Spannender Wahlabend

Gerade habe ich im Radio die erste Wahlprognose gehört. Danach steht uns wohl ein spanender Wahlabend bevor, bei dem es um die Frage geht, ob die FDP und /oder die AfD den Einzug in den Bundestag geschafft haben.Von der Antwort auf diese Frage hängt vermutlich ab, welche Koalition die Regierung bilden kann. Selbst die Möglichkeit, dass die CDU ohne Koalitionspartner regieren kann, ist wohl nicht völlig ausgeschlossen.

Mein erster Eindruck:
Den ersten Berichten zu Folge hat die CDU stark hinzugewonnen, was ich in der Form nicht erwartet habe. Sie wird zu Rect bahaupten können, die Wahl gewonnen zu haben. Die SPD konnte leicht zulegen. Ob es für eine Regierungsbeteiligung reicht, ist völlig offen. Gewinnenn sieht anders aus, verlieren allerdings auch. Eindeutige Verliegerin ist die FDP, die nach massiven Verlusten um den Einzug in den Bundestag bangen muß. Die Linke scheint drittstärkste Partei zu werden, was mich ein wenig überrascht. Die Grünenn habn leicht verloren, das überrascht mich nicht. Sollte die AfD den Einzug in den Bundestag schaffen, kann sie als zweite Gewinnerin angesehen werden. Da die CDU stark hinzugewonnen hat, ist im Momnet schwer abzuschätzen, in wie weit die Stimmen für die AfD zu Lasten der CDU gingen.

Wählen gehen !

Heute Abend konnte man sich über das kulturelle Angebot in Plön nicht beklagen. Aus verschiedenen Gründen habe ich es nicht zum Theater Zeitgeist geschafft, dafür traf ich in der Pause noch rechtzeitig vor dem zweiten Set bei Conna Nyabonyo und van blue music im Restaurant Alte Schwimmhalle ein. FAntastische Musikerinnen und Musiker, ein richtig gutes Konzert, aber leider kaum mehr Gäste als Künstler. Schade.

Anschließend machte ich noch einen Abstecher ins Geckos. Fast wäre ich rückwärts wieser rausgegangen, da die Musik überhaupt nicht meinen Geschmack traf. Dann traf ich aber noch zwei Bekannte und nach einem Bier wurde die Musik besser und der Abend doch noch ganz vergnüglich. Besonders gut gefiel mir, dass der DJ dazu aufrief, heute zur Wahl zu gehen.

Blog mal wieder

Heute hatten wir bei Edeka in Stadtheide und am Markt die letzten beiden Infostände vor der Wahl am morgigen Sonntag. Nach dem CDU und FDP ihre Stände in der Stadt abgebaut hatten, beendeten auch wir den aktiven Teil des Wahlkampfes. Nach wie vor bleibt es spannend, eine Prognose fällt mir schwer. Ich vermute, dass vieles davon abhängen wird, wie viele Stimmen die AfD vom rechten Rand der CDU abziehen kann und ob die FDP über ihre Leihstimmenkampagne wieder in den Bundestag einziehen kann. Darum: Wählen gehen.

Im Anschluß waren wir noch auf einen Kaffee bei Steenkamp. Ich konnte es mir nicht verkneifen, noch einmal das Brüderle zu machen und in die Niederungen des „Altherrenwitz“ abzugleiten. Das ist die Freiheit, die ich nicht meine. Obwohl, manchmal reizt es doch zu sehr, sich über die political Correctness hinwegzusetzen.

Auf dem Weg nach Hause wurde ich in der Fußgängerzone gebeten, doch mal wieder zu bloggen. Gesagt, getan. Und wenn es die Zeit erlaubt, setze ich mich wieder dran. Ich habe noch ein paar schöne Bilder und zwei oder drei Themen in der Pipeline.

Zum Abschluss noch drei Veranstaltungstips:
20:00 Theater Zeitgeist präsentiert in der Aula Chin Meyer „Der Jubel rollt“
21:00 Restaurant alte Schwimmhalle: Blues
Später am Abend: Disco im Geckos, ein Kieler DJ soll auflegen.
Und die Ü30 Party steigt in der Fegetasche.

Meine erste Schulverbandsversammlung

Ich bin gestern aus privaten Gründen erst sehr spät nach Hause gekommen. Im Auto konnte ich die Ergebnisse der Landtagswahl in Bayern hören. Die vergleichsweise hohe Wahlbeteiligung kam offenbar der CSU zu Gute, die sich zu Recht als Wahlsieger sehen kann.
Immerhin gelang es der SPD, Stimmen hinzuzugewinnen.
Die Grünen und die Freien Wähler haben Verluste hinnehmen müssen. Schwer gebeutelt hat es die FDP, die den Einzug in den Bayrischen Landtag verpasste.
Wenn man die Gewinne der CSU als „landestypisch“ und damit „a-typisch“ ansieht und davon ausgeht, dass sich eine solche Entwicklung im Bund nicht in diesem Ausmaß wiederholen wird, kann man sich über die Zugewinne der SPD freuen und diese als gutes Zeichen ansehen. Sollte die FDP auch den Einzug in den Bundestag verpassen, ist noch einiges offen. Obwohl die CDU eine eigene Zweitstimmenkampagne (Merkelstimme) führt, rechne ichaber  damit, dass ausreichend viele Unionswähler nach diesem Ergebnis der FDP mit ihrer Zweitstimme in den Bundestag verhelfen.
Das schwache Ergebnis der Grünen liegt im Bundestrend, und wie sich die Stimmen der Freien Wähler in der Bundestagswahl auf die übrigen Parteien verteilen, kann ich nicht beurteilen.
Noch ist also nichts entschieden, nach wie vor kommt es auf jede Stimme an.

Heute, am Montag, werde ich als Vertreter an der Sitzung der Schulverbandsversammlung teilnehmen. Dazu habe ich mich gerade durch eine als „Streng Vertraulich“ gekennzeichnete Vorlage gearbeitet und das Protokoll der letzten Sitzung gelesen.
Aus dem öffentlichen Teil des Protokolls:

Die Regionalschule „Am Schiffsthal“ wird zum 1. August 2014 in eine Gemeinschaftsschule umgewandelt. Hiermit wird das Schulgesetz sinngemäß umgesetzt. Gymnasien und Gemeinschaftsschulen werden zukünftig als weiterführende Schulen bestehen.
Wir erinnern uns: Die Stimme des Plöner Bürgermeisters war seinerzeit ausschlaggebend für die Einrichtung einer Regionalschule. Er hatte sich damit sowohl über den mehrheitlichen Elternwillen wie auch über die mehrheitliche Empfehlung der Ratsversammlung hinweggesetzt. Rein rechtlich war sein Abstimmungsverhalten allerdings nicht zu beanstanden, da er diesbezüglich nicht gebunden war.

Die Offene Ganztagsschule in Plön ist ein Erfolg. Sie wird von 180 Schülerinnen und Schülern genutzt, davon sind 75 Grundschulkinder. Die Kinder aus den Grundschulen verteilen sich wie folgt:
Breitenauschule: 49 Kinder
Rodomstorschule: 26 Kinder.

Die Offene Ganztagsschule in Ascheberg nahm im Untergeschoss der Turn- und Sporthalle ihren Betrieb auf, nachdem die dortigen Räume grundlegend renoviert wurden. Hier werden 67 Kinder durch eine hauptamtliche Erzieherin sowie sechs Kursleiterinnen betreut.

Der Mikrozensus wird sich auch auf den Schulverband auswirken. Nachdem die Einwohnerzahl von Plön deutlich nach unten korrigiert wurde, werden auch die finanziellen Beiträge der Stadt zum Schulverband absinken, was für die Umlandgemeinden eine stärkere Belastung nach sich zieht. Da ist es nur ein schwacher Trost, daß sie in den vergangenen Jahren von der überhöhten Zahlungen der Stadt profitieren konnten.

Letzte Runde

Gestern hatten wir von der SPD unseren Infostand erneut am Marktplatz aufgebaut. Unsere Bundestgskandidatin Birgit Malecha-Nissen war ebenso vor Ort wie unsere Landtagsabgeordnete Regina Poersch. Gefühlt war an unserem Stand deutlich mehr los als bei der FDP. Von der CDU oder den GRÜNEN war nichts zu sehen.

Tanz unterm Vulkan

Der Vesuv ist besonders durch seinen Ausbruch im Jahr 79 nC. bekannt, der mehrere tausend Menschen das Leben kostete und Neapel die Ausflugsziele Pompeji und Heraklioneum beschert hat.
130910_00_VesuvVon Hauptbahnhof in Neapel kommt man mit der S-Bahn Circumvesuviana (einfache Fahrt 2,20 Euro) nach Ercolano Scavi. Der Versuch, mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Vesuv zu fahren, so wie der Reiseführer es empfiehlt, schlug fehl, die Linie ist eingestellt, wenn es sie überhaupt jemals gegeben hat. Bevor man sich auf Schusters Rappen auf den Weg macht, sind 10,- Euro für die Hin- und Rückfahrt mit dem „Vesuvioexpress“ gut angelegtes Geld. Natürlich mißtraut man den Mitschnackern, die einem gleich vor dem Bahnhof das Ticket für den Bus und den Eintritt für den Vesuv für 20,– Euro andrehen wollen. Zu Unrecht, wie sich zeigt, der Zutritt zum Kraterrand ist in der Tat kostenpflichtig.
130910_01_VesuvioexpressDie letzten 600 Meter vom Parkplatz bis zum Gipfelweg sind zwar gut ausgebaut, aber relativ steil und schweißtreibend. Die Aussicht wäre sicher super gewesen, wenn die Wolken den Blick freigegeben hätten.

Anders als für die Fahrt zum Vesuv kann man sich die Fahrt zur Ausgrabung von Herakulineum (3,– Euro) schenken, denn die 400 Meter vom Bahnhof zur Ausgrabungsstätte lassen sich problemlos zu Fuß bewältigen. Herakulineum wurde wie Pompeji durch den Vulkanausbruch 79 n.C. unter meterdickem Lavagestein verschüttet. Ungeachtet dessen und wohl wissend, dass der Vesuv über kurz oder lang erneut ausbrechen wird, ist die Ausgrabungsstätte von einer dichten Wohnbebauung umringt. Bleibt zu hoffen, dass der nächste Ausbruch so rechtzeitig vorhergesagt wird, dass eine Evakuierung rechtzeitig eingeleitet werden kann.
130910_02_WohnbebauungDie Ausgrabung in Herakulineum ist deutlich kleiner als die im bekannteren Pompeji, dafür sind die Gebäude besser erhalten und vermitteln einen guten Eindruck vom Leben des wohlhabenden römischen Bürgertums, wie dieses Mosaik und die Wandbemalung des Esszimmers zeigen.
130910_03_NeptunmosaikDas Frischwasser wurde über große Distanzen über Aquädukte in die Orte geführt, wo es über Bleileitungen in die Häuser geleitet wurde. Wenn die Aussagen der Fremdenführerinnen stimmen, führte die Nutzung des einfach zu verarbeitenden Schwermetalls zu einer schleichenden Bleivergiftung der Nutzer. Noch schwerwiegender war wohl die Praxis, dem lagernden Wein Blei zuzugeben, da der hierdurch einen besonderen, süßlichen Geschmack erhielt. Auf diesem Bild sind drei nebeneinander laufende Wasserleitungen aus Blei zu sehen.
130910_04_BleirohreDurch den Einsatz von Zement war es durchaus möglich, mehrgeschossig zu bauen. Die Nutzung von Zement ist sicher eine Errungenschaft der römischen Zivilisation, deren Bedeutung in der Bau- und Technikgeschichte völlig unterbewertet wird. Hier das Bild der Ruine eines dreigeschossigen Gebäudes.
130910_05_DreigeschosserDas Ausgrabungsgebiet ist nur in Teilen zu besichtigen. Einige Bereiche sind wegen Restaurierungsarbeiten (Orange), andere wegen des Mangels an Aufsichtspersonal (Olivgrün) für den Besucher gesperrt. Leider konnte man den Eindruck gewinnen, dass der Schutz des Weltkulturerbes vor der Witterung oder auch vor Beschädigungen durch Besucher nur unzureichend ist.
130910_06_LageplanZum Abschluss noch ein letztes Bild
130910_07_Statuen

Zu spät

Dieser Beitrag hätte schon vor ein paar Tagen, auf jeden Fall vor der Ratsversammlung am gestrigen Mittwoch erscheinen sollen. Leider gab es im Urlaub keine vernünftige Möglichkeit ins internet zu gehen.

Das Nahverkehrskonzept sorgte für eine Presseerklärung der FWG, die am Samstg in der Presse stand. Was ist das Problem? Zurzeit ist der Bahnhof in Plön ein Kontenpunkt. Die Züge aus Lübeck und Kiel halten gleichzeitig, tagsüber jeweils um Viertel vor und Viertel nach. In Folge ist die Koordination des Busverkehrs vom und zum Plöner Bahnhof sehr einfach.
Mit dem neuen Fahrplan soll die Fahrzeit zwischen Kiel und Lübeck beschleunigt werden. Ziel ist eine Fahrzeit von unter 60 Minuten. Das ist grundsätzlich gut, hat aber für Plön zwei negative Konsequenzen. Erstens werden die Züge jetzt zu unterschiedlichen Zeiten eintreffen und abfahren, zweitens werden nicht mehr alle Züge auf dem Weg nach Kiel in Preetz halten. Zum einen wird es also schwieriger, die Busse zu koordinieren. In wie weit der Kreis, der für den Busverkehr zuständig ist, hier eine bürgerfreundliche Regelung findet, bleibt erst einmal abzuwarten. Problematischer wird der Verzicht auf den Halt in Preetz, denn er trifft all die Kinder und Jugendlichen, die von Plön nach Preetz zur Schule pendeln, und zwar Berufsschüler, Fachgymnasiastinnen und Gymnasiasten gleichermaßen. Ob hier ein entsprechender Busverkehr eingerichtet wird, um diese Auswirkung zu kompensieren, halte ich für unwahrscheinlich.
Aus den oben genannten Gründen hat der SteU seine Bedenken gegen den Nahverkehrsplan geäußert und der Ratsversammlung empfohlen, hiergegen eine Resolution zu verfassen und zu verabschieden. Der Beitrag der FWG hierzu waren zwei Stimmen im SteU, in der Presse liest sich das aber anders. Man könnte den Eindruck gewinnen, als würde es sich um eine Initiative der FWG handeln.
Vermutlich sind die Aussichten auf Erfolg gering. Mehr Erfolgschancen wären gegeben, wenn sich die Preetzer Schulen über den Schulverband und den Kreis als Schulträger zusätzlich gegen die Änderung stark machen.
Nebenbei Nahverkehr. So sieht es aus, wenn Ubahnstationen modern gestaltet werden.
130908_Metro_01Ob hierbei bewusstseinserweiternde Substanzen im Spiel waren, will ich gar nicht erst fragen.
130908_Metro_02Die Ubahnstationen liegen in Neapel. Nachfolgend noch ein paar Bilder aus dem archäologischen Museum. Eines der bekanntesten Kunstwerke der Ausstellung ist das Alexandermosaik. Geht man aufmerksam durch die Sammlung, findet man weitere sehr schöne Austellungsstücke, wie z.B. das Bild dieser Katze, die mit einem Vogel spielt
130908_Archaeologisches_Katzeoder diesen Fisch.
130908_Archaeologisches_FischGut gefallen hat mir auch die Musikantengruppe.
130908_Archaeologisches_SpielmaennerNeben zahlreichen Mosaiken gibt es auch eindrucksvolle Wandmalereien.

Diese Stück stammen alle aus Pompeji, das 79 nC. bei einem Ausbruch des Vesuv verschüttet wurde.

Sehr beeindruckend ist auch der große Saal mit seiner beeindruckenden Decke.
130908_Archaeologisches_DeckeIch habe auch keine Angst, seitdem ich gesehen hab, dass in unserer Unterkunft nicht nur die VDE Normen penibel eingehalten werden, sondern auch die heilige Elektra über die Sicherheit der elektrischen Anlage wacht.
130908_heilige_Elektra

Birgit klopft an !

Vorgestern war die SPD Bundestagskandidatin Freu Dr. Birgit Malecha-Nissen auf Wahlkampftour in Plön. Der Infostand war auf der Verkehrsinsel Ecke Appelwarder / Brückenstraße aufgebaut. Birgit zog von dort aus los und begab sich auf Hausbesuch. Begleitet wurde sie von Plöner Genossen, einem Fotografen und einer jungen Journalistin der Deutschen Presse Agentur. Die Reaktionen der Wählerinnen und Wähler waren sehr unterschiedlich, sie reichten von aufmunterndem Zuspruch über freundliches Desinteresse bis hin zu schroffen Ablehnung.
Kopie von 130905_Birgit_Klopft_an_Netz_klIch hatte in meinem Blog und im Plönbook auf den Termin hingewiesen. Die Lokalpresse ist ja mit der Veröffentlichung von Veranstaltungsterminen in Plön im Allgemeinen und von Wahlkampfterminen im Besonderen ja recht zurückhaltend. Ich verfolge Face- bzw. Plönbook regelmäßig, nicht zuletzt, um mir ein Bild von der Stimmungslage zu machen und ggf. Themen aufzugreifen, die Plön betreffen und dort hochkommen, wie zum Beispiel vor zwei Jahren, als das Stadtbuchtfest auf der Kippe stand.
Mit meinem Hinweis habe ich in Plönbook eine Kommentarkette losgetreten. Andre Jargusch (CDU/Junge Union), selber Opfer eines kleinen Shitstorms, als er in der Kommunalwahl Wahlkampf auf Plönbook betrieb, beklagte sich, dass sich niemand beschweren würde, wenn ich dort auf den Termin hinweisen würde. Aus vielen Kommentaren geht eine kaum verhohlene und bedenkliche Politikverdrossenheit hervor. Ein Beitrag weist auf den Wahl-O-Mat hin.
Einfach einmal ausprobieren.

Ab ins Darwineum

130904_Darwineum_Netz_kl_Galapagos – Schildkröte. Die Galapagos-Inseln waren eine bedeutende Station auf der Weltreise von Charles Darwin.

Ich hatte schon vor einiger Zeit vom Darwineum in Rostock gehört und mir vorgenommen, es einmal zu besuchen. Vor kurzem war es so weit.

Das Darwineum hat seinen Namen von Charles Darwin, dem Begründer der Evolutionstheorie. Es besteht im Grunde genommen aus drei Teilen. Im ersten Ausstellungsbereich wird auf die Entstehung der Erde, aber vor allem auf die Entstehung des Lebens eingegangen. Die verschiedenen Ausstellungsräume sind modern und sehr ansprechend eingerichtet und auch für kleinere Kinder gut geeignet, da vor den Terrarien Stufen angebracht sind.
130904_Darwineum_02_Netz_klDie einzelnen Ausstellungsräume sind in einem Kreis um einen zentralen Platz herum angeordnet und beinhalten Modelle und großzügig ausgelegte Terrarien mit verschiedenen zum Thema passenden Tieren. Darüber hinaus gibt es Informationstafeln, die für den flüchtigen Besucher zu ausführlich, für den interessierten Besucher zu kurz gehalten sind. Ein echter Kompromiss, passend für mich, da ich nicht viel Zeit hatte. Im Übergang zum zweiten Teil des Gebäudekomplexes ist eine Ausstellung über die Entwicklung des Menschen zu sehen. Hier hätte ich mir ein paar zusätzliche Ausstellungsstücke wie Steinwerkzeuge oder Kultgegenstände gewünscht.
130904_Darwineum_03_Netz_klGlaswelse

Beim zweiten Teil handelt es sich um die Tropenhalle, die im Wesentlichen aus sehr großzügigen Gehegen für die Gorillas und Orang-Utan besteht. Ich habe bisher keine besseren Anlagen dieser Art gesehen. Die Gehege haben einen Zugang nach draußen, wo sich sehr große Freigehege befinden, die durch Wassergräben voneinander getrennt sind. In die Wasserflächen hinein ragen Halbinseln, auf denen der Besucher zu gedeckten Beobachtungsständen gehen kann. Leider hatte der Akku zu dem Zeitpunkt bereits seine Entladeschussspannung erreicht, so dass ich leider kein Bild davon habe.

Der dritte Teil besteht aus einem Kino, einer Ausstellung zur sozialen Evolution und einem sehr schön eingerichteten Gastronomiebereich, in dem es ein reichhaltiges Angebot zu vernünftigen Preisen gibt.

Das Darwineum liegt im Rostocker Zoo. Der Zoo selber ist ebenfalls einen Besuch wert. Er verfügt über historische und zum Teil denkmalgeschützte Bau- und Gartenanlagen, gleichzeitig aber auch über sehr moderne und ansprechende Gehege. In einigen Bereichen sind Relikte der ehemaligen DDR zu erkennen, die auf jeden Fall erhaltenswert sind, da sie dem Zoo einen ganz eigenen Charme verleihen. Andere Gebäude wie etwa das Aquarium werden in den kommenden Jahren sicher noch ausgebaut oder erneuert.
130904_Darwineum_04_netz_kl_Der Kulan ist ein asiatischer Esel, dessen Bestände stark gefährdet sind. Es gibt vermutlich nur noch 900 Tiere dieser Art.

Insgesamt ist der Rostocker Zoo ein lohnendes Ausflugsziel. Auch wenn er ca. 180 km von Plön entfernt liegt, ist er ist über die Autobahn A20 selbst bei verhaltenerFahrweise in knapp zwei Stunden gut zu erreichen.

Der Besuch ist übrigens auch allen Evolutionsleugnern und Evolutionsleugnerinnen empfohlen.

Mit Birgit Malecha-Nissen von Tür zu Tür.

Morgen, am Mittwoch, dem 4. September zwischen 16:00 und 18:30 wird unsere Bundestagskandidatin Dr. Birgit Malecha-Nissen Ihren „Von Tür zu Tür“ Wahlkampf im Bereich Appelwarder, Brückenstraße und Knivsberg fortsetzen. Das Infomobil wird vor der katholischen Kirche stehen. Hier besteht dann die Gelegenheit, persönlich mit Birgit ins Gespräch zu kommen.
Das Angebot gilt natürlich für alle Plöner Wählerinnen und Wähler.

Ich würde mich freuen, wenn Sie/Ihr diese Gelegenheit nutzen würden/-t, sich/Euch ein eigenes Bild von unserer Bundestagskandidatin zu machen.

Über die Endgültigkeit von Entscheidungen und die Halbwertzeit von Konzepten

Im SteU vom letzten Mittwoch ging der Ausschussvorsitzende im Teil öffentliche Berichte noch einmal auf die Problematik Klosterstraße ein. Mehrere Ausschussmitglieder hatten berichtet und später in EMails angemerkt, dass die Pflasterung der Parkplätze mit Granit nicht teurer gewesen wäre als die Lösung mit Klinker, so wie sie jetzt erfolgt. Damit verbunden war die Aussage, dass die Lösung sicher auch mit dem Innenministerium, das einen Teil der Kosten über die Städtebauförderung trägt, schnell abzustimmen wäre, das diese Lösung bereits einmal in einer früheren Genehmigung vorgesehen war.
Nachfragen beim Innenministerium im Anschluss an die letzte Sitzung des SteU haben ergeben, dass dies nicht so sein soll. Das Genehmigungsverfahren müßte noch einmal durchlaufen werden. Dies wäre aber in Anbetracht der bereits laufenden Maßnahmen nicht mehr zu vertreten.

Ich finde es gut, dass hier noch einmal nachgefragt wurde, um Zweifel auszuräumen, denn ich vertrete nicht die Auffassung, dass einmal getroffene Entscheidungen konsequent weiter verfolgt werden müssen. Neue Erkenntnisse erfordern eine neue Bewertung, und weicht das Ergebnis der Bewertung von einem einmal getroffenen Beschluß ab, ist es nicht nur sinnvoll, sondern geboten, eine neue, auch abweichende Entscheidung zu treffen. Die Aufgabe des Projektes Einkaufszentrum Klinkerteich ist ein gutes Beispiel für dieses Vorgehen. Im Einzelhandelskonzept wurde ganz klar ausgesagt, dass jede Ansiedlung von Handel mi Verkaufsflächen von über 800 Quadratmetern außerhalb des zentralen Versorgungsbereiches (im wesentlichen Lübecker Strasse, Markt und Fußgängerzone) für die Entwicklung der Innenstadt schädlich ist. Konsequenterweise wurden die Planungen daraufhin beendet, obwohl sie bereits weit fortgeschritten waren. Im Anschluss waren sich alle Fraktionen einig, an den Ergebnissen festzuhalten, um eine Konzentration des Handels im Bereich der Innenstadt zu realisieren.

Wenn jetzt die CIMA beispielsweise die Aussagen des Einzelhandelskonzeptes überprüfen würde, dürfte es aus meiner Sicht nicht darum gehen, bestehende Standorte zu überprüfen und schönzurechnen, ob dort nicht auch größere Märkte mit über 800 Quadratmetern realisierbar sind. Die wirkliche Frage ist, ob die fachliche Begründung, die dazu geführt hat, dass der Parkplatz Stadtgrabenstraße aus dem zentralen Versorgungsbereich herausgenommen wurde, obwohl man ihn – so die damalige Aussage der CIMA – auch hätte mit hinein nehmen können, noch zutreffend ist. Wenn es solche Gründe denn überhaupt gegeben hat.

Äh

Natürlich habe ich das Fernsehduell zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück gesehen. Der Einstieg von Peer Steinbrück wirkte etwas unsicher, so dass nichts Gutes zu erwarten stand. Er aber auch Angela Merkel, gingen zunächst nicht auf die Fragen ein, sondern gaben erst einmal ein Statement ab. Das war sicher nicht im Sinn der Sache, taktisch aber klug, und ist damit verzeihlich.
In der nachfolgenden Diskussion gewann Peer Steinbrück dann deutlich an Sicherheit und Profil. Er fasste sich deutlich kürzer, seine Aussagen wirkten erheblich präziser. Dieser Eindruck scheint auch beim Publikum entstanden zu sein, wenn man das Zwischen- und Endergebnis in der nachfolgenden betrachtet, das nach den Meinungsumfragen in der anschließenden Sendung vorgestellt wurde. Nervig fand ich, dass die Moderatorinnen und Moderatoren mit schöner Regelmäßigkeit dem Kandidaten und der Kandidatin immer wieder ins Wort fielen.
Die 90 Sekunden Abschlussstatement sind Peer Steinbrück für mein Empfinden ein wenig zu pathetisch geraten, die 90 Sekunden von Angela Merkel waren richtig schwach.
Der ARD-Bewertung Punktsieg für Peer Steinbrück will ich mich gerne anschließen. Der Wahlkampf ist noch nicht gelaufen, es kann noch spannend werden.

Nach dem Duell traf sich dann – zumindest in der ARD – die unvermeidbare Diskussionsrunde. Edmund Stoiber „ähte“ in seinem ersten Satz gleich 26 mal, erstaunlicherweise tat Anne Will es ihm nach und kam in ihrem ersten, wesentlich kürzerem Satz auf acht „Ähs“ oder „Ehms“. Ebenso erstaunlich, Paul Breitner brachte nicht ein einziges „Äh“, genau wie Frank-Walter Steinmeier, was aber nicht so überraschend ist.

Eigentlich wollte ich an diesem Wochenende noch etwas zur letzten Sitzung des SteU geschrieben habe, irgendwie fehlte mir aber die Zeit. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Von 18:00 bis 21:38

Die heutige Sitzung des SteU dauerte über dreieinhalb Stunden. Da ich mehr oder weniger direkt aus dem Büro in das Sitzungszimmer gestürzt bin, mit einem kurzen Zwischenstopp an dem Götterbaum, der auf der Tagesordnung stand, war ich danach ziemlich hungrig, als die Sitzung zu Ende war, denn ich hatte auf der Fahrt nach Plön nur drei Stücke Zwieback gegessen. Nach dem Ende der Sitzung kehrte ich dann erst einmal beim Dönermann ein, um eine türkische Pizza, vegetarisch, alle Soßen bis auf Knoblauch zu ordern. Auf dem Rückweg durch die Stadt fielen mir die ersten Wahlkampfplakate auf. Die AfD und die personifizierte Freiheit standen oder hingen an den Laternen. Die übrigen Parteien halten sich mit dem Plakatieren – zumindest in Plön – noch zurück. Das ist völlig in Ordnung, denn das Gerangel um die besten Plätze führt dazu, dass das Stadtbild durch den Wildwuchs an Plakaten beeinträchtigt wird. Ein totaler Plakatverzicht kommt aber auch nicht in Frage.

In Flensburg hat man offenbar eine ganz pragmatische Lösung gefunden. Lange Stellwände an mehreren ausgewählten Plätzen. Jede Partei hat einen Platz, das schafft Chancengleichheit.
130828_Plakate_klWir werden am kommenden Samstag vormittags in der Stadt mit einem Info-Stand vertreten sein. Am kommenden Mittwoch wird unsere Bundestagskandidatin Birgit Malecha Nissen von 1600 – 1900 in Plön einen von Tür zu Tür Wahlkampf  führen.

Über die Themen des SteU berichte ich nach und nach in den kommenden Tagen.