Weniger schlimm, nicht besser !

Die 21. Sitzung des Planungsverbandes „Seewiesen Plön/Rathjensdorf“ soll am Dienstag, dem 09. April 2013, 19:00 Uhr im Gemeindehaus Theresienhof, Holzkoppel 10 a, 24306 Rathjensdorf stattfinden.

Die neuen Planungen sind nicht besser als die alten, sie sind nur weniger schlimm, wie einer meiner Genossen treffend bemerkte.

Wie wir uns erinnern, ist Herr Timm Barnstedt mit dem Projekt Seewiesen vor einigen Jahren bereits gescheitert. Der Planer der ALSE zog selbstkritisch die Bilanz, dass das Projekt wohl zu ambitioniert war. Ich frage mich. „War die ALSE damit nicht vielleicht nur überfordert?“ Sie bekommt nun einen zweiten Versuch zugestanden.

Vor anderthalb Jahren trat ein neuer Investor aus Hamburg auf. Dr. Carsten Ralph, der – wie sich herausgestellte – eine politische Vergangenheit als Schatzmeister der Rechten Mitte Heimat Hamburg (Kusch) vorweisen kann. Er vertrat die MVB Vermögensverwaltung. Eigentlich hätte man gleich stutzig werden müssen, denn die MVB war eine Tochter der Ronda Real Estate. Die Ronda Real Estate wiederum, ebenfalls mit Firmensitz in der Lobuschstraße 20 in Hamburg, hatte eine Lütjenburger Telefon und FAX-Nummer. Diese Nummer  wiederum entsprach der Nummer der Barnstedt & Company. Allein dieser Umstand wirft bei mir die Frage auf: „Würde ich unter diesen Umständen bei jemandem einen Gebrauchtwagen kaufen?“

Mittlerweile hat die Ronda Real Estate Ihren Firmensitz von Hamburg in der Hauptstraße 30 nach Hutzfeld verlegt, auch wenn auf ihrer Homepage unter Kontakt immer noch die Hamburger Adresse in der Lobuschstraße 20 angegeben ist. Dort ist mittlerweile ein Kooperationspartner der Ronda Reals Estate ansässig, die Lobusch Consulting. Diese Firma vermittelt Kontakte in die Ukraine. Ich weise ausdrücklich darauf hin, daß hier kein unmittelbaren Zusammenhang besteht, aber ich wurde in der Vergangenheit von einem Leser darauf hingewiesen, dass Geschäfte mit der Ukraine mit größter Vorsicht zu behandeln sind und sich die Gepflogenheiten dort von denen in Mitteleuropa unterscheiden. Die Ukraine ist bei Transparancy International auf dem Corruption Perceptions Index 2011 mit dem Wert von 2,3 auf Platz 154 gelandet. Der Wert 10 steht für „Very Clean“, der Wert 0 steht für „Highly Corrupt“. (Zum Vergleich: Deutschland landet weltweit mit einem Wert von 8,0 auf Platz 14)

Fachlich gibt es viele Gründe gegen, aber nur wenige für das Neubaugebiet Seewiesen. Unter Berücksichtigung des demographischen Wandels ist es unsinnig, weitere Neubaugebiete in Plön oder Rathjensdorf auszuweisen. In 30 Jahren werden voraussichtlich nur noch 60 Mio Menschen in Deutschland leben, 25% weniger als heute. Diese Entwicklung wird weder an Plön, noch an Rathjensdorf vorbeigehen, auch wenn Plön im vergangenen Jahr einen leichten Anstieg der Einwohnerzahlen verzeichnen konnte. Für Plön wäre es wichtig, auf die qualitative Entwicklung und Verdichtung im Stadtbereich hinzuarbeiten. Für die Entwicklung von Wohneinheiten in Plön gibt es keine planerischen Beschränkungen. Für Rathjensdorf ist die Situation ähnlich. Zur Stärkung des Dorfkerns wäre die Entwicklung in der unmittelbaren Umgebung des Ortskernes wichtig, um diesen zu stärken. Immerhin kann die Gemeinde im Innenbereich uneingeschränkt und im Außenbereich ohne die Zusammenarbeit mit Plön 20 weitere Wohneinheiten entwickeln.

Auch wenn sich die bevorzugten Grundstücke kurzfristig vermarkten lassen, eine weitsichtige Entwicklung ist nicht erkennbar. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung wird hier langfristig ein Überangebot geschaffen, das langfristig zu weiteren Leerständen führen wird. Wie sich Leerstände auf das Stadtbild auswirken, kann man in den ländlichen Bereichen Meckelnburg-Vorpommerns genau so besichtigen wie in Dithmarschen. Für den Unterhalt der Infrastruktur werden Stadt und Gemeinde langfristig aufkommen müssen, die leerstehenden Gebäude verfallen langsam, die Grünanlagen verwildern, die Immobilienpreise werden sinken. Plöner Bürgerinnen und Bürger, die auf eine Immobilie als Teil der Alterssicherung gesetzt haben, werden Abstriche hinnehmen müssen, so wie es Eigentümer von Häusern auf dem Land bereits heute tun.

Die jetzige Planung ist in drei Punkten weniger schlimm als die Alte. Die Anzahl der Wohneinheiten ist erheblich reduziert, es soll keine Bebauung unmittelbar am Uferbereich des Trammer Sees geben und es wird auf die Errichtung eines Lärmschutzwalles verzichtet.

Nach wie vor stellt das geplante Neubaugebiet einen erheblichen Eingriff in das Stadt- und Landschaftsbild dar. Plön verfügt in diesem Bereich über eine klare – durch den See begrenzte – Stadtgrenze, ein Merkmal, das heute kaum noch zu finden ist, weil die meisten Städte und Gemeinden an ihren Ortsgrenzen zerfransen. Die intkte Ortsgrenze macht den Reiz der Ortsansicht aus, wenn man von Kiel eintrifft. Ein Neubaugebiet in dem Bereich ist ein Eingriff in das Landschaftsbild, der nicht wieder gut zu machen ist, vor allem für eine Stadt, deren Wirtschaftskraft auf dem Fremdenverkehr beruht. Zudem ist mit der jetzt eingeleiteten Planung nicht auszuschließen, dass mittel- bis langfristig die Entwicklung eines Gewerbegebietes an der B 76 erfolgen wird.

Darüber hinaus ist bereits jetzt erkenntlich, daß die in den bisherigen Planungen vorgesehenen Grundzüge erhebliche Schwächen aufweisen. Nach wie vor wird in geschützte Biotope eingegriffen, obwohl es dort nur um wenige – aber bevorzugt gelegene – Wohneinheiten geht. Das verdeutlich, daß es um die maximale Auslastung der zur Verfügung stehenden Fläche geht, nicht um die ursprünglich beabsichtigte Entwicklung eines hochwertigen Wohngebietes.  Darüber hinaus werden Bereiche mit verdichteter Bebauung – also Mehrfamilien- und Reihenhäuser – im Bereich des Gutshofes geplant. Das eine solche Bebauung in Neubaugebieten nicht funktioniert, bekamen wir gerade in Stadtheide vor Augen geführt, wo auf einer für Reihenhausbebauung vorgesehenen Fläche eine Einrichtung zur Jugendpflege entstehen sollte. Obwohl in Stadtheide fast alle Grundstücke verkauft sind, erweisen sich die Grundstücke für Reihenhäuser als Ladenhüter. Da die Wohneinheiten zwischen Rathjensdorf  und Plön im Verhältnis ein Drittel zu zwei Drittel aufgeteilt werden sollen, ist der planerische Kunstgriff der Verdichtung  auf der Plön zugehörigen Fläche erforderlich.

Einen gesichtswahrenden Kunstgriff vollziehen viele meiner Kolleginnen und Kollegen. Es war einhellige Auffassung der Plöner Ratsherren und Ratsfrauen, daß im Bereich Seewiesen nur ein hochwertiges Baugebiet mit See entstehen soll. Ohne See, an der Grenze der Lärmbelastung der Bundessstraße B 76 und durch diese nur vom Klärwerk und seinen gelegentlichen Geruchsbelastungen getrennt ist eine Hochwertigkeit nur schwer zu erkennen. Um die Glaubwürdigkeit nicht zu verlieren argumentieren Ratsfrau und -herr, dass zwar der alte Planungsverband sei am Werke sei, es sich aber um eine ganz neue Planung handeln würde, die Alte sei bekanntlich gescheitert, und nur für die hätte der Anspruch auf Hochwertigkeit gegolten.

Täglich eine neue Sau

Ich habe in früheren Beiträgen kein Geheimnis aus meiner glaubenskritischen Haltung gemacht. Auch wenn es jetzt schon wieder vier Tage her und die Diskussion in Vergessenheit geraten ist, in einem knappen Jahr wird dieselbe Sau wieder erneut durchs Dorf getrieben. Daher überlasse ich es dem Leser zu beurteilen, ob ich mit meinem Beitrag etwas zu spät oder deutlich zu früh bin. Es geht um das Tanzverbot am K-Freitag. Nach meiner Ansicht ist es völlig verfehlt, hierfür eine Lockerung oder Abschaffung zu fordern.
Es gibt 52 Wochenenden im Jahr, also über 100 Frei- und Samstage sowie noch ein paar zusätzliche gesetzliche Feiertage. Da fallen zwei Feiertage mit Tanzverbot (neben dem k-Freitag noch der Totensonntag), verglichen mit der Bedeutung der beiden Feiertage, nicht so sehr ins Gewicht, auch wenn ich die wirtschaftlichen Gesichtsprunkte der Gastronomen, die Gründe für das anbiederische Verhalten der Jungen Liberalen und das Verlangen der Jugendlichen nach Unterhaltung gut verstehen kann.

Apropos Feiertage:  Neu ist die Forderung des Zentralverbandes der Muslime zur Einführung von zwei muslimischen Feiertagen. Nachdem der Buß- und Bettag und der Reformationstag zumindest in Schleswig Holstein  als gesetzliche Feiertage abgeschafft wurden – soweit ich mich erinnere, als Kompensation für die erhöhten Lohnnebenkosten, die mit der Einführung der Pflegeversicherung verbunden waren  – wäre die Einführung muslimischer Feiertage als gesetzliche Feiertage eine falsche Entwicklung und auch das falsche Zeichen. Sofern die Umsetzung der Forderung mit den argumenten Minderheitenschutz und Integration ernsthaft erwogen werden sollte, wäre die Forderung nach einem gesetzlichen jüdischen Feiertag ebenso zwangsläufig und berechtigt wie die Forderung nach einem Feiertag für Atheisten bzw. Agnostiker, die in der deutschen Gesellschaft eine wesentlich größere Minderheit als die Muslime darstellen.

Es ist ohne Zweifel ein völlig berechtigtes Anliegen, die islamische Religionsausübung aus den Schmuddelecken der Hinterhöfe herauszuholen und die religiöse Unterrichtung der Kinder nicht zweifelhaften Predigern zu überlassen, sondern durch staatlich qualifizierte Lehrkräfte als Unterrichtsfach in den Schulen anzubieten. Ein sehr viel bedeutender Beitrag zur Integration als die Einführung von zusätzlichen religiösen Feiertagen wäre die Verbesserung der Sprachkenntnisse von Menschen mit Migrationshintergrund. Daher wäre ich mehr für Einführung des Tages der Grundschullehrerin als gesetzlichem Feiertag. Grundschullehrerinnen – ich „gender“ dieses Wort jetzt nicht, da es kaum männliche Grundschullehrer gibt und Männer deutlich weniger betroffen sind – haben sich mit zum Teil mittelalterlichen Ansichten zu Themen wie Familienehre und anachronistischen Rollenverhalten kleiner Paschas herumzuärgern. Sie leisten mit ihrer täglichen Arbeit einen größeren Beitrag zur Integration als mit der Einführung von gesetzlichen Feiertagen mit islamischem-religiösem Hintergrund.

Abschließend hätte ich noch ein paar Vorschläge für gesetzliche Feiertage, die aus meiner Sicht mindestens ebenso berechtigt sind:
08. März / Internationaler Frauentag
22. April / Tag der Vernunft (Geburtstag von Immanuel Kant)
18. Mai / Zusammenkunft des ersten frei gewählten deutschen Parlaments in der Pauslkirche 1848
10. Dezember / Tag der Menschenrechte

Pipi Rustique

Heute haben wir in der Innenstadt – wie auch in den vergangenen Jahren immer am Samstag vor Ostern – unseren Informationsstand aufgebaut. In diesem Jahr ist aufgefallen, dass sich viele Passanten als SPD Wähler zu erkennen gegeben haben und ein paar aufmunternde Worte fanden.

Ein oft angesprochenes  Thema war der öffentliche Umgang mit der Suspendierung von Uwe Hintz als Vereinssportlehrer. Die Kritik richtete sich dabei zum Einen gegen die Berichterstattung des Ostholsteiner Anzeigers wie auch der Kieler Nachrichten, zum Anderen gegen den Umgang des Vorstands des TSV mit der Angelegenheit. Das eingestandene Fehlverhalten wird dabei weit weniger kritisch bewertet  als die Berichterstattung und das Vorgehen des Beschwerdeführers.

Uwe Hintz hat sich in den vergangenen Jahrzehnten viele Kinder und Jugendliche an den Sport herangeführt.  Dabei sind seine Verdienste um den Breitensport genau so bedeutend wie die für den Leistungssport. Der TSV hat unzählige Jugendfreizeiten  durchgeführt, die wohl fast allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern in guter Erinnerung geblieben sind. Nachdem es bei der Durchführung des Pfingstlagers von TSV und DLRG vor – ich glaube – zwei Jahren Probleme mit der Genehmigung gab, konnte diese dank des Engagements eines Rathausmitarbeiters noch rechtreitig von der Unteren Naturschutzbehörde eingeholt werden. Gemeinsam mit einer Kolleginnen und einem Kollegen habe ich mich auf der Prinzeninsel umgesehen. Wir wollten durch unseren Besuch als Mitglieder der Ratsversammlung unsere Unterstützung für das Pfingstlager zum Ausdruck bringen. Was wir gesehen haben, war eine wohlorganisierte Veranstaltung mit motivierten Betreuerinnen und Betreuern, die sich ehrenamtlich – in ihrer Freizeit – um die Kinder und Jugendlichen kümmerten, etwa mit einem Floßbau, einem gemeinsamen Lagertanz und Nachtwanderungen.

Uwe Hintz stand mit seiner unnachahmlichen Art und seinem Engagement für Veranstaltungen wie das Pfingstlager, die Weihnachtssportgala oder andere Jugendfahrten. Der Applaus bei seinem Abgang und der Umstand, dass die Turner die Jahreshauptversammlung gemeinsam mit ihm verlassen haben, sind der beste Beweis für die Wertschätzung, die Ihm hier in Plön entgegengebracht wird.

Mit der Ihm zur Last gelegte Handlung hat Uwe Hintz vielleicht die Grenze des guten Geschmacks überschritten, er soll nach einstimmiger Berichterstattung der beiden Regionalzeitung von einer „unüberlegten Handlung“ gesprochen haben. Damit hat er wohl recht. Er hat sich bei dem Beschwerdeführer entschuldigt. Die anschließende Skandalisierung, die offenbar nur durch den Vater eines Jungen vorangetrieben wurde, ist nach den Umständen, die mir aus der Zeitung und mündlichen Berichten bekannt sind, völlig verfehlt.

Ich habe überlegt, ob ich mich zu dem Thema öffentlich äußern soll, weil in ein Eintreten für Uwe Hintz – ausgesprochen oder nicht – auch eine Kritik am Vorstand des TSV mitschwingt, was so kurz vor der Kommunalwahl vielleicht unklug ist. Dabei kann ich im Moment nicht abschließend beurteilen, ob dem Vorstand des TSV kein andere Wahl übrig bleib. Vielleicht ist es ebenso unklug, sich für einen Mitbürger einzutreten, der einen Fehler gemacht hat. Dann habe ich mich über mein Bedenken geärgert und – jetzt erst recht – drauf losgeschrieben.
Beim Schreiben ging mir einiges durch den Kopf, wozu ich mich jetzt lieber nicht äußern will. Dabei erinnerte ich mich auch an einen Artikel im „Spiegel“, den ich nach einer kurzen Internetrecherche wiederfand und der Pate für den Titel dieses Beitrags stand.

Wieder on

Nachdem ein Freund und ich den Versuch unternommen hatten, eine erforderliche technische Umstellung an der Datenbank, auf die meine Hompage zurückgreift, vorzunehmen, werden die älteren Beiträge nicht mehr angezeigt und das Erscheinungsbild ist auch nicht mehr das, was es mal war. Nach weiteren Wartungsarbeiten wurde es nicht besser, sondern schlimmer. Die Seite war ganz vom Netz. Immerhin, jetzt sind wir wieder so weit, das ich schreiben kann.

In der bloggfreien Zeit hat sich nicht viel Spektakuläres getan.

Mit einer Anfrage an die Verwaltung habe ich mich nach dem Sachstand zur Bauruine in der Apenrader Straße erkundigt. Dort gammelt seit Jahrzehnten ein Rohbau vor sich hin, für den es – wie mein Genosse Heinz Jürgen Kreuzburg richtig sagte – nie eine Genehmigung hätte geben dürfen. Bislang konnten die wechselnden Eigentümer die Erzwingung des Abrisses durch zahlreiche Rechtsmittel verhindern. Sofern gegen das letzte Urteil keine Revision eingelegt wurde, müsste die Abrissverfügung jetzt rechtskräftig geworden sein.

Darüber hinaus hatte ich einen Anruf, in dem ein Bürger seine Kritik an der Schwimmhallenbelegung äußerte. Sein Unmut richtete sich gegen die Absperrung von Bahnen im großen Schwimmbecken sowie die teilweise oder ganze Sperrung des Lehrschwimmbeckens. Die Problematik ist mir durchaus bekannt, da ich mit meinen Kindern früher bereits sehr häufig in der Schwimmhalle zu Gast war.
Es gibt einen natürlichen Nutzungskonflikt zwischen älteren Schwimmerinnen und Schwimmer, die in kleinen Gruppen vor sich hinschwimmen und sich unterhalten, Schwimmerinnen und Schwimmern, die eher sportlich orientiert sind und gerne ein paar Bahnen ziehen wollen und Familien mit Kindern, die lieber toben und gerne einmal von den Startblöcken, aber auch von der Seite ins Wasser springen. Durch die Sperrung von Bahnen für den Sport oder des Lehrschwimmbeckens  für Krankengymnastik verengt sich der Raum für die übrigen Gäste, der Nutzungskonflikt verschärft sich.
Da es nicht immer ausreicht, an den guten Willen zu appellieren und gegenseitige Rücksichtnahme einzufordern, habe ich mir von der Verwaltung die Informationen über die Sperrungen geben lassen.
Nachfolgend das Ergebnis meines Versuches, die Belegung graphisch darzustellen.

130329_Schwimmhalle_jpg

Die Spalten stellen die Tageszeiten dar, wobei der Mittagsbereich zusammengerafft ist.
In den Zeilen werden die Tage von Montag bis Sonntag dargestellt. Die Balken in den Zeilen sind dreigeteilt. Die oberen beiden Anteile stehen für das große Schwimmbecken, der unterste Anteil steht für das Lehrschwimmbecken.
Die blauen und roten Balken stehen für eine uneingeschränkte Nutzung, die gelben Balken zeigen die Zeiten, in denen Einschränkungen bestehen. Fette Zahlen in den gelben Balken stehen für zwei gesperrte bahnen oder das vollständig gesperrte Lehrschwimmbecken, normale zahlen stehen für eine gesperrte Bahn bzw. für ein halb gesperrtes Lehrschwimmbecken.

Nutzungskonflikte sind unvermeidlich. Es kommt also darauf an, die Interessen der verschiedenen Nutzer  gerecht miteinander abzuwägen. Die Schwimmhalle ist ein Angebot, dass nicht alleine den Plöner Bürgerinnen und Bürgern vorbehalten ist, sondern eine Versorgungsfunktion für die ganze Region hat. Daher ist die Nutzung durch die DLRG Hutzfeld völlig in Ordnung. Auch die Nutzung durch unsere Plöner DLRG und durch den TSV ist vom Zeitansatz her nicht zu beanstanden. Dass diese Nutzung überwiegend abends stattfindet, ergibt sich aus der Tatsache, dass Trainer und Betreuer in der Regel berufstätig oder schulpflichtig sind und nur am Abend Zeit haben. Die Termine für die Rheumakranken und die Krankengymnastik liegen früher. An den Wochenendtagen gibt es keine Einschränkungen. Für mich sieht es so aus, dass die berechtigten Interessen aller Nutzer im Rahmen des Möglichen berücksichtigt sind und keine unvertretbaren Benachteiligungen einzelner Gruppen vorliegen. Ich sehe daher keine Veranlassung, mich für eine Änderung der  bestehenden Regelungen einzusetzen.

Ansonsten wirf der anstehende Kommunalwahlkamf seine Schatten voraus. Die Bilder für die Plakate wurden bereits gemacht, der Termin für ein Gruppenbild steht noch aus. Das zweite Paket mit Wahlkampfmaterial steht auf dem Flur und wartet darauf, in Kreisbüro verfrachtet zu werden.  Leider gestaltet sich die Beschaffung der Kugelschreiber problematischer. Nicht nur, dass es mit unseren bislang bewährten Modellen  neuerdings ein Qualitätsproblem geben soll, im Rahmen des Produktsicherheitsgesetztes muss auch die Anschrift des Herstellers aufgedruckt werden.

Drohnen-Pläne vor dem Aus

Der Einsatz von fliegenden, unbemannten Systemen (Drohnen) wird kontrovers diskutiert, insbesondere, wenn es sich um bewaffnete Luftfahrzeuge handelt. Dabei kommte hinzu, dass die Nutzung der Predator-Drohnen durch den CIA zur gezielten Tötung von Feinden der USA durch die Tötung unbeteiligter Personen in Verruf gekommen ist.

Der Artikel, der heute auf der Titelseite der KN erschien, kann veranschaulichen, wie mit Informationen gearbeitet wird. In der Tat sieht es so aus, dass die Zulassung zum Luftverkehr für unbemannte fliegende Systeme ein Problem ist, und zwar ein deutsches. In anderen Ländern – auch anderen europäischen Ländern – scheint man diese Problematik nicht in der Detailtiefe zu behandeln. Deutsche Behörden können da sehr eigen sein. Möglicherweise erinnern sich einige Leser noch, daß Fahrzeuge der Bundeswehr im Einsatz in Kabul wegen fehlender ASU nicht bewegt werden durften. Zynische Zungen behaupten, dass es den 68ern auch ohne den Durchmarsch durch die Institutionen gelingen wird, die strukturelle Nichteinsatzfähigkeit der Bundeswehr zu erreichen.

Zuerst einmal stellt sich dem aufmerksamen Leser die Frage, wie es zu einem so herrlichen Missmanagement kommen konnte. Hat der Bundesverteidigungsminister womöglich ein System beschafft, ohne sich mit seinem Kollegen, dem Bundesverkehrsminister abzusprechen? Man wird aber davon ausgehen können, dass das Verteidigungsministerium oder sein Ministerium nicht so blauäugig an eine so große Beschaffung herangehen wird. Ein anderer Erklärungsversuch für die jetzige Situation könnte auch sein, dass das Luftfahrtbundesamt, das dem Bundesverkehrsminister Ramsauer untersteht, im Vorfeld seine Zustimmung zum Betrieb in Aussicht stellte. Wenn das so war, ließe sich die jetzige Situation nur so erklären, dass Im Nachhinein die Anforderungen für die Zulassungen immer höher geschraubt wurden. Daraus könnte der Großteil der erheblichen Mehrkosten von bis zu 500 Mio Euro resultieren, von denen die KN berichtet. Die indirekt enthaltenen Botschaft, dass diese teuren Fluggeräte vom Flugfeld in Manching direkt in das Deutsche Museum geschoben werden können, müßte eigentlich den Bundesrechnungshof auf den Plan rufen, wenn er womöglich nicht bereits mit dem Fall beschäftigt ist. Zumindest steht er als Drohung im Hintergrund.
Der Hinweis auf die Äußerung des wortkargen Sprechers des Verteidigungsministeriums, dass derzeit eine Entscheidung zum weiteren Vorgehen erarbeitet würde, wirft die Kernfrage auf: „Soll mit der Informationen, die an die Presse gegeben und dort aufgegriffen wurden, Druck erzeugt werden, die Anforderungen an die Zulassung anzupassen und den Betrieb doch noch zu ermöglichen?“

In dem Zusammenhang ist es natürlich kontraproduktiv, wenn die KN die Einstellung der Produktion der Drohne in den USA als Hiobsbotschaft. bezeichnen. Eigentlich kann es niemanden überraschen, dass die Produktion eines Waffensystems ca. 15 Jahre nach seiner Einführung eingestellt wird. Üblicherweise befinden sich Großsysteme 20 bis 40 Jahre in der Nutzung, von der Planung bis zur Einführung neuer Systeme sind 10 bis 15 Jahre normal. Ein ausreichender Ersatzteilvorrat vorausgesetzt wäre es möglich, das System noch bis 2030 zu betreiben, bis es dann von einem Nachfolgesystem abgelöst wird. Jetzt mit der Planung eines Nachfolgesystems zu beginnen, ist einfach folgerichtig.
Das zeigt, wie wichtig es ist, die Presse umfassend und korrekt zu informieren. Eine etwas andere Empfehlung zum Umgang mit der Presse habe ich vor vielen Jahren von einem englischen Profi gehört: “Die Wahrheit, nichts als die Wahrheit, aber nicht immer die ganze Wahrheit.”

Der CDU Abgeordnete Ingo Gädechens wird zum Ende des Artikels wie folgt zitiert: „Wir werden in die unbemannte Luftfahrt einsteigen, da bin ich ganz sicher. Die Frage ist nur, wann.“ Diese Aussage verwundert mich dann ebenso wie die des ebenfalls zitierten Genossen Hans-Peter Bartels, denn die Bundeswehr hat auf dem Balkan unbewaffnete Drohnen betrieben und tut es heute in Afghanistan. (Heron 1, Luna, KZO, Aladin).

Leinen los !

Heute um 1600 Uhr lief das Forschungsschiff Planet zu einer mehrwöchigen Reise an die amerikanische Westküste aus. In Anbetracht der langen Reise wurde das Schiff in einer kleinen Zeremonie verabschiedet, an der auch ich teilnehmen konnte. Der Direktor der Forschungsanstalt für Wasserschall und Geophysik betonte in seiner kurzen Ansprache, dass die Fahrtvorbereitungen erst kurz vor Auslaufen abgeschlossen werden konnten und dankte allen Beteiligten für ihren Arbeitseinsatz und Engagement. Dabei schloss er die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stralsunder Werft ebenso mit ein wie die zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Marinearsenals in Kiel. Abschließend betonte er die Bedeutung der Fahrt, da die Existenz der „Rüstungsflotte“ insgesamt immer wieder in Frage gestellt wird.

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Die Planet ist ein so genanntes SWATH Schiff. SWATH steht für Small Waterplane Area Twin Hull. Unter der Wasseroberfläche befinden sich zwei getauchte Auftriebskörper. Auf diesen Auftriebskörpern befinden sich  eine Art Stelzen, auf denen die Plattform aufgesetzt ist. Da die Auftriebskörper nicht in der Oberfläche schwimmen, sind sie den Wellenbewegungen deutlich weniger ausgesetzt. Damit liegt das Fahrzeug bei schwerem Wetter deutlich ruhiger in der See als ein vergleichbares Einrumpfschiff. Dieser Typ eignet sich daher besonders gut für Forschungsschiffe und als Lotsenversetzboot. Auch der Zoll nutzt ein SWATH – Schiff.

Tränen gelacht

Gestern spielte Theater Zeitgeist das Stück „Das andalusische Mirakel“, eine Verwechslungskomödie der besonderen Art. In dem Stück werden zwar alle Stereotype nach dem Motto „Warum Männer nicht zuhören und Frauen nicht einparken können“, aufgegriffen, das aber sehr gekonnt und mit vielen Scherzen, die mit hohem Tempo dicht aufeinander folgen. Besonderen Tiefgang darf man nicht erwarten, dafür aber gute Unterhaltung.

Wer heute am Nachmittag noch nichts vorhat, sollte sich die letzte Vorstellung in Plön nicht entgehen lassen.

Vor dem Theater war ich auf der Mitgliederversammlung des SPD Ortsvereins Plön – Bösdorf, aber in Anbetracht der Urzeit werde ich darüber später berichten.

Der Mythos vom letzten Lied

Gestern hatte ich das große Vergnügen, im Schifffahrtsmuseum in Flensburg den Vortrag „Die Hochsee ist ein wildes Weib“ von Holger Janssen zu hören.

In einer Zusammenstellung von Liedern, Bildern und Textquellen setzte er sich in höchst unterhaltsamer Form mit dem Mythos des Schiffsunterganges und dem letzten Liedes auseinander.

Der Klassiker unter den Schiffsuntergängen ist natürlich der der Titanic, dazu aber später. Zuerst ging der Vortragende aber auf die Versenkung der Lusitania ein. Der britische Dampfer war 1915 auf dem Weg von Amerika nach England, als er südlich Irlands von Unterseeboot U 20 torpediert wurde. Das Schiff hatte neben vielen Passagieren auch Munition für den Kriegsteilnehmer Großbritannien geladen und wurde  damit zum legitimen militärischen Ziel. Während die Opfer der Versenkung, unter Ihnen 124 Amerikaner, auf US – Seite instrumentalisiert wurden, um Stimmung für einen Kriegseintritt der USA auf Seiten der Alliierten zu machen, wurde von deutscher Seite unterstellt, daß diese Opfer bewußt provoziert und in Kauf genommen wurden, um eben diesen Wandel der öffentlichen Meinung in den USA herbeizuführen. Zwei Jahre später traten die USA dann auch in den 1. Weltkrieg ein.
Später wird berichtet, daß die Bordkapelle als letztes Lied „It’s a long Way to Tipperary“ gespielt haben soll, ein englisches Soldatenlied, das in Irland nicht besonders beliebt und uns aus dem Film “Das Boot” bekant ist.

Zurück zur Titanic. Der Untergang des Ozeanriesen wird bis heute mystisch verklärt. Holger Janssen zog eine Parallele zu der Ballade „Trutz blanker Hans“ von David Liliencron über den Untergang der Stadt Rungholt, deren Einwohner sich überheblich gegenüber den Gewalten der Natur gezeigt hatten und dann von ebendiesen verschlungen wurden. Schon kurz nach dem Untergang des Luxusliners wurde das Bild einer feinen aber verworfenen Gesellschaft an Bord der Titanic entworfen, einer Gesellschaft, der keine der sieben Totsünden fremd war und die ihre gerechte Strafe für ihr gottloses Treiben erhielt. So wurde es zumindest in mehreren Gospelsongs besungen, die nach der Katastrophe die Runde machten. In Berichten von Überlebenden, die tatsächlich an Bord waren, und von Überlebenden, die das Glück hatten, die Katastrophe zu überleben, obwohl sie gar nicht an Bord waren, wurde später überliefert, daß die Kapelle als letztes Lied „Nearer my God to Thee“ (Näher mein Gott zu Dir) gespielt hätte. Sehr viel glaubwürdiger ist aber die Version, daß „Autumn“ das letzte Stück war.

Bei der Instrumentalisierung des Unglückes zu religiösen Zwecken wurde dann auch immer wieder das mittelalterliche Bild des Narrenschiffes oder des Totentanzes aufgegriffen,

Das Unglück der Titanic zieht sich bis heute durch Medienproduktionen. Hierzu wurde ein sehr befremdlich wirkendes Hörspiel einer Radioproduktion aus den Jahr 1927 angespielt. Der Kassenschlagers „Titanic“ mit Leonardo DiCaprio und Kate Winslet und dem Gassenhauer „My Heart will go on“ von Celine Dion als Titelsong wird den meisten noch in Erinnerung sein.

Nach dem Unglück der „Costa Concordia“ traten dann gleich zwei Schweizer auf den Plan, die behaupteten, das gerade dieses Lied das letzte gewesen sei, das während des Unterganges gespielt wurde.

Dazu gab es dann noch die gesächselte Version des „Alles klar auf der Costa Concordia“ in Anlehnung an uns Udos „Alles klar auf der Andrea Doria“, einem anderen gesunkenen Schiff.

Als weiteres Lied über einen Schiffsuntergang wurden noch Woody Guthry mit dem Lied “The Sinking of the Reuben James” genannt. Der Zerstörer was das erste amerikanische Kriegsschiff, das im Zweiten Weltkrieg versenkt wurde, durch ein deutsches Uboot, und zwar gut zwei Monate vor der deutschen Kriegserklärung an die USA.

Nicht zuletzt kam Gordon Lightfoot an die Reihe, der in seinem Lied „The Wreck of the Edmund Fitzgerald“ den Untergang dieses Schiffes im Jahr 1975 besingt. Der Schiffskoch soll kurz vor dem Untergang noch auf die Brücke gekommen sein und ein Zitat aus dem oben genannten Woody Guthry Song gebracht haben, womit der Bezug zu den wunderbaren letzten Liedern wieder hergestellt ist.
Zusätzlich kommt bei Lightfoot eine Methode zum Tragen, das auch für die Konstruktion von Verschwörungstheorien geeignet ist. Es werden eine Vielzahl von nachprüfbaren Fakten gesammelt und genannt, die dann mit einer fragwürdigen Aussage kombiniert werden. Durch den Zusammenhang mit den nachprüfbaren Fakten gewinnt die fragwürdige Aussage dann an Glaubwürdigkeit. Bei Gordon Lightfoot wird die fragwürdige Aussage durch das Übernatürliche in Form einer indianischen Hexengestalt ersetzt, womit der Schluß zum mystischen des letzten Liedes gezogen ist.

Eingerahmt wurde der Vortrag durch nette Döntjes aus Opa Janssens Leben, der mit 14 von zu Hause ausgebüxt ist, zur See fuhr, zum Zeitpunkt des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges in Rio war, bei seiner Rückkehr  nach Kiel wegen Fahnenflucht verhaftet wurde, das Mißverständnis aufklären konnte, wobei er drei Fahrkaren für die Straßenbahn in die Wiek bezahlte, eine für sich und zwei für die Militärpolizisten. Danach wurde er als Signalgast auf SMS Hessen eingesetzt und nahm an der Skagerrakschlacht teil. Dort wurde er Augen-und vor allem Ohrenzeuge der Versenkung der SMS Pommern, das dabei erlittene Knalltrauma war der Grund für seine nachfolgende Schwerhörigkeit. Später versah er seinen Dienst als Barkassenführer in Kiel, wo man ihm am 9. November 1918 zu guter Letzt die Barkasse geklaut hat.
Opa Janssen soll seinem Kaiser wohl alles verziehen haben, bis auf, daß er den Militärpolizisten die Fahrkarten bezahlen muße.

Wer die Gelegenheit hat, den Vortag von Holger Janssen an anderer Stelle zu erleben, sollte sich das Vergnügen nicht entgehen lassen.

Nicht karrierefördernd

„Ich bin immer noch in erster Ehe verheiratet. Das ist in der SPD nicht karrierefördernd.“ kokettierte Peer Steinbrück auf der gestrigen Veranstaltung „Klartext“ in der Sparkassenarena in Kiel. Außerdem versprach er, keine Vergleiche mehr mit ehrbaren berufen anzustellen.

Die Lounge der Sparkassenarena war gut gefüllt. Einlaß sollte um 19:00 Uhr sein. Da ich vorher noch bis 18:00 Uhr einen dienstlichen Termin in Kiel hatte, war ich sehr pünktlich vor Ort und konnte mich über einen guten Sitzplatz in unmittelbarer Nähe des Rednerpultes freuen.

Gesundheitlich durch eine Erkältung angeschlagen, lief Peer Steinbrück schnell zu Hochform auf. Er machte alles in allem einen sehr souveränen Eindruck. Aus dem Publikum wurden jeweils drei Fragen gesammelt, die der Kanzlerkandidat dann beantwortete. Bei einigen wenigen Fällen blieb er die Antwort schuldig, aber so geschickt daß man es kaum merkte. Die Fragen habe ich mir nicht notiert, im folgenden die Antworten:

+ Es soll keine Belastung des Eigenkapitals mittelständischer Unternehmen geben.
+ Ziel ist ein flächendeckender Mindestlohn von 8,50 Euro und gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit, und zwar sowohl für Leiharbeit wie auch für Männer und Frauen.
+ Europa. Wir leben in Mitteleuropa seit fast 70 Jahren in Frieden. Das ist ein einmalig langer Zeitraum, für den wir dankbar sein müssen. Europa ist bereits heute mehr als nur ein Markt. Der Umstand, daß 40 – 45 % unserer Exporte in das europäische Ausland gehen, macht aber klar, daß es unserer Wirtschaft nur gut geht, wenn es auch unseren europäischen Nachbarn gut geht.
+ Am Euro muß festgehalten werden. Der Euro ist eine stabile Währung, stabiler als die DM in den letzten 10 Jahren vor ihrer Ablösung. Eine Wiedereinführung der DM würde zu einer Aufwertung der Währung gegenüber dem Euro von ca. 30 % führen, während viele Währungen von Nachbarstaaten deutlich abgewertet würden. Diese Entwicklung würde die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft erheblich beeinträchtigen. Allerdings wird auch die Stabilisierung des Euro kosten, das muß klar herausgestellt werden.
+ Die Energiewende wird erfordern, sowohl Kohle- wie auch Gaskraftwerke zu errichten. Die CO2 Speicherung wird auf Landesebene zu regeln sein.
+ Die Instandhaltung und der Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals ist für die Wirtschaft, den Verkehr und die Umwelt von großer Bedeutung. (Anm.: In wie weit aus dieser Aussage die Bereitstellung der Mittel abzuleiten ist, kann ich aber nicht beurteilen.)
+ Die Agenda 2010 darf nicht nur auf Hartz 4 und die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe reduziert werden. Die Agenda war wichtig und richtig. Entscheidend sei jetzt, erkannte Fehlentwicklungen wie etwa bei der Leiharbeit oder der Aufsplitterung regulärer Arbeitsverhältnisse in 400 Euro Jobs entgegenzuwirken.
+ Das Renteneintrittsalter wird steigen müssen. Hier dürfe man die Augen nicht vor den Tatsachen verschließen:
– Das Berufseinstiegsalter ist kontinuierlich gestiegen
– Die Lebensarbeitszeit ist gesunken,
– Die Bezugsdauer der Rente hat sich für Männer von 8 Jahren in den Siebzigern auf ca. 16 Jahre nahezu verdoppelt.
Bei der Festsetzung des Renteneintrittsalters sind flexible Übergänge und regelmäßige Überprüfungen erforderlich. Nach 45 Versicherungsjahren ist der Übergang in die Rente ohne Abschläge mögllich.
+ Die Abschaffung des Ehegattensplittings zugunsten eines Familiensplittings begünstigt Besserverdiener und ist mit zu erwartenden Mindereinnahmen von 10 Mrd. Euro nicht zu finanzieren.
+ Ein Abschmelzen des „Mittelstandsbauches ist wünschenswert, würde aber zu Steuermindereinnahmen von 25 Mrd. Euro führen, die dann n anderer Stelle wieder kompensiert werden müßten.
+ Neuordnung des Länderfinanzausgleiches. In schwieriges Thema. Haben nur drei Leute verstanden. Der eine ist gestorben, der andere verrückt geworden und der dritte war ich, ich habe aber alles vergessen. Klare Absage an den Wettbewerbsföderalismus, der von der CSU propagiert wird.
+ Öffnung des Bildungssystems, längere gemeinsame Grundschulphase, Verringerung der Abhängigkeit von sozialer Herkunft und Bildungsabschluß, Zweifel, ob G8 tatsächlich die beste Lösung ist.
+ Zurückhaltung bei der Gewährung individueller Transferleistungen, Stärkung der Betreuungsinfrastruktur
+ Gegen EU Pläne zur Privatisierung der Wasserversorgung, Beibehaltung des Rechtsstatus der Sparkassen.
+ Anhebung des Pflegeversicherungsbeitrages um 0,5 %, heranziehen aller Einkommensarten zur Finanzierung der Pflegeversicherung.
+ Für NPD-Verbotsverfahren
+ Ja zu Schuldenbremse im Grundgesetz, Nettokreditaufnahme auf Null bringen.
+ Mali: Keine Bodentruppen, aber Unterstützung der französischen Streitkräfte.
+ Israel: Keine deutschen Alleingänge. Zweistaaten-Lösung. Existenz Israel in gesicherten Grenzen, palestinensischer Staat.
+ Derzeit keine allgemeine Wechselstimmung, aber verschiedenen Grundströmungen wie z.B.:
– Faire Löhne
– Rente
– Pflege
– Mieten / Wohnraum
– Kinderbetreuung.
Wichtig im Wahlkampf ist, potentielle SPD – Wähler zu mobilisieren. Dazu das Gespräch mit Freunden und Freundinnen, Nachbarn und Nachbarinnen sowie Kolleginnen und Kollegen suchen. Selber laufen und Mundpropaganda sind wichtig, Wahlen werden nicht in sozialen Netzten gewonnen.

Chicago

Im Gymnasium Schloß Plön wurde gestern das Musical Chicago gespielt.130309_Roxy_01Die Schülerinnen und Schüler spielten vor ausverkauftem Haus und zeigten dabei eine beachtliche Leistung. Bühnenbild, Schauspiele und – nicht zu vergessen – der musikalische Beitrag des Orchesters sorgten für einen sehr unterhaltsamen Abend. Soweit ich weiß, wird das Stück noch einmal am Montag gespeilt. Mir ist allerdings nicht bekannt, ob es noch Karten gibt.

Normalerweise änder ich meine Beiträge nicht im Nachherein, aber mir ist leider das hier eingefügte Bild abhanden gekommen. Daher füge ich den Link zu meinem Lieblingslied des Musicals ein:
Cell Block Tango

Plön – Ascheberg – Neumünster

Der Förderverein Ostholsteinbahn Neumünster – Ascheberg – Plön e.V. lädt für Samstag, 14:00 Uhr zu einem besonderen Vortrag in die Tourist-Info im Plöner Bahnhof ein.

Der Geschäftsführer der Norddeutschen Eisenbahngesellschaft Niebüll GmbH, Herr Dipl.-Ing. Ingo Dewald trägt über die Reaktivierung der Bahnstrecke Niebüll – Tønder und die Modernisierung der Bahnstrecke Niebüll – Dagebüll vor.

Es ist mir leider noch nicht gelungen, den Blog in seiner alten Form wieder herzustellen. Ich habe mich aber in früheren Beiträgen dafür ausgesprochen, die Bahnstrecke Neumünster – Ascheberg – und in der Verlängerung auch Plön – nicht zu entwidmen und weiterhin in der Verkehrsplanung des Landes zu berücksichtigen. Dabei ist mir völlig klar, daß es keine schnelle Reaktivierung geben wird, aber die Option darf nicht aufgegeben werden. Langfristig ist die Anbindung an die Metropolregion Hamburg über gute und schnelle Verkehrsverbindungen für Plön wichtig. Die Bahnstrecke Plön – Ascheberg – Neumünster kann eine Beitrag dazu leisten.

Info – Veranstaltung zu den Seewiesen am 26. Februar in Plön.

Die KN berichtete am Samstag über die Info-Veranstaltung zu den Seewiesen in Rathjensdorf. Dabei wird auf eine durchweg positive Grundstimmung in der Gemeinde hingewiesen. Das ist klar, denn Rathjensdorf wird von diesem Projekt relativ bald profitieren. Der Ort kann dann 40 Wohneinheiten im Außenbereich entwickeln. Das sind 20 Wohneinheiten mehr, als Rathjensdorf entwickeln könnte, wenn die Zusammenarbeit mit der Stadt Plön im Planungsverband Seewiesen nicht bestehen würde.

Anders als in Rathjensdorf gibt es in Plön durchaus kritische Stimmen. Wie einer meiner Genossen treffend bemerkte: „Die neuen Pläne sind nicht besser, sie sind nur weniger schlimm“
Ich will die Argumente, die gegen das geplante Baugebiet sprechen, hier nicht widerholen und verweise auf meine früheren Beiträge sowie das Informationsplakat im Schaufenster des NaBu in der Innenstadt.

Für den 26. Februar ist eine Informationsveranstaltung in Plön angesetzt. Ort und Zeit sind mir noch nicht bekannt.

Der nächste Sitzungstermin des Planungsverbandes Seewiesen ist für den 16. April um 18:00 Uhr im Plöner Rathaus vorgesehen. Dann soll vermutlich die Aufstellung des Bebauungsplanes beschlossen werden.

Ich kann mir durchaus vorstellen, daß das die Bebauungspläne Seewiesen so kurz vor der Kommunalwahl Ende Mai noch zum Wahlkampfthema werden können.

Darf es ein bisschen teurer sein ?

Am 11. Februar titelte die Welt „Union blockiert User-Schutz vor Abmahn-Industrie“ und berichtete, wie der Gesetzentwurf des „Anti-Abzocke-Gesetzes“, mit dem Verbraucher vor dem Abmahnterror der Film- und Musikindustrie sowie den Praktiken von speziellen Anwaltbüros geschützt werden sollten, durch die CDU ausgebremst wurde.

Wie die Welt berichtet, sind bisher 4,7 Millionen Deutsche vom Abmahnunwesen betroffen. Zwei davon sind mir persönlich bekannt. Die bestehende Abmahnpraxis ist ein Problem, das jeden Internetnutzer treffen kann.

Die Einflußnahme der Industrie auf die Gesetzgebung ist ein offenes Geheimnis. Beispielhaft kann das auf der Seite Lobbyplag.eu nachvollzogen werden. Da viele der Internetriesen ihre Heimat in den USA haben soll man sich auch nicht wundern, dass die American Chamber of Commerce mit von der Partie ist, wenn es darum geht, die europäische Rechtsprechung in ihrem Sinne und gegen die Interessen des Verbrauchers zu gestalten.

Vorgeschlagen zur Nominierung für den Grimme Online Award

Nominiert zur Nominierung

Seit ein paar Tagen beobachte ich ein leichtes Ansteigen der Leserzahlen. Das liegt möglicherweise daran, daß mein Blog für die Nominierung zum Grimme Online Award vorgeschlagen wurde.
Ich freue mich natürlich sehr über diesen Vorschlag, den ich auch als Anerkennung für meine politische Arbeit verstehe.

Man darf das ganze natürlich auch nicht überbewerten. Vorschlagen kann jeder alles. Zudem nimmt jeder, der einen Vorschlag macht, noch an der Verlosung eines Smartphones teil.

Aus Anlaß der Nominierung zur Nominierung vielleicht ein paar Anmerkungen zu meinem Blog, seinen Lesern und meiner Auswertung des Leserverhaltens.

Ich beobachte regelmäßig zwei Parameter, die Zahl meiner täglichen Leser sowie die eingegebenen Suchbegriffe. Es wäre relativ einfach, auch die Identität meiner Leser zu ermitteln, was ich aber grundsätzlich ablehne und auch nicht mache. Einige Leser sind mir natürlich bekannt, da ich zahlreiche persönliche Rüchmeldungen erhalte.

Ende letzten Jahres war eine kurzfristige Verdoppelung der Leserzahlen auffällig. Zuerst konnte ich mir diese Entwicklung nicht erklären. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass mein Blog bei Facebook im Plönbook erwähnt wurde. Zunächst hatte ich überlegt, meine Internetpräsenz auch auf Facebook auszudehnen. Ich habe darauf verzichtet, weil ich Facebook aus Gründen des Datenschutzes grundsätzlich ablehne. Außerdem erfordert eine Facebookpräsenz eine mehr oder weniger ständige Betreuung, die ich nicht sicherstellen kann.

Ein anderes Besucherverhalten deutet darauf hin, dass die Beiträge in meinem Blogs kontinuierlich kopiert werden. Ich freue mich natürlich über das Interesse an meiner persönlichen Meinung, vermute aber gleichzeitig, daß die Archivierung erfolgt, um frühere Beiträge gegen mich oder unsere Partei zu verwenden.

So wurde ich in der Vergangenheit bereits mit Kopien aus meinem Blog konfrontiert. In einem Fall habe ich die beanstandete Information nach einiger Zeit zurückgezogen, weil ich kein Interesse daran hatte, mich auf einem juristischen Nebenkriegsschauplatz zu verzetteln. Der positive Nebeneffekt meines Rückzieher war, daß sich plötzlich Personen mit den beanstandeten Informationen befaßten, die sich sonst nie damit beschäftigt hätten.

Als Gegenreaktion auf die Kopiererei hatte ich in Erwägung gezogen, in einige ältere Beiträge kontinuierlich bissige Informationen einzufügen, um den Aufwand für das Kopieren und ständige Kontroll-lesen in die Höhe zu treiben. Diese Überlegungen habe ich aber gleich wieder verworfen, da sie mir ziemlich kleinkariert erschienen.

Um das kurz klarzustellen: Ich habe kein Problem mit meiner Meinung von gestern, da sie sehr häufig auch die Meinung von heute ist. Darüber hinaus bin ich nicht völlig belehrungsresistent, so daß es durchaus vorkommen kann, daß ich meine Ansichten ändere, wenn es hierfür gute Gründe gibt. Andererseits ist es aber nicht so, daß ich es mit Adenauer halte, dem das Zitat: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“ nachgesagt wird.

Damit habe ich für heute genug über den Blog gebloggt und wünsche allen Leserinnen und Lesern einen ruhigen Feierabend.