich ist es wichtig, sich an einen Plan zu halten, wenn man schon einen aufstellt. Aber auch ohne diesen Absatz ist der Beschluß des SteU als Erfolg für die SPD zu werten.
Das gilt auch für den Bereich Lübecker Straße, deren Umgestaltung der SteU ebenfalls einstimmig beschlossen hat. Hierbei geht es erst einmal um die Aufwertung dieses Bereiches. Die Entscheidung, ob dieser Straßenabschnitt als Fußgängerzone, als Spielstraße oder als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen wird, wird erst zu treffen sein, wenn die Entwicklungsplanung für die östliche Innenstadt abgeschlossen ist. In den weiteren Planungsprozeß müssen jetzt die Anlieger frühzeitig einbezogen werden, um Ideen zu sammeln und eine allgemeine Akzeptanz zu schaffen.

Richtig strittig war der Beschluß über die Aufstellung eines B-Planes, einer Gestaltungssatzung und einer Veränderungssperre für den Appelwarder. Hier enthielten sich 2 Mitglieder der CDU Fraktion, ein Brief des Fraktionsvorsitzenden der FWG wurde verlesen. Er enthielt u.a. die Formulierungen Geschmacksdiktatur und wirkte ein wenig fehl am Platz.  Die Aufstellung eines B-Planes und die Veränderungssperre wurden beschlossen, die Gestaltungssatzung wurde aus der Beschlußvorlage für die Aufstellung des B-Planes gestrichen. Die beiden wichtigsten Punkte sind also auf einem guten Weg. Die Veränderungssperre ist im Moment vorrangig, damit nicht durch Abriß Fakten geschaffen werden können, die den Planungsabsichten der Stadt entgegen stehen. Änderungen, die im Einklang mit den Planungsabsichten stehen, können durch die städtischen Gremine dennoch genehmigt werden. Für die Erhaltungssatzung werde ich mich weiter einsetzen. Sie ist, wie Herr Becker vom Bauamt ausführte, Bestandteil des B-Planes und erforderlich, um den Charakter des Straßenbildes zu erhalten. Ein B-Plan regelt lediglich die städtebaulichen Belange. Ist der Erhalt des Straßenbildes gewünscht, und hier waren sich die Mitglieder des Ausschusses mehrheitlich einig, ist eine Erhaltungssatzung erforderlich. Über die weitere Ausgestaltung dieser Satzung wird im Planungsgang abzustimmen sein. Knackpunkt ist im wesentlichen, daß ich der Ansicht bin, daß die zur Straße weisenden Fassaden erhalten werden müssen. Dies schließt Erweiterungen in den rückwertigen Bereich nicht aus. Die Vertreter der CDU, mehrheitlich gefolgt von den Vertretern de FDP und der FWG, bestehen darauf, daß es möglich sein muß, Gebäude auch komplett abreißen zu können.  Hier sind die Bürger sehr frühzeitig in den Planungsprozeß einzubeziehen, dabei wird sicher auch der Wille der Anwohner deutlich werden. Sollte hier der Charakter des Straßenbildes verloren gehen, haben CDU und FWG dies zu vertreten.
Zum Ende mußte ich erstmals den Raum wegen Befangenheit verlassen. Im nichtöffentlichen Teil wurde ein Bauvorhaben besprochen, das Verwandte von mir planen.
Da mein Zug nach Bonn morgen früh um 05:18 Uhr fährt, mache ich erst einmal Schluß für heute.

Mann beißt Hund

Eine Schlagzeile muß kurz und prägnant sein, die Neuigkeit neu. Heute habe ich am Workshop für Pressearbeit in Neumünster teilgenommen. Eine hochinteressante Veranstaltung unter der kompetenten Leitung von Ingo Röske-Wagner, der seine langjährige Erfahrung in der Pressearbeit sehr lebendig vermitteln konnte.

Zuerst wurde auf die Situation der Lokalpresse eingegangen. Früher waren Redaktionsarbeit, Druck und Vertrieb stärker voneinander getrennt, heute sind diese Bereiche enger miteinander verzahnt. Zeitung ist häufig nur noch ein Geschäftsbereich in einem größeren Verlagsumfeld, zum Teil nicht einmal mehr das Kerngeschäft. Am Ende des Jahres muß eine schwarze Zahl in der Bilanz stehen, sonst kann ein Blatt nicht dauerhaft bestehen. Dazu muß Geld verdient werden, und das verdient man mit der Werbung. Sinkende Verkaufszahlen setzen alle Zeitungen unter Druck. Sinkender Umsatz und damit auch sinkende Werbeeinnahmen erzeugen einen Konkurrenzdruck, der sich natürlich auch auf die Redakteure auswirkt. Steigender Arbeitsbelastung und sinkendem Einkommen sind die Realität. Selbstständige freie Mitarbeiter drücken die Löhne. Das Ansehen hat in den vergangenen Jahren gelitten.
Anschließend haben wir uns mit der praktischen Arbeit befaßt. Dabei ging es nicht nur darum, wann man einen Pressekonferenz abhält oder besser eine Pressemitteilung verschickt. Es wurde sehr ausführlich darauf eingegangen, wie Texte richtig aufgebaut, Überschriften entwickelt und Zitate korrekt genutzt werden. Aber es ging noch weiter ins Detail. Nur so viel: wer glaubt, daß Schriftart und Schriftgröße nebensächlich sind, irrt.
Eine wirklich gute und lehrreiche Veranstaltung, die mir bei der weiteren Bearbeitung der Homepage der SPD Plön sicher weiterhelfen wird.

Nebenbei,  ich hätte “Mann beißt Hund” für eine BILD-Überschrift gehalten, es handelt sich aber um einen Film.

Ereignisreiche Woche

Konjunkturpaket durch den Bundesrat.
Auch die von der FDP mitregierten Bundesländer haben heute im Bundesrat für das Konjunturpaket gestimmt. Damit ist der Weg frei für Investitionen, die den Abschwung der Wirtschaft hoffentlich abbremsen oder die Entwicklung sogar umkehren können. Natürlich läßt sich das Programm wie so vieles im Detail kritisieren. Für den Einen enthält es zu wenige Steuersenkungen, ich persönlich finde, daß die Förderung regenerativer Energien zu kurz kommt. Außerdem hofffe ich,, daß auch Plön ein Stück vom Kuchen abbekommt.

Sharia eingeführt.
Im Nordwesten Pakistans wurde in einem eng begrenzten Gebiet die Sharia eingeführt. Ich schließe mich der Einschätzung von Radio Vatikan an. Allerdings kann ich nicht glauben, daß diese Maßnahme die Taliban spaltet. Sie wird diesen Teilerfolg nutzen, um von diesem Rückzugsraum aus in Ruhe weitere Aktionen vorzubereiten.
In dem Zusammenhang habe ich beim Surfen auch die Nachricht gefunden, daß eine Messe für Galileo Galilei gelesen wurde. Ich bin gespannt, wie lange es dauern wird, bis eine Messe für Charles Darwin gelesen wird, dessen Lehre zwar nicht von der Inquisition, aber von der einflußreichen Lobby der Schöpfungsgläubigen angegriffen wird. Mit Befremden habe ich heute im Deutschlandradio hören müssen, daß jeder 6. Lehramtstudent an der technischen Universität Dortmund nicht von der Richtigkeit der Evolutionstheorie überzeugt ist und selbst 7 % der Biologiestudenten glauben, daß die Menschheitsgeschichte mit Adam und Eva angefangen hat.

Am Dienstag hatte wir in unserer Abteilung den Jahresausbildungstag. Wie in den vergangenen Jahren waren wir zu Schießen mit Fremdwaffen, verbunden mit einem Pokalschießen. Dabei konnte ich mit 46 Ringen einen der vorderen Plätze erringen. Anschließend gab es ein geselliges Zusammensein.

Am Mittwoch konnte ich leider nicht zur Ratsversammlung kommen, da es einige private und dienstliche Terminverschiebungen gab. Auf der Ratsvesammlung wurde die Bürgermeister Kinder Medaille an Karin Wandelt, Herbert Becker, Karin Kahlstorf, Christoph Kohrt, Waltraude Rößler und Rolf Witt verliehen. An dieser Stelle herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für die vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit!

Donnerstag war sehr arbeitsreich. Abends habe ich dann noch den Kraftraum in der Kaserne genutzt. Diese Betreuungseinrichtungen werden von den Soldaten und Soldatinnen gut angenommen. Die Räume sind zwar nicht so räpresentativ wie die bei der englischen oder amerikanischen Marine, wo das Niveau anspruchsvoller Fitnesstudios locker erreicht wird, aber die Geräteausstattung läßt nichts zu wünschen übrig.

Heute konnte ich rechtzeitig Dienstschluß machen und war einigermaßen zeitig in Plön. Nach einigen vergeblichen Bemühungen ist es mir gelungen, endlich eine Verbindung mit dem Server aufzubauen, so daß ich die Homepage des Ortsverbandes jetzt pflegen kann.

Morgen werde ich in Neumünster ein Seminar für PressesprecherInnen besuchen. Ich bin mal gespannt. Wenn ich Zeit finde, werde ich ein wenig darüber berichten.

Vermutlich werde ich aber keine Zeit finden, denn Sonntag vormittag mache ich selbst etwas Sport und für den Nachmittag habe ich mich überreden lassen, die Turnierleitung für das Mädchenturnier von Eintracht Plön zu unterstützen.

Für die nächste Woche kündigt sich bereits eine Dienstreise nach Bonn an.

Die besten Kapitäne

Es hat wieder einmal gekracht. Oder nur geschrammelt? Die Spekulationen über den Zusammenstoß der Uboote  HMS Vanguard und FS Le Triomphant schießen nur wenige Stunden nach dem Bekanntwerden ins Kraut. Dabei zeigt sich wieder einmal, daß eine Gemengelage aus Vermutungen und Phantasie selbst im Deutschlandfunk zu unpräzisen Bewertungen führen kann, und es wird vermutlich nicht lange dauern, bis sich Experten finden, die uns den Unfallhergang haarklein erklären können, obwohl sie weit weg vom Geschehen waren.
Fest stehen eigentlich nur drei Dinge: Erstens, die beiden Boote sind zusammengestoßen und zweitens, moderne Uboote sind extrem leise. So leise, daß sie auch mit modernen Sonaren nur schwer geortet werden können. In der Fachpresse wird auch schon mal von einem akustischen Loch im Ozean gesprochen. Und zu guter letzt zeigt sich, daß eine restriktive Pressepolicy, ob beim Militär oder im zivilen Bereich, gut überlegt sein will, da sie bisweilen kontraproduktiv sein kann.
Dieser Link führt auf eine Grafik der MZ-Web. Hier ist eine Grafik gezeigt, bei der als Quelle die DPA genannt ist. In der Grafik werden  jeweils 4 Atomubooten für Frankreich und das Vereinigte Königreich genannt. Auch die FAZ.Net schließt sich dieser Darstellung an. Die Bild bringt diese Meldung ebenfalls ungeprüft (, spricht von einem Drama im Atlantik, weiß von Manövern und fragt, nachdem die Boote in ihren Heimathäfen eingelaufen sind, ob jetzt eine radioaktive Verseuchung des Ozeans droht).  Tatsächlich gemeint sind SSBN, sogenannte Boomer, Boote, die atomar angetrieben und mit ballistische Langstreckenraketen ausgerüstet sind, die wiederum mit einem oder mehreren Nuklearsprengköpfen verfügen.  Beide Nationen besitzen aber zusätzlich noch nuklear angetriebene Jagduboote, die sogenannten SSN, also ebenfalls Atomuboote. Ein Klick auf Wikepedia (Französische Marine / Royal Navy) hätte hier weitergeholfen, auch wenn diese Seite ebenso kritisch gesehen werden muß wie manch andere Informationsquelle. Das Beispiel des neuen Wirtschaftsministers zeigt ja deutlich, wie schnell man dank des Internetnachschlagewerkes zu einem neuen Vornamen kommen kann.
Nun fragen wir mit dem in Marinekreisen durchaus bekannten Paul Senkblei:
“Was lernt uns das?”
1. Übe stets einen kritischen Umgang mit allen Informationsquellen.
2. Was passiert eigentlich mit diesen strategischen Waffen, wenn die Gemeinsame Europäische Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) weiter voran gebracht wird. Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages hilft hier mit seiner Darstellung jedenfalls nicht weiter.
Damit ist im Grunde genommen der Bogen von einer Kollision im Atlantik bis hin zur Europawahl gespannt, und damit genug für heute.

Wochenrückblick / -ausblick

Nach fast zwei Wochen mit zwei Dienstreisen 3 Tagen Urlaub  hatte sich im Büro natürlich einiges angesammelt. Nachdem ich am vergangenen Freitag schon einmal das Wichtigste gesichtet hatte, galt es am Montag, die dringlichste Post abzuarbeiten. Darüber hinaus mußte eine für Donnerstag kurzfristig anberaumte Dienstreise in das Verteidigungsminnisterium vorbereitet werden. Die fachliche Vorbereitung ist dabei nicht so schlimm, wenn man im Stoff steht. Viel Zeit wird aber durch den administrativen Vorlauf verbraucht, Zeit, die anders besser genutzt wäre. Ärgerlich ist es auch, wenn man Zeit damit verschwendet, sich in einem Info-System anzumelden, um dann nach Rückruf bei der IT festzustellen, daß der eigene Account gelöscht wurde und neu beantragt werden muß. Vermutlich ein Problem, mit dem sich mancher User auch im nicht-militärischen Bereich herumschlagen muß. Langer Rede kurzer Sinn: Ich war froh, daß der Termin der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt auf den 23. Februar und der Besprechungstermin in Bonn geschoben wurde.
Am Mittwoch habe ich mich gefreut, daß unser Plöner Kino so relativ gut besucht war. Es lief: Willkommen bei den Sch’tis. Mein Versuch, am Donnerstag in Flensburg ins Theater Pilkentafel zu gehen, scheiterte leider an der geringen Zuschauerzahl von nur 7 Gästen. Die Vorstellung “Westliche Höhe” läuft aber noch ein paar Wochen, und ich bin zuversichtlich, das Stück sehen zu können.
Das nur als Info für alle, die vielleicht Lust haben, noch in die Politik einzusteigen. Arbeit, Politik, Familie und Freizeit lassen sich miteinander vereinbaren.

Im nächten Termin des Ausschusses wird es um mehrere Themen gehen, die ich für wichtig halte.
– Integriertes Entwicklungskonzept für den Berich östliche Innenstadt. Dieser Antrag war bereits für die letzte Sitzung des Ausschusses vorgesehen, er stand aber nicht auf der Tagesordnung und fiel als Dringlichkeitsantrag durch. Dieses Konzept ich wichtig, da das wesentliche Entwicklungspotential der Innenstadt in diesem Bereich liegt. Es schließt den Klincker Teich, den Bahnhofsbereich, die alte Post und den Bereich entlang der Bahnstrecke vom Bahnhof über den Bootshafen bis zum Pastorstieg mit ein. Es geht darum, die z.T. bereits diskutierten Maßnahmen aufeinander abzustimmen. Dieses Anliegen ist m.E. auch erforderlich, da der gültige städtebauliche Rahmenplan aus dem Jahr 82 zwar immer noch gültig ist, aber meines Wissens nie fortgeschrieben wurde, geschweige denn auf seine Umetzung und seine Erfolg hin untersucht wurde.
– Gestaltung Lübecker Straße. Der Bereich ist sehr unvorteilhaft gestaltet. Durch eine Umgestaltung und die damit angestrebte Verkehrsberuhigung ließe sich die Aufenthaltsqualität auch in diesem Bereich verbessern, was den dort ansässigen Geschäften zu Gute käme und das Stadtbild abrunden würde. Mit der Umsetztung dieser Maßnahme würden wir einen Punkt aus unserem Wahlkampfprogramm abarbeiten.
– Die Erstellung eines B-Planes und eine Veränderungssperre für den Appelwarder werden ebenfalls wieder auf der Tagesordnung stehen. Diese Planungen sind bereits mehrere Jahre alt und vorbereitet. Der Appelwarder hat ein erhaltenswertes Straßenbild, das durch einige unpassende Neubauten bereits beeinträchtigt ist. Meine Vorstellungen gehen dahin, zumindest die Fassaden zur Straße hin zu erhalten. Ich finde, daß dies zumutbar ist, denn die Erweiterungsmöglichkeiten in den rückwärtigen Bereich sollen erhalten bleiben. Dies liegt m.E. auch im öffentlichen Interesse. Nun habe ich bereits gehört, eine solche Regelung würde dem Recht auf Eigentum widersprechen. Ich meine, das es das nicht tut, denn mit dem Recht auf Eigentum geht auch eine Verpflichtung des Eigentums einher, und damit sind Regeln, die die Nutzung des Eientums steuern,  durchaus vertretbar.  Und auch in anderen Bereichen, etwa im Straßenverkehr, wird die Nutzung des Eigentums eingeschränkt. So darf ich in einer Tempo 30 Zone auch nicht das volle Geschwindigkeitspotential meines Autos ausnutzen.
– In der Johannisstraße ist die Errichtung einiger Stadthäuser geplant, wie der KN vom 12. Januar zu entnehmen war. Die vormals geplanten Eigentumswohnungen im “Wohncarree Herzog Johann” sind m.E. nicht nur an Marktverschiebungen, sondern auch am Widerstand der Anwohner gescheitert.  Das Problem ist wie in vielen Bereichen Plöns das Fehlen eines Bebauungsplanes. Fehlt ein solcher Plan, darf “ortsüblich” gebaut werden. Und ortsüblich ist ein weiter Begriff, der bereits im Zusammenhang mit dem “Turmbau zu Baden” ausführlich diskutiert wurde. In dem Bereich bedeutet ortsüblich nun einmal ein- und zweigeschossig, es gibt Gebäude mit einer oder mit mehreren Wohnungen. Von daher wird die Initiative der Anwohner auf juristischem Wege voraussichtlich nicht erfolgreich sein.
Im übrigen bin ich davon überzeugt, daß die Aufsiedlung von Baulücken und die Bereitstellung von modernem Wohnraum in Nähe zum Zentrum – und nicht auf der Seewiese vor der Stadt – der richtige Weg ist.

Heute Abend

Heute läuft in unserem Astra Kino der Film
Die Entdeckung der Currywurst.
Netter Film, die verlinkte Kritik der FAZ trifft den Kern.
Von mir gibt es 4 von 6 Sternen.

Was die Kommunalpolitik angeht, muß ich mich nach einigen Abwesenheitstagen erst einmal wieder auf einen aktuellen Stand bringen.
Der Artikel in der KN am Samstag hat ja schon einmal aufgezeigt, wo es lang gehen kann. Nun kommt es darauf an, Mehrheiten zu finden.

Noch nicht ganz zurück

Vorige Woche war ich auf einer kurzfristig anberaumten Dienstreise in Italien. Leider blieb mir keine Zeit für ein touristischen Begleitprogramm, noch war das ganze drum herum sehr italienisch, denn die Kaserne, in der ich wohnte, war überwiegend amerikanisch geprägt. Das Wetter war auch nicht besonders frühlinghaft, und der Regen in Italien ist nicht angenehmer als bei uns. Neapel scheint mir kein Reiseziel für Ende Januar zu sein.
Aus Italien zurück haben wir uns ein verlängertes Wochenende gegönnt. Ein beweglicher Ferientag und SchiLf (Schulinterne Lehrerfortbildung) machten es möglich. Die Dresdner Hütte ist ein ausgezeichneter Ausgangspunkt zum Skilaufen auf dem Gletscher im Stubaital. Hervorzuheben ist die ausgesprochen kundenfreundliche Regelung der Gletscherbahn und des Skiverleihs, die für Tage, an denen aus Witterungsgründen kein Skibetrieb möglich ist, Gutschriften ausstellen. Aufgrund des Schneesturmes gab es dann auch einen Tag mit ausgibigen Meier- und MauMau Runden. Darüber hinaus ist es mir gelungen, ein über 500 seitiges Buch zumindest zur Hälfte zu lesen. Kaum zurück, ging es auf die nächste Dienstreise, diesmal nach Rostock. Da meine Unterkunft die Möglichkeit bietet, sich in ein Netz einzuloggen, besteht zum einen die Möglichkeit, die Mails der vergangenen Tage abzuarbeiten, zum anderen ergibt sich die Möglichkeit zum bloggen. Am Wochenende bin ich dann wieder ganz in Plön zurück. Und damit genug für heute.

Neues aus dem Ausschuß

Die Sitzung des SteU lief nicht besonders gut. Der Antrag zur Erstellung eines B-Planes, einer Veränderungssperre und einer Erhaltungssatzung für den Appelwarder wurde von der CDU und FDP geblockt, da ihnen die Unterlagen nicht zugegangen sind. Dies ist ein wenig verwunderlich, denn die Verwaltung konnte glaubhaft machen, daß die Vorlage per Post verschickt wurden. Von daher ist die Verärgerung der übrigen Fraktionen zwar zu verstehen, der Sache dient die Verschiebung der Angelegenheit jedoch nicht. Es ist sehr bedauerlich, daß eine Planung, die schon seit über 2 Jahren  in der Schublade der Verwaltung (aus verschiedenen Gründen) ihrer Bearbeitungsreife entgegenwartet, so weiter verzögert wird, zumal jetzt akut die Gefahr besteht, daß nach ersten Eingriffen
in den vergangenen Jahren neue Eingriffe unmittelbar bevorstehen. Damit ginge der bereits beeinträchtigte Charakter des Straßenbildes unweigerlich verloren. Das wäre schade, den es ist das einzige in Mittelholstein noch erhaltene Beispiel des Reformbauwesens aus den zwanziger Jahren.

Der Antrag zur Einleitung einer Objektplanung für den Bereich Lübecker Straße wurde ebenfalls nicht zugestimmt. Dieser Punkt war in der Tagesordnung nicht berücksichtigt, er sollte per Dinglichkeitsantrag dort aufgenommen werden.  Leider stimmten die anderen Fraktionen dem nicht zu. Auch hier standen Befindlichkeiten im Vordergrund, vor allem wurde bemängelten, daß man erst morgens aus der Zeitung von dem Anliegen erfahren habe. Zu einer wesentlichen inhaltlichen Diskussion kam es in Folge nicht. Das ist bedauerlich, denn wenn sich herausstellt, daß diese Maßnahme über das Investitionsprogrammm gefördert werden könnte, wäre das Vorliegen einer fertigen Planung für die Beantragung von Mitteln absolut hilfreich.

Letztendlich wurde aus ähnlichen Gründen der Antrag abgelehnt, eine Entwicklungsplanung für den Bereich östliche Innenstadt zu beauftragen. Auch hier ist es bedauerlich, daß die Entscheidung darüber auf die nächste Sitzung des SteU vertagt wird, denn meines Erachtens ist es wichtig, den gesamten Bereich gründlich zu beplanen, damit die verschiedenen Vorhaben in diesem Gebiet aufeinander abgestimmt werden können. Dies gilt besonders auch für den Bereich Klinkerteich, in dem Investitionsentsccheidunge anstehe. Die Planungen für den Bereich sind immer noch durch den Städtebaulichen Entwicklungsplan unverbindlich festgelegt. Dieser Plan stammt aus dem Jahr 1982 und wurde meines Wissens seither weder auf seine Umsetzung noch auf die Wirksamkeit hin überprüft und entsprechend weiter entwickelt. .

Ausschuß für Stadtentwicklung und Umwelt.

Morgen tagt der Ausschuß für Stadtentwicklung und Umwelt. Dabei wird es natürlich wie immer eine Einwohnerfragestunde geben. Anschließend wird über die Aufstellung eines B-Planes für den Bereich Appelwarder beraten. Dieser Straßenzug entstand in den zwanziger Jahren im Rahmen des Reformwohnungsbaus. Sein besonderer Reiz liegt in der zum Teil noch erhaltenen ursprünglichen Ausgestaltung, und das, obwohl bereits mehrere Grundstücke mit Gebäuden bebaut wurden, die sich nicht in das Straßenbild einfügen. Nunmehr stehen mehrere Häuser in dieser Straße zum Verkauf, und ein Makler wirbt bei seinen Kunden damit, daß in diesem Gebiet kein Bebauungsplan existiert und damit im ortsüblichen Rahmen gebaut werden dürfe. Der Abriß weiterer Siedlungshäuser und die Errichtung von Neubauten würde den Charakter dieser in Mittelholstein einzigartigen Straße endgültig zerstören. Daher wird angestrebt, mit dem Beschluß für die Aufstellung eines Bebauungsplanes gleichzeitig eine Veränderungssperre wirksam werden zu lassen. Ich bin davon überzeugt, daß die Erhaltung der Fassaden zur Straße hin eine absolut vertretbare Maßnahme ist, da sich die Siedlungshäuser in einem baulich guten Zustand befinden und die großen Grundstücke im Gartenbereich und zum See hin ausreichend Anbaumöglichkeiten bieten.
Darüber hinaus werden durch die SPD Fraktion voraussichtlich zwei weitere Anträge eingebracht, an deren Zustandekommen ich mitgewirkt habe.
Der erste Antrag hat die Umgestaltung der Lübecker Straße zum Ziel. Der Bereich von der Einmündung Gänsemarkt bis zum Marktplatz lädt nicht wirklich zum Verweilen und Bummeln ein, besonders, weil der Autoverkehr hier viel schneller fließt als es wünschenswert wäre. Der asphaltierte Straßenbelag und die zur Verkehrsberuhigung aufgestellten und bepflanzten Betonelemente sind keine Zier. Es ist seit langem das erklärte Ziel der SPD in Plön, hier Veränderungen herbeizuführen. In unserem Wahlprogramm haben wir uns die weitere Verkehrsberuhigung als Ziel gesetzt. Mit unserem Antrag wollen wir die Voraussetzung schaffen, daß hier mit den Arbeiten begonnen werden kann, sobald Mittel aus dem Konjunkturprogramm der Regierung für städtebauliche Maßnahmen zur Verfügung stehen.
Der zweite Antrag wird sich voraussichtlich mit dem Bereich der östlichen Innenstadt befassen. Grundlage der Planungen von der Johannisstraße bis zur Lütjenburger Straße ist der “Städtebauliche Rahmenplan für den Bereich der Innenstadt” aus dem Jahr 1982. Er ist zwar nicht verpflichtend, aber er war in der Vergangenheit ein brauchbares Instrument für die Gremien und die Verwaltung. Nach über 25 Jahren trägt er naturgemäß nicht mehr allen Entwicklungen Rechnung. Während die städtebauliche Entwicklung im Bereich Lange Straße weitgehend abgeschlossen ist, sehe ich im Bereich vom Lübschen Tor bis zum Klinkerteich noch erhebliches Entwicklungspotential. Dies schließt die verschiedenen möglichen Projekte für die ehemalige Post, den Bereich entlang der Bahnstrecke, den Bereich des ZOB und des Bahnhofs sowie das in der Diskussion befindliche Gewerbegebiet am Klinkerteich mit ein. Um hier eine “Briefmarkenplanung” für einzelne Vorhaben zu vermeiden, die dann nicht aufeinander abgestimmt sind und sich in der Wirkung gegenseitig beeinträchtigen, halte ich die Aufstellung eines Entwicklungsplanes für den Bereich östliche Innenstadt für wichtig. Und eine aktualisierte Planung ist wichtig, denn sie ist die Grundlage für das Einwerben von Fördermitteln.

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