Weihnachtsmarkt und Blues Hut

Meine Lieblingsweihnachtsmärkte sind der Weihnachtsmarkt vor dem Plöner Schloß und das Weihnachtsdorf auf dem Südermarkt in Flensburg. Dort habe ich bereits am Donnerstag „angepunscht“.
131201_Weihnachtsmarkt_PloenDas Anleuchten in Plön am Freitag konnte ich aus persönlichen Gründen nicht rechtzeitig erreichen. Dafür war ich gestern auf dem Vorplatz des Schlosses, mußte aber feststellen, daß 21:15 Uhr zu spät ist. Heute war ich etwas pünktlicher und konnte das Wochenende bei einem netten Gespräch, einer Grillwurst und zwei Glühwein mit Amaretto ausklingen lassen.

Für das nächste Wochenende daran denken: 22 Plöner Geschäftsleute sammeln für die Opfer des Sturms auf den Philippinen. In dem Zusammenhang geben die „All Star Blues Reaktors“ ein Wohltätigkeitskonzert im Geckos. Der Blues Hut geht rum und es wäre schön, wenn er so richtig voll wird.

Kummer und Sorgen für einen Moment vergessen

Es gibt einige Dinge, die einen für einen kurzen Moment Kummer und Sorgen vergessen lassen. Eins ist zum Beispiel ein Besuch bei der Plöner Speeldeel, die übernächstes Wochenende den Dreiakter „Keen toletzt lacht“ auf die Bühne bringen wird. Dafür habe ich gerade Karten bestellt.
Ein anderes ist der Besuch der Sitzungen des Planungsverbandes Seewiesen. Der hat heute getagt, von dort komme ich gerade her, darüber möchte ich berichten.

Ein ganz wesentlicher Punkt für mich ist immer die Einwohnerfragestunde. Obwohl ich stellvertretendes Mitglied bin, habe ich im Planungsverband keine Rederecht, wenn ich nicht vertrete. Ich darf auch im nichtöffentlichen Teil nicht anwesend sein.
Das ist aber nicht ganz verkehrt, denn das erlaubt Vermutungen, die ich nicht äußern könnte, wenn ich am nichtöffentlichen Teil teilnehmen dürfte und der Verschwiegenheitspflicht unterliegen würde.

In meiner ersten Frage erkundigte ich mich, ob die Stellungnahmen des Landes und des Kreises zur Planungsanzeige bereits vorliegen würden.
Antwort: Die Planungsanzeige wurde über den Kreis an das Land weitergegeben, die Stellungnahme des Kreises liegt nachrichtlich vor, die Stellungnahme des Landes steht noch aus.
Weiterhin fragte ich nach, ob die der nächste Verfahrensschritt, die frühzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange, eingeleitet werden soll, bevor die Stellungnahme des Landes vorliegen würde, ob dann noch ein ergebnisoffenes Verfahren möglich sei (Tagesordnungspunkt Ö 6) und ob die Mitglieder des Planungsverbandes über den Inhalt der Stellungnahme informiert seien.
Antwort: Die Stellungnahme des Kreises wäre intern und nicht öffentlich, über den Inhalt der Stellungnahme würden die Mitglieder im nicht-öffentlichen Teil informiert. Die frühzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange würde heute nicht beschlossen, es müsse noch nachgebessert werden.
Daher kann ich zu dem Vorgang vorerst nur Vermutungen äußern, wobei eins klar sein dürfte. Es ist keine Frage, ob die Stellungnahme zu dem Vorgang verheerend ausgefallen ist, die Frage ist, wie verheerend?

Ein anderer, sehr wesentlicher Punkt der Tagesordnung war die Präsentation der Folgekostenabschätzung, die ich in der Vergangenheit immer wieder gefordert habe. Es macht mich allerdings nachdenklich, wenn eine solche Berechnung von dem Planer durchgeführt wird, der auch an der Planung für das Baugebiet beteiligt ist. Damit sind Interessenüberschneidungen zumindest nicht ausgeschlossen.

In der Einleitung zum Thema Folgekosten wurde gesagt, daß die Berechnung mit den Instrumenten durchgeführt wurden, die auf der Internetseite „www.was-kostet-mein-Baugebiet.de“ zur Verfügung gestellt sind. Gleichzeitig wurde betont, dass die Ergebnisse keine Berechnung, sondern bestenfalls eine Abschätzung mit begrenzter Aussagekraft sind.
Hätte ich Rederecht gehabt, hätte ich angemerkt: „Stimmt, denn die Fragen, um die es geht, lassen sich nur mit Nutzung des Modells FIA beantworten, und das gibt es nicht für lau, das macht das Büro, und das muss man dafür bezahlen.“

Im Verlauf der Präsentation wurde klar, dass nicht unerhebliche Kosten entstehen. Besondere für die Grünanlagen sowie die Außen- und Innenerschließung.
Die nachfolgende Grafik zeigt die Gesamtkosten, die über einen Zeitraum von 40 Jahren aufsummiert wurden.
131126_Vergleich_VariantenDie braune Linie zeigt die Kostenentwicklung unter Berücksichtigung der Grünanlagen. Die Sprünge in der Linie werden durch regelmäßig alle 15 – 20 Jahre anfallende Kosten für den Unterhalt der technischen Anlagen und Straßen hervorgerufen.
Mit der Begründung, dass die Grünflächen extensiv genutzt werden sollen und dies deutlich kostengünstiger sei, wurden die Kosten für die Grünanlagen herunter gerechnet. Das Ergebnis ist die blaue Linie.
Meine Anmerkung dazu wäre gewesen: „Gibt es nachvollziehbare Zahlen, die einen Vergleich der Kosten für intensive und extensive Grünflächenbewirtschaftung in unserem konkreten Fall zulassen und wie sehen die aus?“

Um die Plausibilität der Berechnungen zu untermauern, wurde zum Vergleich die Berechnung eines ähnlich großen Baugebietes in Niebüll (B-Plan 57) durch die grüne Linie dargestellt.
Meine Anmerkung hierzu: „Die Ähnlichkeit der Linien erklärt sich aus dem Rechenmodell, die Baugebiete sind aber so unterschiedlich, daß hier vermutlich Äpfel und Birnen verglichen werden.“

Interessant ist natürlich die Frage, welche Kosten auf Stadt und Gemeinde zukommen, welche Kosten der Investor übernimmt und welche Kosten auf die Allgemeinheit oder die neuen Bürgerinnen und Bürger verteilt werden. In dieser Sitzung wurde meines Wissens auch erstmals die Frage leicht gestreift, wie die Kosten zwischen der Stadt Plön und der Gemeinde Rathjensdorf aufgeteilt werden sollen. Einer der Rathjensdorfer Vertreter freute sich jedenfalls, als er feststellte, dass die kostentreibenden Grünflächen fast ausschließlich auf Plöner Gebiet liegen.

Auf Wunsch von Bernd Möller (Plön, Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt) wurde die folgende Folie noch einmal gezeigt.
131126_PlgV_BeispielHierbei handelt es sich um eine Berechnung für das Modell-Wohngebiet Wachtberg des Deutschen Institut für Urbanistik (Hier geht es zur Beschreibung der betreffenden Publikation), das keinen realen Bezug zum geplanten Baugebiet Seewiesen hat.
Anhand dieser Folie erläuterte Herr Bernd Möller, dass die Kosten für die innere und äußere Erschließung (rot bzw. braun dargestelltes Feld in der rechten Säule) vom Investor getragen würden. Der Investor bestätigte dies mündlich und durch zustimmendes Kopfnicken. Offenbar bestanden bezüglich der äußeren Erschließung Zweifel in der Runde der Verbandsmitglieder, aber auf Nachfrage wurde sowohl von der Verwaltung wie auch vom Investor bestätigt, dass dies die Straße von der B 76 bis zum geplanten Kreisel in Tramm, also die äußere Erschließung, mit beinhalten würde. Ich hoffe, dass meine Erinnerung mich hier nicht trügt. Weiterhin erklärte Bernd Möller, dass der Kostenblock Sozialinfrastruktur (in der rechten Säule weiß dargestellt, die linke Säule steht für die Einnahmen) – wie im Vortrag erwähnt – entfallen würde, da keine neuen Kindergartenplätze gebaut werden müssten.
Mit der Feststellung, die Kosten für soziale Infrastruktur würden entfallen und damit wäre man mit den Kosten der äußeren und inneren Erschließung im „grünen Bereich“, forderte Bernd Möller, einen Haken an die Berechnung zu machen.
(Mit diesem Haken hätte der Planungsverband die Berechnung als Grundlage für die weitere Planung gebilligt)

Dem mochte die Teamleiterin 30, Frau Kricheldorff aus der Plöner Verwaltung, so nicht folgen. Sie empfahl, die Berechnung zur Kenntnis zu nehmen und im weiteren Verfahren auszudifferenzieren.
Das wird dann so wohl auch im Protokoll erscheinen.

Der Ansatz, eine Entscheidung zum Thema Folgekostenberechnung Seewiesen auf Basis einer Grafik zum Modell-Wohngebiete Wachtberg herbeizuführen, ist aus meiner Sicht völlig verfehlt. Obwohl, ich hätte mich gefreut, denn diese Entscheidung wäre den Planern im weiteren Verfahren vermutlich um die Ohren geflogen.
Viel richtiger wäre nach meiner Einschätzung, jetzt eine klare Fragestellung zu den Folgekosten zu formulieren, etwas Geld in die Hand zu nehmen und ein unabhängiges Büro mit der Berechnung im konkreten Fall zu beauftragen, und zwar ausdifferenziert für die Stadt Plön und die Gemeinde Rathjensdorf. Damit hätte man eine sehr viel bessere Entscheidungsgrundlage als auf Basis einer als Schätzung erkannten Schätzung und der Grafik zu einem Modell-Wohngebiet.

Partei- und Fraktionsaustritt

Ich bin vor einigen Tagen aus der SPD ausgetreten und habe heute dem Bürgervorsteher mitgeteilt, dass ich die SPD Fraktion am 10. Dezember verlassen werde.

Ich bin in die Kommunalpolitik gegangen, um Sachpolitik für Plön zu machen, mein Schwerpunkt lag dabei immer auf dem Gebiet Stadtentwicklung, Städtebau und Umwelt.

Nach eine durchaus erfolgreichen Anfangsphase (Beauftragung eines Entwicklungskonzeptes für die östliche Innenstadt, Ausbau Lübecker Straße, Sanierung der Schwimmhalle und Anbau des Kleinkinderbereiches, Verhinderung des Projektes Seewiesen in der Variante mit Gewässer und Lärmschutzwall, Verhinderung des Marktzentrums am Klinker Teich und des DANA Komplexes in der Hamburger Straße) zeigte sich, dass es innerhalb der Fraktion erhebliche Unterschiede in der Auffassung zur Führung des Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt sowie zu dessen inhaltlicher Arbeit gibt.
Die unterschiedlichen Auffassungen führten in Folge zu einer unüberbrückbaren Zerrüttung des Verhältnisses zwischen der Fraktionsführung und mir, die eine weitere Zusammenarbeit unmöglich macht.

Ich beabsichtige, auch zukünftig städteplanerische und städtebauliche Vorhaben konstruktiv, und wo es erforderlich ist, kritisch zu begleiten. Darüber hinaus will ich mich weiterhin für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger in meinem Wahlbezirk einsetzen. Daher werde ich mein Mandat weiter ausüben.

Ich bin nach wie vor der Auffassung, dass die Fraktion der SPD in der Ratsversammlung eine im Vergleich mit den anderen Fraktionen gute Arbeit leistet und trotz fehlender eigener Mehrheit die Kommunalpolitik in Plön maßgeblich mitgestaltet. Ich wünsche der Fraktion, dass sie ihre Arbeit erfolgreich fortsetzten und sich nach meinem Ausscheiden in vollem Umfang auf die Themen konzentrieren kann, die jetzt zur Beratung anstehen.

Ludendorff, ein großer Plöner ?

Ich gehe gerne in Museen. So war ich vor einiger Zeit im Deutschen Historischen Museum (DHM) in Berlin, wo noch bis zum 16. Februar eine Sonderausstellung zum 200sten Jahrestag der Völkerschacht bei Leibzig gezeigt wird.

Um es gleich voranzuschicken, ich mag unser Kreisheimatmuseum. Es es gibt dort sehr interessante Ausstellungsstücke, allerdings bin ich der Meinung, daß zum Teil andere Schwerpunkte gesetzt werden sollten. Das habe ich in meinem Beitrag vom 11. Juni 2011  bereits durchklingen lassen.
Mir ist dabei völlig klar, daß bei einer personellen Besetzung mit nicht einmal zwei Vollzeitstellen keine Wunder zu erwarten sind, und die fordere ich auch gar nicht ein.
Ich möchte auch darum bitten, diesen und noch folgende Beiträge nicht als persönlichen Vorwurf zu verstehen. Vielmehr geht es mir darum, die Geschichte der Kadettenanstalt als Teil der Plöner Geschichte ein wenig mehr ins Bewußtsein zu rücken. Sie hat nur wenig mit der „Lustigen Schlittenfahrt“ zu tun, die das Stadtmarketing in diesem Jahr als Motiv für den Weihnachtskalender ausgewählt hat. Dies ist auch nicht als Kritik an der Auswahl des Motives zu verstehen.

Zur Vorgeschichte. Bei meinem vorletzten Besuch im Kreisheimatmuseum habe ich mir erstmals die Ausstellung über die Kadettenanstalt in Plön aufmerksam angesehen, die in der hinteren rechten Ecke der Eingangshalle ihr Dasein fristet.
Mit einiger Verwunderung habe ich feststellen müssen, dass dort General Ludendorff als „Grosser Plöner“ bezeichnet wird.

Nun ist es so, daß mir die Ludendorffer schon seit vielen Jahren ein Begriff sind. Dabei handelt es sich um einen eingetragenen Verein, der als Bund für Gotterkenntnis einem neugermanischen Weltbild anhängt, als rechtsextremistisch gilt und offenbar vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Nach der Lektüre des Buches „Das Dogma des Vernichtungskrieges“ von Jehuda Wallach, in dem sich der Autor mit dem Einfluß des Ideengebäudes von Clausewitz auf den Deutschen Generalstab auseinandergesetzt hat, ist mir die Rolle von General Ludendorff im Ersten Weltkrieg – bereits hier propagierte er den totalen Krieg – vor einiger Zeit erst richtig bewußt geworden. Sein Wirken während der Weimarer Republik ist mehr als zweifelhaft, er kann zu Recht als einer ihrer Totengräber und als Wegbereiter des Nationalsozialismus gelten. Aber dazu in einem späteren Beitrag.

Ich habe der Landrätin meine Bedenken mitgeteilt und bekam als Antwort einen Brief vom Vorsitzenden des Museumsvereins. Als Reaktion auf meine eMail wurde eine ergänzende Tafel in der Ausstellung angebracht. Aber auch dazu mehr in einem späteren Beitrag.

Andere „Große Plöner“ sind General Kurt von Schleicher, der während des Röhm-Putsches von den Nationalsozialisten ermordet wurde sowie Generaloberst Kurt von Hammerstein – Equord, der dem Umfeld des militärischen Widerstandes gegen Hitler zugerechnet werden kann, womit ersichtlich wird, dass hier eine differenzierte Betrachtung angebracht ist.

Ich konnte die Auffassung, daß die Ausstellung in sich schlüssig sei, nicht in vollem Umfang teilen, auch die Erläuterungen in dem bereit gehaltenen Faltblatt erscheinen mir nicht geeignet, die Ausstellung und ihr Thema in vollem Umfang in den historischen Kontext einzuordnen. Daher habe ich mich des Themas ein wenig angenommen. Dazu das ein oder andere in späteren Beiträgen.

Die Polizei kommt

Heute Abend um 21:00 spielt Poleece, eine „Police-Cover-Band“ im Geckos. Der Eintritt beträgt 6,– Euro.
Kleiner Nachrag vom 24. November:
Das Konzert war mit über 50 Gästen gut besucht. Die Stimmung war super und man merkte den Musikern die Spielfreude an. Bleibt zu hoffen, dass sich das Geckos neben der Alten Schwimmhalle als Veranstaltungsort eablieren kann.

Offene Drohung oder gut gemeinter Rat?

Ich habe am 30. Oktober 2013 eine EMail erhalten, die unter anderem folgende Sätze enthielt:

„Wir versichern, dass wir über die Jahre (leider) auch Erfahrung darin haben, Menschen in die Schranken zu verweisen und finanziell und hinsichtlich ihres Rufes empfindlich zu treffen“

„Wir haben es seit Jahrzehnten mit Generationen von Lokalpolitikern zu tun, die sich im Rahmen der Verfolgung ihrer ureigensten Interessen an uns und unseren Gutachten abarbeiten und dabei manchmal auch über die Stränge schlagen.“

„Wir sind viel zu erfahren und kompetent, als dass wir uns leichtfertige oder von einem Kommunalpolitiker leicht zu entdeckende Fehler in unseren Gutachten erlauben würden“

Die gesamte EMail war durchzogen von einem ungeheuer herablassenden Tenor. In Verbindung mit dem ersten zitierten Satz, den ich nicht anders verstehen kann als die Androhung eines schwerwiegenden Übels, war völlig klar, dass diese EMail so nicht unbeantwortet bleiben kann. Daher habe ich dem Gutachterbüro Anfang November per EMail ein Gesprächsangebot unterbreitet, auf das ich bis heute keine Antwort erhalten habe.
Ich habe mich zwischenzeitlich ua. auch rechtlich beraten lassen und nach reiflicher Überlegung entschieden, die kommunale Familie über die EMail zu informieren und den Vorgang öffentlich zu machen.

Hohe Hürde für die Seewiesen ?

Am 26. November tagt der Planungsverband Seewiesen. Das nehme ich zum Anlass, noch etwas zur letzten Sitzung des Planungsverbandes zu schreiben, der bereits am 22. Oktober 2013 stattgefunden hat.

Soweit ich informiert bin, hat die Verwaltung die Planungsanzeige Anfang Oktober über den Kreis an die Landesplanungsbehörde geschickt. Jetzt wäre es interessant zu wissen, wie die Stellungnahmen des Kreises und der Landesplanung aussehen. Bereits im vorhergegangenen, gescheiterten Planungsvorhaben Seewiesen mit See fielen die entsprechenden Stellungnahmen so verhalten aus, dass sie vom kundigen Leser nur als Ablehnung verstanden werden konnten.

Seither haben sich die Rahmenbedingungen geändert.
– Die Einwohnerzahl Plöns ist nach dem Mikrozensus nach unten korrigiert worden,
– die Bevölkerungsentwicklungsprognose wurde ebenfalls nach unten korrigiert und
– die gesetzlichen Rahmenbedingungen haben sich seit Mitte September geändert.

Danach muß vor einer Überplanung von landwirtschaftliche genutzten Flächen oder von Wald ermittelt werden, ob im Innenbereich noch Bauflächen zur Verfügung stehen. Das ist sowohl für Rathjensdorf, wo noch ein planerisch abgesichertes Entwicklungspotential für ca. 20 Wohneinheiten besteht, wie auch für Plön zu bejahen. So konnten trotz der gebetsmühlenartig wiederholten Aussage, in Plön gäbe es kein Bauland, neue Wohneinheiten geschaffen werden. Beispielsweise sind hier die ca. 20 neuen Reihenhäuser in der Rodomstorstraße zu nennen. Darüber gibt es weiteres Potential. Nach dem Abriß des Gerberhofes ist hier die Schaffung von ca. 10 Eigentumswohnungen geplant. Weitere, noch nicht öffentliche Planungen sehen im Innenbereich die Schaffung von ca. 85 Wohneinheiten vor. Daneben gibt es immer noch, wenn auch nicht mehr viele, unbebaute Grundstücke in Stadtheide.

Die Aussage, dass diese Hürde leicht übersprungen werden könne, zweifel ich an.

Ob die Stellungnahmen des Kreises und des Landes mittlerweile vorliegen, ist mir nicht bekannt. Interessant zu wissen wäre auch, ob die frühzeitige Behördenbeteiligung bereits initiiert wurde. Wurde dieser Schritt eingeleitet, bevor die o.g. Stellungnahmen vorlagen, liegt der Schluß nahe, dass hier kein ergebnisoffenes Verfahren durchgeführt wird.
Es würde mich aber nicht wundern, da ich schon lange den Eindruck habe, dass sich Teile der Plöner Verwaltung und Selbstverwaltung durch die Rathjensdorfer Politik vor sich her treiben lassen.

Ich begrüße es sehr, dass eine Folgekostenrechnung durchgeführt werden soll, zumal das ist eine alte Forderung von mir ist. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass mit der Folgekostenrechnung nicht das Büro beauftragt wird, das auch die Planung des Baugebietes durchführt. Von daher wage ich schon jetzt die Prognose, dass der Öffentlichkeit ein positives Prüfergebnis präsentiert wird. Eine Folgekostenrechnung durch ein unabhängiges Büro wäre aus meiner Sicht besser gewesen.

Auch das Protokoll von der vorgezogenen Bürgerbeteiligung im Frühjahr – es ist nicht vorgeschrieben, wurde aber mehrfach zugesagt – liegt immer noch nicht vor. Einige werden sich erinnern, dass den Verantwortlichen in Plön, anders als in Rathjensdorf, eine Stimmung aus Skepsis und schroffer Ablehnung entgegen schlug.

Wieder einmal ein Hackerangriff

In den letzten 14 Tagen wurde meine Seite 2 Mal Ziel eines Hackerangriffes.
Bei ca. 200 Besuchern sind 2000 Zugriffe auf die Seite ungewöhnlich viel. Ein Blick in die Statistik zeigte, dass hier ganz gezielt auf die Anmeldeseite zugegriffen wurde. Das spricht eindeutig für einen Angriff.131116_Hackerangriff_02

 

Mit dem Ausschuß unterwegs

Selent ist ja eigentlich eher für das Bloomburg-Desaster sowie die kommunalpolitischen Irrungen und Wirrungen über die Ansiedlung einer Massagepraxis bekannt. Es gibt dort aber auch eine Freie Schule, die nach den Erziehungsprinzipien von Maria Montessouri arbeitet. Morgen, am Samstag, werden wir uns vom Ausschuß für Gesellschaftliche Angelegenheiten vor Ort über die Freie Schule informieren.
Ich persönlich stehe – trotz aller seiner Schwächen – voll hinter dem öffentlichen Schulsystem und betrachte Privatschulen jeder Art mit einer gehörigen Portion Skepsis. Das gilt auch für pädagogische Konzepte wie Waldorf oder Montessori. Ungeachtet dessen ist mir natürlich auch klar, daß es eine Vielzahl unterschiedlicher Wünsche und Vorstellungen gibt, die Eltern im Bezug auf die Erziehung ihrer Kinder haben.
Ich halte das für legitim, was so auch aus meinem Beitrag über das 20-jährige Jubiläum des Plöner Waldorf-Kindergartens hervorgeht. Allerdings bin ich der Auffassung, daß es ganz klare Grenzen geben muß, die sich am Kindeswohl orientieren. Diese Grenzen wurden für mich z.B. mit der ALCATRAZ Veranstaltung im Jahr 2011 klar überschritten.

Funkstille ?

Jetzt breche ich einmal die Funkstille. Am Wochenende hatte ich einiges um die Ohren, einschließlich der tätigen Mithilfe bei einem Umzug. die letzten beiden Tage war ich auf Dienstreise. Die letzten beiden Stunden habe ich damit verbracht, die bis eben ca. 100 ungelesenen EMails zu bearbeiten.

Natürlich habe ich sowohl den ALDI-Standort wie auch das Projekt Seewiesen auf der Liste.

Zum Thema Aldi Standort habe ich folgende Links zugeschickt bekommen: www.welt.de_Deutschen-Kunden-vergeht-die-Lust-an-Aldi-und-Lidl
Interessant ist der Hinweis, dass ALDI mittlerweile auch Markenprodukte in das Sortiment nit aufnimmt. Damit – und auch mit der Präsentation der Ware – verändert sich der Charakter vom Discounter hin zum Vollversorger.
Untermauern läßt sich diese Einschätzung durch ein Zitat aus
Standortmuster von Lebensmitteldiscountern – eine systematische Betrachtung am Beuspiel Schleswig Holstein von Prof. Dr. Ulrich Jürgens, Geographisches Institut der Universität Kiel:
„So hat sich die Sortimentsbreite auch bei Aldi über die letzten Jahrzehnte mehr als verdoppelt. Neue Warengruppen wurden aufgenommen, die den convenience-Charakter stärken oder Kopplungseinkäufe zwischen food- und (ständigen oder Aktions-) non food-Sortimenten auslösen. Andere Sortimente nahmen auch infolge des technischen Fortschritts (wie Kühl- und Gefriertruhen sowie Brotbackautomaten) an Tiefe deutlich zu. Die demographischen Trends zunehmender Pluralisierung, Singularisierung und life-style-Prägung spiegeln sich in variableren Sortimentsgrößen, individueller Warenabpackung bei Obst, Gemüse oder Bäckereiwaren und „ethicalfood“ wider.“

Je mehr Verkaufsfläche, um so mehr nimmt eine Filiale den Charakter eines Vollversorgers an und tritt damit in direkte Konkurrenz zum Sky-MArkt in der Innenstadt. Es geht beim Standort Lütjenburger Strasse nicht nur um 470 qm Verkaufsfläche mehr oder um „800 qm oder 1020 qm Verkaufsfläche, auf 200 qm mehr kommt es mir nicht an, aber das Gebäude ist häßlich … .“. Werden die aktuellen Vorstellungen umgesetzt, entsteht hier ein Markt mit einer ganz neuen Qualität, der nach meiner Auffassung erhebliche schädliche Auswirkungen auf die Innenstadt haben und die Situation im zentralen Versorgungsbereich über die Jahre weiter schleichend verschlechtern wird.
Ich bleibe dabei, außerhalb des zentralen Versorgungsbereiches maximal 800 qm für Discounter, so wie es auch im Einzelhandeltskonzept der CIMA festgehalten ist.
Esthetische Fragen müssen da erst einmal in den Hintergrund treten.

Und zum Thema letzte Sitzung des Planungsverbands Seewiesen wollte ich mich auch noch äußern, vor allem, weil der Planungsverband am 26. November erneut tagen wird.

All Star Blues Reactors

Heute Abend um 21:00 Uhr spielen die All Star Blues Reactors im Gecko (ehem. Prinzen). Wer Rock und RnB (den richtigen, nicht das, was Rihanna und Consorten so singen) mag und auch mal über einen schrägen Ton hinweghört, ist bei dieser Band aus Plön richtig aufgehoben.
Auf jeden Fall wünsche ich dem Geckos und den All Stars ein großes, vor Begeisterung tobendes Publikum.

tricky

Heute wurde das 13. Flensburger Kurzfilmfestival eröffnet. Ich hatte das Glück, noch Karten für den Filmblock „tricky“ zu bekommen. Besonders gut gefallen hat mir der polnische Streifen „Lost Sense“ von Marcin Wasilewski. Sehr eindrucksvoll auch „Womens Letter“ von Augusto Zanovello. Das wären meine Spitzenreiter, wenn es für den Trickfilmblock eine Wertung gegeben hätte. Für den Platz drei hätte ich auch zwei Anwärter. Zum einen „Marcel, King of Tervuren“ von Tom Schroeder und „Happily ever after“ von Yonni Aroussi und Ben Genislaw. Dieser Film ist auf Youtube in voller Länge zu sehen. Auch wenn er im Kino eindrucksvoller ist, viel Vergnügen:

Transparenz noch mal !

In der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt (SteU) stand das Thema „Neubau und Erweiterung der ALDI – Filiale an der Lütjenburger Straße“ als TOP 5 auf der Tagesordnung.
In den vergangenen Tagen habe ich mich bereits dazu geäußert. Meine Kritik richtete sich gegen zwei Punkte:

1. Die Veröffentlichung des Verträglichkeitsgutachtens, ohne die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt diesbezüglich vorab zu informieren und damit faktisch eine Vorfestlegung zu treffen.

2. Meiner Meinung nach bestehende fachlichen Schwächen des Gutachtens.

Damit verbunden habe ich die Vermutung geäußert, dass das Vorgehen bezüglich der Veröffentlichung so gewählt wurde, um eine Vorfestlegung zu erreichen und das Gutachten möglichst ohne größere Diskussion im SteU oder den Fraktionen durchzuwinken. Diese Vermutung wird durch den Beschlussvorschlag in der Verwaltungsvorlage erhärtet. Dort heißt es wörtlich:
„Der Ausschuss nimmt das Ergebnis des Verträglichkeitsgutachtens zur Kenntnis und wird das Vorhaben weiterhin positiv begleiten.“
Ich hefte es mir als Erfolg an die Fahne, dass dieser Beschluss nicht gefasst wurde. Das Gutachten wird nunmehr in die Fraktionen zur weiteren Beratung gegeben. Das wäre von vorn herein der richtige Weg gewesen.

Die Kernpunkte meiner Kritik habe ich vorgetragen und darum gebeten, sie zu Protokoll zu nehmen. Sie entsprechen den Punkten 1 bis 4 in meinem Beitrag vom 28. Oktober 2013.

Ich werde immer wieder mit dem Vorwurf konfrontiert, ich sei gegen alles. Das ist nicht korrekt, und das habe ich im Ausschuss auch so klar zum Ausdruck gebracht. Es wäre für mich kein Problem, wenn sich der ALDI Markt im Rahmen der im Einzelhandelskonzept der CIMA enthaltenen Vorgaben entwickeln würde. Dort ist für Discounter eine maximale Verkaufsfläche von 800 qm vorgesehen. Das wäre planungsrechtlich völlig unbedenklich und für die Stadtentwicklung verträglich. In meinem Beitrag vom 30. Oktober habe ich aus dem Einzelhandelskonzept der CIMA zitiert. Die Zitate sprechen für sich.

Dagegen bin ich, dass wir für viel Geld Gutachten erstellen lassen, um sie knapp zwei Jahre danach mit neuen Gutachten für viel Geld auszuhebeln, weil uns das alte Ergebnis nicht mehr passt. Und das alles nur, um ein für die Stadt schädliches Vorhaben durchzudrücken.

Das Gutachten wurde offenbar von der Teamleiterin 30, Frau Kricheldorff zur Veröffentlichung im Netz freigegeben, um Transparenz zu schaffen. Zumindest hat der Vorsitzende des SteU, Herr Bernd Möller, nicht geäußert, dass dieses Vorgehen mit ihm abgestimmt war. Es wurde von Seiten der Verwaltung argumentiert, dass es in der Vergangenheit immer der Wunsch des Ausschusses war, Transparenz zu schaffen und Informationen schnell zugänglich zu machen.

Bezüglich meiner Auffassung, welche Informationspflichten die Verwaltung gegenüber den Mitgliedern des Ausschusses hat, wollten mir meine Kolleginnen und Kollegen offenbar nicht folgen. Zumindest haben sie sich – mit Ausnahme des Vorsitzenden Bernd Möller, der eine entgegenstehende Auffassung vertrat – zu diesem Thema nicht geäußert. Sie sind offenbar damit zufrieden, sich wesentliche Informationen aus dem Internet zusammenzusuchen zu müssen. Mein Verständnis von der Wahrnehmung meines Amtes sieht anders aus.
Besonders absurd war der Vorwurf des Vorsitzenden, es ginge mir um Privilegien. Absurd, weil er selber an der Quelle sitzt und wohl besser informiert ist als jeder oder jede andere im SteU.

Es ist eine Binsenweisheit, dass sich politische Prozesse über Informationen steuern lassen. Hierzu hat jeder eigene und andere Möglichkeiten. Bisweilen wird beklagt, dass ich einen Blog betreibe und was ich alles veröffentlichen würde. Natürlich nutze ich meinen Blog, um politische Prozesse darzustellen, zu hinterfragen und meine Meinung dazu zu äußern. Damit sind meine Aktivitäten und Positionen für jeden nachlesbar und nachvollziehbar. Das ist mein Beitrag zur Transparenz. Im Übrigen steht es jeder und jedem frei, einen eigenen Blog zu betreiben. Außerdem besteht die Möglichkeit, meine Beiträge im Blog direkt zu kommentieren (Siehe die Kommentare aus dem Mai 2008) Ich nutze die Freischaltfunktion lediglich, um den Blog von weltanschaulichen Spinnereien oder SPAM freizuhalten. Darüber hinaus habe ich bereits in Einzelfällen angeboten, Namensartikel in meinem Blog zu veröffentlichen. Dieses Angebot möchte ich erweitern. Wer Interesse daran hat, hier eine Gegendarstellung zu veröffentlichen oder seine Meinung zu einem bestimmten Thema zu äußern, ist dazu herzlich eingeladen. Ein einrückfähiger Textbaustein per EMail an ingobuth (ät) gmx (punkt) de, das reicht.