Glückwunsch und weiter so !

Gestern feierte das Mehrgenerationenhaus „Altes E-Werk“, das auch unter dem Namen „Soziales Dienstleistungszentrum“ bekannt ist, sein 15-jähriges Bestehen. Der Fanfarenzug eröffnete die Veranstaltung mit flotten Tönen, bevor der Bürgermeister eine kurze Ansprache hielt.
Dabei betonte er, dass das „Alte E-Werk“ „aus dem sozialen Leben der Stadt nicht wegzudenken“ ist. Er begründete diese Feststellung mit einigen Zahlen, von denen ich mir die folgenden notiert habe:
22 Vereine und Verbände sind im „Alten E-Werk“ tätig. Allein die Arbeiterwohlfahrt hat in den vergangenen Jahren 1500 Veranstaltungen durchgeführt, 750 Mal wurde Seniorengymnastik durch das Rote Kreuz angeboten. Über die Familienbildungsstätte werden pro Jahr ca. 4000 Angebote an Interessenten vermittelt. Das „Alte E-Werk“ zählt wöchentlich 500 bis 600 Besucher. Der Betrieb einer Cafeteria rundet das Angebot ab. Die Stadt beteiligt sich mit 50.000,– Euro an den Kosten
Sein – und unser – Dank richtete sich an alle Beteiligten, Verbände, Vereine und Ehrenamtler. Frau Fischer von der Verwaltung bekam als kleine Anerkennung für Ihre hervorragende Arbeit einen Blumenstrauß überreicht.

Wieder on

Nachdem ein Freund und ich den Versuch unternommen hatten, eine erforderliche technische Umstellung an der Datenbank, auf die meine Hompage zurückgreift, vorzunehmen, werden die älteren Beiträge nicht mehr angezeigt und das Erscheinungsbild ist auch nicht mehr das, was es mal war. Nach weiteren Wartungsarbeiten wurde es nicht besser, sondern schlimmer. Die Seite war ganz vom Netz. Immerhin, jetzt sind wir wieder so weit, das ich schreiben kann.

In der bloggfreien Zeit hat sich nicht viel Spektakuläres getan.

Mit einer Anfrage an die Verwaltung habe ich mich nach dem Sachstand zur Bauruine in der Apenrader Straße erkundigt. Dort gammelt seit Jahrzehnten ein Rohbau vor sich hin, für den es – wie mein Genosse Heinz Jürgen Kreuzburg richtig sagte – nie eine Genehmigung hätte geben dürfen. Bislang konnten die wechselnden Eigentümer die Erzwingung des Abrisses durch zahlreiche Rechtsmittel verhindern. Sofern gegen das letzte Urteil keine Revision eingelegt wurde, müsste die Abrissverfügung jetzt rechtskräftig geworden sein.

Darüber hinaus hatte ich einen Anruf, in dem ein Bürger seine Kritik an der Schwimmhallenbelegung äußerte. Sein Unmut richtete sich gegen die Absperrung von Bahnen im großen Schwimmbecken sowie die teilweise oder ganze Sperrung des Lehrschwimmbeckens. Die Problematik ist mir durchaus bekannt, da ich mit meinen Kindern früher bereits sehr häufig in der Schwimmhalle zu Gast war.
Es gibt einen natürlichen Nutzungskonflikt zwischen älteren Schwimmerinnen und Schwimmer, die in kleinen Gruppen vor sich hinschwimmen und sich unterhalten, Schwimmerinnen und Schwimmern, die eher sportlich orientiert sind und gerne ein paar Bahnen ziehen wollen und Familien mit Kindern, die lieber toben und gerne einmal von den Startblöcken, aber auch von der Seite ins Wasser springen. Durch die Sperrung von Bahnen für den Sport oder des Lehrschwimmbeckens  für Krankengymnastik verengt sich der Raum für die übrigen Gäste, der Nutzungskonflikt verschärft sich.
Da es nicht immer ausreicht, an den guten Willen zu appellieren und gegenseitige Rücksichtnahme einzufordern, habe ich mir von der Verwaltung die Informationen über die Sperrungen geben lassen.
Nachfolgend das Ergebnis meines Versuches, die Belegung graphisch darzustellen.

130329_Schwimmhalle_jpg

Die Spalten stellen die Tageszeiten dar, wobei der Mittagsbereich zusammengerafft ist.
In den Zeilen werden die Tage von Montag bis Sonntag dargestellt. Die Balken in den Zeilen sind dreigeteilt. Die oberen beiden Anteile stehen für das große Schwimmbecken, der unterste Anteil steht für das Lehrschwimmbecken.
Die blauen und roten Balken stehen für eine uneingeschränkte Nutzung, die gelben Balken zeigen die Zeiten, in denen Einschränkungen bestehen. Fette Zahlen in den gelben Balken stehen für zwei gesperrte bahnen oder das vollständig gesperrte Lehrschwimmbecken, normale zahlen stehen für eine gesperrte Bahn bzw. für ein halb gesperrtes Lehrschwimmbecken.

Nutzungskonflikte sind unvermeidlich. Es kommt also darauf an, die Interessen der verschiedenen Nutzer  gerecht miteinander abzuwägen. Die Schwimmhalle ist ein Angebot, dass nicht alleine den Plöner Bürgerinnen und Bürgern vorbehalten ist, sondern eine Versorgungsfunktion für die ganze Region hat. Daher ist die Nutzung durch die DLRG Hutzfeld völlig in Ordnung. Auch die Nutzung durch unsere Plöner DLRG und durch den TSV ist vom Zeitansatz her nicht zu beanstanden. Dass diese Nutzung überwiegend abends stattfindet, ergibt sich aus der Tatsache, dass Trainer und Betreuer in der Regel berufstätig oder schulpflichtig sind und nur am Abend Zeit haben. Die Termine für die Rheumakranken und die Krankengymnastik liegen früher. An den Wochenendtagen gibt es keine Einschränkungen. Für mich sieht es so aus, dass die berechtigten Interessen aller Nutzer im Rahmen des Möglichen berücksichtigt sind und keine unvertretbaren Benachteiligungen einzelner Gruppen vorliegen. Ich sehe daher keine Veranlassung, mich für eine Änderung der  bestehenden Regelungen einzusetzen.

Ansonsten wirf der anstehende Kommunalwahlkamf seine Schatten voraus. Die Bilder für die Plakate wurden bereits gemacht, der Termin für ein Gruppenbild steht noch aus. Das zweite Paket mit Wahlkampfmaterial steht auf dem Flur und wartet darauf, in Kreisbüro verfrachtet zu werden.  Leider gestaltet sich die Beschaffung der Kugelschreiber problematischer. Nicht nur, dass es mit unseren bislang bewährten Modellen  neuerdings ein Qualitätsproblem geben soll, im Rahmen des Produktsicherheitsgesetztes muss auch die Anschrift des Herstellers aufgedruckt werden.

Volles Haus

Der gestrige Ausschuss für gesellschaftliche Angelegenheiten war gut besucht. Der Grund dafür war die Absicht der ambulanten Jugendhilfe Plön, in dem Stadtgebiet eine stationäre Einrichtung zur Jugendpflege, also ein Jugendheim, zu bauen.

Stadtheide ist als Stadtteil noch gut in Erinnerung, da einzelne Einwohner dort in der Vergangenheit schon mehrfach das Recht in die eigene Hand nahmen und zur Säge greifen, um sich im Naturschutzgebiet Sichtschneisen auf den Suhrer See freizuschneiden.

Jetzt regte sich Unruhe über die mögliche Errichtung eines Jugendheimes. Als Sprecher der Bürger hat sich Herr Seligmann von der FWG geoutet, der unter anderem äußerte, dass als Gäste nur der leistungsstarke Mittelstand vor Ort wäre, die Hektiker und Choleriker wären auf seine Veranlassung hin zu Hause geblieben.
Herr Seligmann ist Kandidat der FWG im Wahlkreis 12 / Stadtheide und hat in seiner Präsentation auf der Homepage als einen seiner Programmpunkte besonders hervorgehoben: „Kritische und konstruktive Begleitung des Bauvorhabens einer Jugendeinrichtung in Stadtheide“. Da zu diesem Vorhaben bis heute noch keine weiteren Informationen vorlagen außer, dass der Betrieb eines Jugendheimes in dem Gebiet nach Baurecht zulässig ist und ein Bau genehmigt werden muss, wenn er den Festsetzungen entspricht, kann man sich fragen: „Wird die FWG in der kommenden Wahlperiode ihren populistischen Politikstil fortsetzen und vorwiegend Einzelinteressen bedienen?“

Andererseits kann ich die Bürger – bis auf die von Herrn Seligmann erwähnten Hektiker und Choleriker – bis zu einem gewissen Grad verstehen, denn man möchte natürlich wissen, was in seiner unmittelbaren Nachbarschaft geplant ist.

Diese Informationen sollten den Bürgern in einer gesonderten Informationsveranstaltung bekannt gegeben werden, aufgrund der entstandenen Unruhe wurde das auf den heutigen GA vorgezogen.

Der Abteilungsleiter des Amtes für Jugend und Sport des Kreises führte grundsätzlich zur Kinder- und Jugendpflege aus. Im vergangenen Jahr mussten 114 Kinder, 12 davon aus Plön, in Pflegefamilien oder Pflegeeinrichtungen untergebracht werden. Vorrangiges Ziel ist es, die Kinder und Jugendlichen in den Familien zu belassen. Dazu werden die Familien auch durch die ambulante Jugendhilfe Plön betreut und unterstützt. Unter Umständen ist es aber erforderlich, die Kinder und Jugendlichen zu Ihrem Wohl aus den Familien herauszuholen. Sofern die Unterbringung in einer Pflegefamilie nicht angeraten ist oder sich keine Pflegefamilie findet, müssen die Kinder und Jugendlichen in einer Pflegeeinrichtung untergebracht werden. Dabei wird angestrebt, den räumlichen Abstand zum Elternhaus nicht zu groß werden zu lassen, damit der Kontakt nicht abreißt, um eine spätere Zusammenführung zu begünstigen.
Bislang werden die Kinder und Jugendlichen in Einrichtungen im Bereich Schleswig, Flensburg und Nordfriesland untergebracht. Den weiteren Ausführungen des Abteilungsleiters Jugend und Sport war zu entnehmen, daß es eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, die eigenen Kinder im eigenen Kreis zu betreuen.

Anschließend erläuterte der Regionalleiter der ambulanten Jugendhilfe Plön die Prinzipien der Arbeit seiner Organisation. Ziel der ambulanten Hilfe ist, die Familien zu stärken, damit es den Kindern besser geht. Zusätzlich und ergänzend sollte jetzt ein stationäres Angebot geschaffen werden. Dabei sei eine Stadt besonders geeignet, da hier das Angebot der Schulen und Vereine gute Voraussetzung für eine Betreuung und Integration der jugendlichen bieten würde.
Vorgesehen war eine Einrichtung für 10 bis 12 Kinder und Jugendliche im Alter ab 12 Jahren, wobei der Altersdurchschnitt bei 14 – 16 Jahren gelegen hätte.
Letztendlich hätte sich aber gezeigt, dass die Einrichtung unter Berücksichtigung der Kosten mit 10 bis 12 Plätzen nicht wirtschaftlich zu betreiben ist. Daher würde die ambulante Jugendhilfe jetzt voraussichtlich versuchen, das Grundstück wieder zu verkaufen.

Herr Seligmann bedankte sich beim Regionalleiter der ambulanten Jugendhilfe für die wichtige Arbeit und appellierte, die Bürger zukünftig frühzeitiger am Informationsfluss zu beteiligen. Der Vertreter der ambulanten Jugendhilfe versicherte glaubhaft, dass er die Bedenken der Anwohner kenne und ernst nähme. Es sei üblich, dass die ambulante Jugendhilfe frühzeitig den Kontakt mit den Anwohnern suchen würde, um zu informieren und Ungewissheiten aus dem Weg zu räumen.

Ein anderer Anwohner fragte, wir sicher die Aussage ist, dass das Grundstück verkauft würde. Der Regionalleiter der ambulanten Jugendhilfe nannte 90 % und verwies darauf, dass dies die derzeitige Absicht sei, daß es aber sein könnte, dass ein anderer Träger die Fläche erwirbt.

Eine Anwohnerin fragte, was denn an Stadtheide so schön sei, dass man dort eine solche Einrichtung bauen wolle. Mit dem Haus sei das Grundstück so klein, dass man es nicht nutzen könnte, der benachbarte Spielplatz wäre nur für Kleinkinder geeignet, es sei doch auch viel schöner, wenn es ein paar Tiere gäbe und mit dem Fahrrad käme man auch nicht zur Schule.
Hierauf wurde erwidert, dass es keinen idealen Standort gäbe. Die Abgeschiedenheit auf dem flachen Land sei für die zu betreuenden Kinder und Jugendlichen nicht optimal, und ein Standort in der Stadtmitte hätte auch erhebliche Nachteile, da sich dort eine Szene aufhält, aus der man die Kinder und Jugendlichen heraushalten will.

Die Presse verschwand schon während der Sitzung, da die Feuerwehr mit mehreren Wagen und Blaulicht auf dem Marktplatz vor der Johanniskirche anrückte. Hier hatte sich die Dämmung der neuen Heizung entzündet, wobei der Brand gelöscht werden konnte.

Volles Haus

Nach der Einwohnerfragestunde verschwanden auch die Einwohner. Das von Frau Henninger (FWG) eingangs gelobte große politische Interesse schien erloschen, als das Thema, das persönliche Betroffenheit erzeugten, abgehandelt war. Frau Henninger äußerte Ihr Verständnis. Lediglich der FWG Kandidat nahm nach einer kurzen Abwesenheit wieder an der Sitzung teil.

Anschließend wurde die Zuschußrichtlinie für die Kinder- und Jugendarbeit beschlossen. Wir erinnern uns, dass der Anlauf von FWG, CDU und FDP, vor der Wahl noch einmal richtig Dampf zu machen, an der Wand endete. Die Absicht, Freilaufflächen für Hunde zu schaffen, wurde aus Kostengründen aufgegeben. Die Förderquote hätte 40,– pro Tier betragen. Die von FWG, CDU und FDP vorgeschlagene Änderung der Zuschußrichtline für die Förderung der Kinder- und JJugendarbeit hätte zu einer Kürzung der Zuschüsse auf 6,– Euro pro Kind geführt. Diese für einige Vereine existenzbedrohende Streichung konnte durch den vehementen Widerstand der SPD Fraktion verhindert werden. Die Fraktionsvorsitzenden haben sich danach zusammengesetzt und unter maßgeblicher Mitwirkung von Thorsten Pfau (SPD) den nun gemeinsam verabschiedeten Entwurf erarbeitet. Darin wird ein Fördersatz von 10,– Euro pro Kind festgelegt, Vereine, die sich am Kinderferienprogramm beteiligen, erhalten 100,– Euro. Damit besteht für die Vereine nun Planungssicherheit.
Ich habe in der Diskussion noch meine Zufriedenheit geäußert, dass für die Vereine keine Kürzungen mehr zu befürchten sind, Frau Killig (FDP) brachte Ihre Zufriedenheit zum Ausdruck, dass nun auch die Kinder gefördert werden, die, wortwörtlich: „Flöte spielen oder tanzen.“

Die heutige Sitzung hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, die Bürger frühzeitig zu informieren. So lässt sich vermutlich die Gefahr reduzieren, dass Ungewissheit und Angst entstehen. Leider stellt sich hier die Frage: „Wurden hier Kinder und Jugendliche stigmatisiert, um politische Ziele zu erreichen?“

Alles in geordneten Bahnen

Donnerstag tagte der Ausschuß für gesellschaftliche Angelegenheiten. (GA). Zur letzten Vorabstimmung wollten wir, das heißt die GA Mitglieder der SPD Fraktion, uns um 18:00 im Marktcafe treffen. Als wir dort eintrafen, wurde gerade geschlossen. Also haben wir uns noch kurz in der Eisenpfanne zusammengesetzt.

Die Sitzung begann mit einer Schweigeminute für unseren ehemaligen Ersten Stadtrat, Herrn Winter, der vor kurzem verstorben ist.

Anschließend entschuldigte sich die Ausschußvorsitzende Frau Henniger (FWG) für den ungeordneten Ablauf der letzten Sitzung, auf der es ja ziemlich turbulent zuging. Dazu habe ich zwei Anmerkungen.

Zum Einen war diese Entschuldigung – und ich bin eigentlich kein Freund von der um sich greifenden Entschuldigungskultur – wirklich ehrlich gemeint. Und das ist Frau Henninger hoch anzurechnen und verdient Respekt.

Zum Anderen war die Leitung der letzten Sitzung kein Zuckerschlecken, den das Thema „Förderung der Jugendarbeit“ war aufgrund der Vorgeschichte und der ungeschickten Vorbereitung durch FWG, CDU und FDP emotional hoch belastet.

Donnerstag bemerkte man das Bemühen aller Fraktionen, die Ausschußarbeit wieder in geordnetet Bahnen zu lenken.

Im Berichtsteil wurde aus unserer Fraktion auf die Tatsache hingewiesen, daß weiter Regionalschulen im Kreis in Gemeinschaftsschulen umgewandelt werden sollen. Die Umwandlung der Plöner Regionalschule ist offenbar für 2014/15 geplant, in Antrag wurde aber noch nicht gestellt.
In dem Zusammenhang bemerkte der Bürgermeister als Vorsitzender des Schulverbandes an, daß die Nachbesetzung des vakant werdenden Schulleiterpostens offen ist, da die Ausschreibung dieser Stelle noch nicht erfolgt ist.

Schwerpunktthema der gestrigen Sitzung war der Haushaltsentwurf mit den Teilen, die im Zuständigkeitsbereich des GA liegen. Die Produktbereiche, Produktgruppen und Produkte – die Bezeichnung entstammt der Systematik des Haushaltssystems nach Doppik – wurden im einzelnen besprochen, insbesondere Abweichungen der Haushaltsansätze im Vergleich zum vergangenen Jahr oder für die kommenden Jahre führten zu Rückfragen, die durch die Verwaltung in bis auf einem fall sofort erläutert werden konnte. Der einzige unbeantwortete Punkt wird geklärt und in der nächsten Sitzung des Hauptausschusses, der letztendlich für den Haushalt zuständig ist, erläutert werden. Beschlossen wird der Haushalt dann in der Ratsversammlung.

Die Entscheidung der neunen Landesregierung, die Betriebskosten für die U3 Betreuung zu bezuschussen wird zu einer Entlastung des Haushaltes führen.  Über die Höhe der Zuschüsse liegen noch keine genauen Infromationen vor.

Letztendlich wurden im GA alle Entscheidungeneinstimmig getroffen, wobei es in Einzelfällen jeweils eine Enthaltung gab. Den allgemeinen Regeln nach zählt aber auch eine solche Entscheidung mit Enthaltungen als einstimmig, solange es keine Gegenstimme gibt.

Wer Interesse hat, sich mit den Zahlen zu beschäftigen, kann das Produktbuch im Bürgerinformationssystem der Stadt (Virtuelles Rathaus – Ratsversammlungen / Ausschüsse – Jahressitzungskalender – Monat Februar – 7. Februar – TO – TOP Ö5 – Anlage 1) einsehen. Leider funktionieren die Verlinkungen auf das Bürgerinformationssystem nicht immer, daher noch einmal die genaue Adresse, die man kopieren und in das Adressfeld des Browsers einfügen kann:http://www.sitzungsdienst-ploen.de/bi/___tmp/tmp/45081036675929867/675929867/00016347/47-Anlagen/01/Produktbuch_GA_2013.pdf
Zu guter letzt noch ein paar Termine:
04. März: Sprotlerehrung
21. März: Nächste Sitzung des GA
04. Mai: Sommerfest Mehrgenerationenhaus „Alts E-Werk“ anläßlich des 15-jährigen Bestehens.

Sieg der Vernunft

Wer nach dem Lesen der Überschrift glaubt, die Planungen für die Seewiesen wären eingestellt, den muß ich enttäuschen.

Eigentlich wollte ich heute von Flensburg nach Plön fahren, um an der Fraktionssitzung teilzunehmen. Normalerweise nehme ich die Fahrerei gerne auf mich. Auf der Autobahn kurz hinter Flensburg schlich ich im nach kurzer Zeit durch das Schneegestöber. Ich hätte es nie pünktlich geschafft. Dann hörte ich, dass der Verkehr in Kiel aufgrund der Witterung auch sehr zäh sein soll. Daher habe ich mich dann schweren Herzens entschlossen, vernünftig zu sein, kein unnötiges und unverhältnismäßiges Risiko einzugehen und wieder umzudrehen. Ich werde daher heute Abend ein bisschen Zeit haben, Papierkram abzuarbeiten, den ich schon seit Wochen abarbeiten wollte. Und vielleicht komme ich dann in dem Buch „Das Dogma der Vernichtungsschlacht: Die Lehren von Clausewitz und Schlieffen und ihre Wirkungen in zwei Weltkriegen“ (Jehuda Wallach) noch ein paar Seiten weiter.

Morgen sollen die Umgestaltungspläne für das Schloßparkstadion vorgestellt werden. Den Ort und die genaue Zeit kann ich leider nicht nennen, da die Einladung auf meinem Nachttisch in Plön liegt.
Ich persönlich halte den Verzicht auf die Umzäunung für einen Fehler, weil die dort oft frei laufenden Hunde nun die Gelegenheit haben, auf das Spielfeld zu scheißen, wo später unsere Kinder spielen. Die Verhandlungen mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sollen aber nicht einfach gewesen sein, so daß am Ergebnis vermutlich keine Nachbesserung möglich sein werden. Da vermutlich auch kein Widerspruch von den Nutzern zu erwarten ist, werde ich nicht versuchen, ein totes Pferd zu reiten und die Veranstaltung einfach  schwänzen und Handball gucken.

Mittwoch wäre dann die erste Sitzung des SteU in diesem Jahr gewesen. Sie wurde auf den 6. Februar verschoben. Am 29. Januar steht dann die Sizung des Planungsverbandes Seewiesen auf der Terminkalender, Dort soll vermutlich die Aufstellung des B-Planes beschlossen werden. Am darauf folgenden Tag is eine Ratsversammlung vorgesehen. Möglicherweise gibt es hier noch eine Verschiebung. Am 7. Februar tagt der GA.

Am kommenden Samstag findet um 15:00 Uhr im Restaurant Fegetasche eine Mitgliederversammlung statt, auf der wir unseren Mitgliedern das Wahlprogramm für die kommende Kommunalwahl vorstellen wollen.

Heute war in der Zeitung zu lesen, daß die Parteien in vielen Gemeinden Probleme haben, Kandidaten zu finden. An dieser Stelle möchte ich noch einmal dafür werben, sich – jetzt einmal unabhängig von allen Parteigrenzen – in der Kommunalpolitik zu engagieren. Die Gelegenheit ist günstig. Wer etwas bewegen will, muß mitmachen. Die Möglichkeit, Kandidatin oder Kandidat zu werden, war nie so groß.
Wer noch überlegt und Fragen hat, kann sich gerne an mich wenden.

Am Anfang war es wüst und wirr

Nachdem ich am Mittwoch drei Stunden in der Arbeitsgruppe Innenstadtgestaltung und heute vier-ein halb Stunden in der gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für gesellschaftliche Angelegenheiten und des Hauptausschusses gesessen habe, fällte es mir schwer, mich jetzt noch zu der Causa Jugendförderung zu äußern. Da ich morgen früh zur Arbeit muß und um 1800 auf dem Schloßberg zum „Anleuchten“ sein will, bemühe ich mich jetzt um eine kurze Darstellung, auch wenn die Zeit knapp ist. Bismark soll dem Kaiser einmal sinngemäß geschrieben haben: „Ich hatte keine Zeit, mich kürzer zu  fassen.“

Wir erinnern uns daran, daß das Dreigestirn aus FWG, CDU und FDP vor einiger Zeit einen Antrag auf den Weg gebracht hat, die Zuschüsse für die Jugendarbeit in den Sportvereinen auf 6,– Euro festzulegen, dafür aber den Kreis der Empfänger auch auf andere Vereine und Organisationen auszuweiten. Das hätte für die Sportvereine eine Kürzung von fast 50 % bedeutet. Der Vorsitzende der CDU Fraktion, der den Antrag selber unterzeichnet hatte, wurde kurz darauf in der Zeitung zitiert, daß das nicht sinnvoll sei.
An dieser Stelle kann ich mir leider den Seitenhieb nicht verkneifen, daß er das hätte besser wissen müssen, da er schließlich selber 3 Jahre Vorsitzender des TSV war, auch wenn das nicht die wirtschaftlich erfolgreichsten Jahre des Vereins waren.
Die drei anderen Fraktionen haben ihren Antrag dann schnell auf acht, nun auf zehn Euro nachgebessert. Damit war die schlimmste Auswirkung vom Tisch. Die schweren handwerklichen Fehler des Antrages waren dennoch nicht behoben.

Die heutige Sitzung des Ausschusses für Gesellschaftliche Angelegenheiten geriet unter der Leitung der Vorsitzenden zum Tohuwabohu. Zuerst einmal wurde nicht darüber abgestimmt, welche Teile der Tagesordnung öffentlich und welche nicht-öffentlich behandelt werden sollen. Als der Tagesordnungspunkt 5, Richtlinie Kinder- und Jugendarbeit II“ zur Behandlung aufgerufen wurde, kam es zu einer Diskussion, ob Herr Evers von der FWG an der Beratung und dem Beschuß teilnehmen sollte, weil er als Zweiter Vorsitzender des Fördervereins der Pfadfinder in einer engen Verbindung mit einer Gruppierung steht, die von dem Beschluß profitieren würde. Es ist natürlich klar, daß keine Befangenheit im Sinne der Gemeindeordnung vorliegt. Andererseits bestände bei einer Teilnahme die Gefahr, daß der Eindruck entsteht, die politischen Vertreter würden sich selber bedienen. Herr Evers tat das einzig Richtige und verließ die Sitzung.

Anschließend verlas die Vorsitzende einen Antrag, der von dem Antrag abwich, der mit den Sitzungsunterlagen verschickt wurde. Die Erklärung dafür war einfach, der ursprüngliche Antrag war noch einmal nachgebessert worden. Der neue Antrag wurde aber erst auf Nachfrage verteilt. Der Antrag der SPD-Fraktion wäre vermutlich gar nicht zur Sprache gekommen, wenn unser Fraktionsvorsitzender nicht ausdrücklich darauf hingewiesen hätte.

Der Fraktionsvorsitzende der SPD wies darauf hin, daß er nach der ersten Sitzung des GA im September angeboten hat, die Förderrichtlinien gemeinsam mit den anderen Fraktionen, den Vereinen und der Verwaltung zu überarbeiten. Die ziemlich verunglückte Veranstaltung in der Tourist-Info vom 23 Oktober, für die übrigens bis heute kein Protokoll vorliegt, soll dann diese Abstimmung gesehen sein.

Der Antrag der SPD erhielt in der Abstimmung vier Ja-Stimmen, vier Nein-Stimmen und eine Enthaltung. Da ein Antrag bei Stimmengleichheit als abgelehnt gilt, kam der Antrag der FWG, CDU und FDP zur Abstimmung und wurde mit fünf Ja und vier Gegenstimmen angenommen.

Die Vorsitzende schloß dann die Sitzung, ohne über die Aufhebung der bestehenden Förderungsmaßnahmen abstimmen zu lassen.

In der Sitzung des nachfolgenden Hauptausschusses stand das Thema dann erneut auf der Tagesordnung. Der Vorschlag des Vorsitzenden, über diesen Tagesordnungspunkt ohne weitere Aussprache abzustimmen, wurde abgelehnt. Die hitzige Diskussion wurde erneut aufgenommen. Hier beklagte der Vorsitzende der CDU-Fraktion, daß die Verwaltung ihnen nicht geholfen hätte, den Antrag der FWG-CDU-FDP zu überarbeiten. Der Bürgermeister stellte klar, daß das nicht die Aufgabe der Verwaltung sei. Etwas anderes wäre es gewesen, wenn der Ausschuß für Gesellschaftliche Angelegenheiten die Verwaltung beauftragt hätte, eine entsprechende Vorlage auszuarbeiten. In einer Sitzungsunterbrechung einigten sich die Fraktionen denn darauf, dieser Anregung zu folgen, eine Arbeitsgruppe mit Beteiligung der Verwaltung zu bilden und einen entsprechenden, auch handwerklich einwandfreien und gerichtsfesten Beschlußvorschlag zu erarbeiten.

Das hätten wir auch früher und einfacher haben können, wenn sich FWG, CDU und FDP in ihrem kollektiven Profilierungsversuch verrannt hätten.

Die gute Nachricht

Wegen der Teilnahme an der AG Gestaltungssatzung konnte ich leider nicht zu der Infoveranstaltung zum Thema Sport- und Jugendförderung teilnehmen. Soweit ich gehört habe, ist der gemeinsame Antrag von FWG, CDU und FWG vom Tisch.

Das Thema selber wird aber mittel- bis langfristig wieder auf die Tagesordnung gesetzt werden.
Aus glaubwürdigen Gesprächen mit einzelnen Vertretern der CDU-Fraktion war herauszunehmen, dass eine Kürzung der Beiträge nicht beabsichtigt war. Die Absicht sei vielmehr gewesen, eine verläßliche Finanzierung der Vereine bzw. der Jugendarbeit in den Vereinen sicherzustellen. Das ist eine Basis, auf der man gemeinsam nach sachgerechten und auch verwaltungsrechtlich sauberen Lösungsansätzen suchen kann, wenn es dann so weit ist.

Denn sie wissen nicht, was sie tun.

Morgen liegen gleich zwei Termine an. Um 18:00 tagt die Arbeitsgruppe Gestaltungssatzung im Rathaus. Der Termin wurde bereits einmal wegen Terminschwierigkeiten verschoben. Wie bereits angemerkt, wird es Zeit, daß dieses Thema zum Abschluß gebracht wird, damit sich das Team 30 / Bau – Planen –Umwelt wieder verstärkt mit den Kernaufgaben befassen kann. Dazu würde zum Beispiel zählen, die Empfehlungen des Einzelhandelskonzeptes umzusetzen, etwa im Bezug auf die Entwicklung des bestehenden Standortes Sky. Nach meiner Einschätzung würde es weiterführen, das Gespräch mit Sky zu suchen, um festzustellen, welches Entwicklungspotential seitens des Betreibers gesehen wird und wie dieses mit den Zielvorstellungen der Stadt abgestimmt werden kann.

Gleich anschließend, um 19:30 führt die Vorsitzende des Ausschusses für Gesellschaftliche Angelegenheiten im Bahnhof eine Informationsveranstaltung über die von neuen Dreigestirn FWG, CDU und FDP geplanten Änderungen bei der Förderung der Jugendarbeit durch. Aus der Einladung von Frau Henninger (FWG) ging leider nicht hervor, welche Vereine eingeladen wurden und ob die Veranstaltung öffentlich ist.
Das passt natürlich zu dem aus handwerklicher Sicht völlig verpfuschten Antrag der glorreichen Drei und den in der letzten Sitzung versuchten Verschlimmbesserungen am Antrag selber.
Wir erinnern uns gerne, daß der Fraktionsvorsitzende der CDU, der diesen Antrag unterschreiben hat, mit dem die Jugendförderung auf 6,– Euro gekürzt werden sollte, in den Kieler Nachrichten zitiert wurde, daß diese Kürzung nicht sinnvoll sei. An dieser Stelle muß natürlich die Frage erlaubt sein, wie er als ehemaliger Vorsitzender des TSV einen solchen Antrag überhaupt unterschreiben kann. Ihm hätte doch bewußt sein müssen, welche Auswirkungen das auf die Finanzierung eines Vereines haben wird, der über 800 Jugendliche zu seinen Mitgliedern zählt. Aber gehässige Zungen munkeln, daß die Entwicklung der Finanzen des TSV während der Zeit seines Vorsitzes ein Thema für sich wäre. Mit dem Antrag von FWG, CDU und FDP sollte die bisherige, gezielte Förderung durch eine Gießkannenförderung ersetzt werden, damit jeder noch einen Strahl abbekommt. Dieser unter dem Scheinargument der Gerechtigkeit geführte Ansatz dient nach meiner Einschätzung ausschließlich dazu, eine ganz bestimmte Klientel im Vorfeld der kommenden Kommunalwahlen zu bedienen.

Würde durch den Ansatz von FWG, CDU und FDP nicht nur ein lange bestehendes und gut funktionierendes, über Jahre vom allgemeinen politischen Konsens getragenes Fördermodell zerschlagen werden, und wäre nicht gerade von Frau Killig (FDP) der Ansatz gemacht worden, die Vereine gegeneinander auszuspielen, und wäre das alles nicht zu ernst, weil es hier um den Umgang mit ehrenamtlich tätigen Mitbürgerinnen und Mitbürgern gehen würde, könnte ich empfehlen, die Veranstaltung wegen ihres zu erwartenden hohen Unterhaltungswertes zu besuchen. Schade auch, daß der Bürgermeister vermutlich nicht teilnehmen kann. Von ihm wäre eine mäßigende Moderation zu erwarten gewesen.

Ich bedaure Frau Henninger (FWG) und möchte morgen nicht in ihrer Haut stecken. Bevor noch mehr Porzellan zerschlagen wird, wäre die beste Lösung, den Antrag einfach zurückzuziehen und das Thema dann auf sich beruhen zu lassen. Noch ist Zeit, diese unselige Debatte zu beenden, und morgen wäre eine gute Gelegenheit dazu.

Pressemitteilung zum Thema Sportförderung

Heute wurde die gemeinsame Presseerklärung des Vorstands des Ortsvereins und der SPD Fraktion zu den von FWG, CDU und FDP geplanten Kürzungen im Bereich Sportförderung an die zuständigen Lokalredakteure verschickt.

Üblicherweise gibt man der Presse die Möglichkeit, die Information zu nutzen und zu verarbeiten, bevor der Inhalt öffentlich gemacht wird. Daher werde ich mich dazu erst einmal nicht äußern. Dennoch bin ich auf die Berichterstattung gespannt.

… Sonne Mond und Sterne

2012_09_28_laterne_01

Heute fand der traditionelle Laternenumzug statt, der wie jedes Jahr am letzten Freitag im September vom Jugendausschuß des TSV Plön organisiert wird und ein fester Bestandteil im Veranstaltungskanon der Stadt ist.
Die Spielmannzüge aus Plön und Malente führten die beiden Züge an, die durch Feuerwehr und DLRG abgesichert wurden und dann vereint an der Badewiese am Trammer See eintrafen. Dort spielten die Spielmannszüge noch je zwei Stücke. Bei mondklarer Nacht und im Schein von Fackeln und Laternen empfand ich „Weißt Du wie viel Sternlein stehen“ als besonders schön.
Nach einer kurzen Ansprache von Benjamin brannte die Feuerwehr das vorbereitete Feuerwerk ab. Es gibt mit Sicherheit größere Feuerwerke, aber kaum einen schöneren Platz.

Im Hinblick auf die von FWG, CDU und FDP geplanten Kürzungen der Zuschüsse für die Sportvereine noch ein paar Zusatzinformationen. Die Veranstaltung kostet den TSV über 1000,– Euro. Die Veranstaltung wird zwar durch die Stadt bezuschusst, die Kosten des Vereines werden dadurch aber nicht einmal zur Hälfte abgedeckt. Ob der TSV eine solche Veranstaltung zukünftig noch finanzieren kann, wenn die Zuschüsse für die Jugendarbeit in den Sportvereinen um fast 50 %, gekürzt wird, muß bezweifelt werden. Nachdem die drei oben genannten Parteien erkannt haben, welche  Auswirkungen ihr Beschluss auf die Vereinsarbeit haben wird und die öffentliche Empörung spürbar wurde, versuchten sie nachzusteuern und stellten einen erhöhten Beitrag in Aussicht, er auf eine immerhin noch ca. 25 % ige Kürzung hinausläuft. Ob damit Veranstaltungen wie der Laternenumzug noch finanzierbar sind, dürfte zumindest fraglich sein.

Was ist gerecht?

In der Debatte im Ausschuß für gesellschaftliche Angelegenheiten fiel von Seiten der FWG, CDU und FDP immer wieder das Wort gerecht. Gleiches Recht für alle war eine andere Forderung, die zu hören war.

Im ersten Moment hört es sich ja auch gerecht an, dass alle Vereine pro Kind das gleiche Geld bekommen sollen. Aber diese Wahrheit ist ein bisschen zu einfach.

Ist es gerecht, die für die Förderung der Kinder und Jugendarbeit vorgesehenen Mittel zu kürzen und umzuverteilen, so dass Vereine wie der TSV, die über Jahre hinaus die Kinder- und Jugendarbeit maßgeblich gestaltet haben, in finanzielle Schwierigkeiten gebracht werden? Die meisten werden sich daran erinnern, dass sich der Verein unter neuer Führung nach einer Phase des Missmanagements wieder aus den roten Zahlen herausgearbeitet hat.

Und wenn es um Gerechtigkeit ginge, dann müsste man auch die Unterstützungsleistungen betrachten, die die Vereine auf andere Weise von der Stadt erhalten und diese in die Betrachtung mit einbeziehen. Eine Aufrechnung dieser Art würde das Miteinander der Vereine nach meiner Einschätzung empfindlich stören und sollte unterbleiben. Daher werde ich hier jetzt auch keine Beispielsrechnung anführen. Und ich hoffe, daß sich auch die Vereine nicht auf eine solche Diskussion einlassen.

Betrachtet man die Vereine und Institutionen, die Kinder- und Jugendarbeit in Plön betreiben einmal näher, so wird man feststellen, dass wir ein gut ausgebautes Angebot haben. Aber man wird auch feststellen, dass die Finanzierungsmöglichkeiten der Vereine sehr unterschiedlich ausgeprägt sind. Feuerwehr und THW werden sicher anders finanziert als die DLRG oder die Pfadfinder, manche Vereine werden durch  Fördervereine unterstützt, andere haben eine großen Anteil von Erwachsenen, aus deren Beiträgen wird die Kinder- und Jugendarbeit finanziell mit unterstützt, andere Vereine haben einen großen Anteil von Jugendlichen und diese Möglichkeit nicht, noch andere können einen Teil die Kosten anders wieder einspielen.

Bei vielen der Angebote hat sich gezeigt, dass sie sich bisher auch ohne finanzielle Unterstützung der Stadt entwickeln konnten. Ist es da gerecht, denen, die auf die Zuschüsse angewiesen sind, die Mittel zu kürzen, um sie auf alle zu verteilen? Oder ist es gerechter – und auch sinnvoller – die zu unterstützen, die wirklich darauf angewiesen sind?

Die Beantwortung dieser Frage hat nichts mit dem Wert – und meiner Wertschätzung – für die in allen Vereinen geleisteten Kinder- und Jugendarbeit zu tun.

In der Debatte wurde auch gefragt, warum gerade die FWG sich so für eine Umstrukturierung der Förderung einsetzt und ob es etwas damit zu tun haben könnte, dass Herr Ewers (FWG) Mitglied bei den Pfadfindern sei. Ich erinnere mich gut, dass er äußerte, nicht bei den Pfadfindern sei. Manche am Tisch wussten, dass diese Aussage nur in so weit richtig ist, als dass er stellvertretender Vorsitzender im Förderverein der Pfadfinder ist.

Wer Herrn Ewers in Pfadfinderuniform erleben möchte, sollte diesem Link folgen und sich den Film bis zum Ende ansehen.
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1715526/Laender-kippen-Schulreform?bc=saz;saz3;kua416&flash=off

Förderung der Jugendarbeit

Nachdem das Dreigestirn aus FWG, CDU und FDP bereits mit dem Antrag für die Einrichtung von Hundefreilaufflächen und Leinenzwang gescheitert ist, kam es in der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Gesellschaftliche Angelegenheiten zu einer heftigen Auseinandersetzung über die zukünftige Förderung der  Kinder- und Jugendarbeit. Ich hatte unter Murks 2.0 über den Sachstand berichtet, daher gehe ich hier nicht mehr darauf ein.

Die handwerklich wirklich miserable Vorlage führte dann auch zu einer lang anhaltenden Diskussion.

Was mich zum Beispiel gewundert hat ist, daß zum Beispiel die Jugendfeuerwehr nicht gefördert werden soll.

Fast schon perfide fand ich die Aufforderung von Frau Killig an die anwesenden Vorsitzenden der Sportvereine, doch einmal darzulegen, warum die Arbeit in den Sportvereinen gefördert werden soll und die Arbeit in anderen Vereinen nicht. Der Versuch, die anwesenden Vorstände gegeneinander auszuspielen, ging im wesentlichen schief.

Der Vorsitzende des TSV, Altbürgermeister Ulf Demin, fand dann auch klare Worte. Er zeigte sich verwundert, daß er erst am Dienstag aus der Zeitung von den Plänen der FWG, CDU und FDP erfahren mußte und machte klar, daß es fair gewesen wäre, im Vorfeld mit den von den Kürzungen betroffenen Vereinen über die Absichten zu sprechen und gemeinsam nach einer Lösung zu suchen.
Unser Altbürgermeister machte sehr deutlich, dass eine Kürzung der Zuschüsse um 45,8 Prozent durch einen Verein wie den TSV nicht zu verkraften ist und fragte nach, ob das Engagement der Trainerinnen und Trainer auf einen Schlag 45,8 Prozent weniger Wert sei.

Der Leiter des Fanfarenzuges forderte gleiches Recht für alle und äußerte, daß er nicht einsehen könne, warum der Sport gefördert wird und andere Vereine  nicht.

Das Traurige an diesem Vorgang ist nicht so sehr, daß uns hier aus durchsichtigen Gründen ein handwerklich mißlungener Antrag vorgelegt wurde, sondern daß durch das tölpelhafte Vorgehen im Umgang mit den Ehrenamtlern in den Vereinen viel Porzellan zerschlagen wurde.

Wenn man im gestrigen GA etwas gelernt hat, dann, wie man es nicht macht.

Ich rechne der Ausschußvorsitzenden Frau Henninger aber hoch an, daß Sie sich bei Herrn Demin – ich denke mal stellvertretend für alle Ehrenamtler – entschuldigt hat.

Nach einem Vieraugengespräch zwischen unserem Faktionsvorsitzenden und der Ausschußvorsitzenden soll nun gemeinsam mit den Vereinen nach einer Lösung gesucht werden.

Freilaufflächen und Leinenzwang

In der Diskussion um die Freilaufflächen und einen allgemeinen Leinenzwang für  Hunde im gesamten Stadtgebiet wurde schnell klar, daß die Umsetzung der von FWG, CDU und aus rechtlichen, tatsächlichen und finanziellen Gründen nicht möglich ist. Der entsprechende Antrag wurde dann gar nicht mehr zur Abstimmung gestellt.

Stattdessen wurde die Verwaltung gebeten, im Bereich Behler Weg nach einer Fläche zu suchen, die als Freilauffläche geeignet ist und in einem Dreivierteljahr über die Ergebnisse  zu berichten. Der Leinenzwang im gesamten Stadtgebiet ist wohl auch vom Tisch.

Öffentliche Berichte

Zu Beginn der Sitzung des Ausschusses für Gesellschaftliche Angelegenheiten wurde darüber abgestimmt, ob wir mit dem Protokoll der letzten Sitzung „weitgehend einverstanden“ sind. Das waren wir dann weitgehend.

In der nachfolgenden Bürgerfragestunde wurde nach dem Sachstand zum Umbau des Schlossstadions gefragt. Unser Bürgermeister hat dargestellt, daß die Federführung hierfür beim Kreis liege, die Stadt sich aber dafür einsetzt, daß das Umkleidegebäude als erstes renoviert wird.

In den öffentlichen Berichten kamen folgende Punkte zur Sprache:
– Das Kinderferienprogramm war ein voller Erfolg. Ca. 300 Kinder haben an den über 50 Veranstaltungen teilgenommen, ein Drittel dvon aus dem Umland. Höhepunkte waren die Fahrten zu den Karl May Festspielen und nach Berlin.
– Die offene Ganztagesschule betreut zur Zeit 170 Kinder, je zur Hälfte aus dem Umland und aus Plön.
– Die evangelische Kirchengemeinde bedankt sich für einen Zuschuß in Höhe von 2000,– Euro für Baumaßnahmen.
– Unser Plön Bad bleibt vom 1. bis 21. Oktober, also in den Herbstferien, geschlossen. Die Überlegung für diesen im ersten Moment ungünstig erscheinenden Zeitraum ist, dass der Schwimmunterricht der Schulen durch die Schließung nicht beeinträchtigt werden soll.

Murks 2.0

Leider war ich am Montag durch die Fraktionssitzung und in den letzten beiden Tagen durch die Teilnahme an zwei dienstlichen Besprechungen so gebunden, daß ich noch nicht dazu gekommen bin so zu bloggen, wie ich gerne gewollt hätte. Sonst hätte ich mich schon früher mit den Anträgen der FWG, CDU und FDP auseinandergesetzt, die auf der Tagesordnung der unmittelbar bevorstehenden Sitzung des Auschusses für Gesellschaftliche Angelegenheiten  (GA) stehen.

Ein Thema ist die Förderung der Kinder- und Jugendarbeit. Bislang wurden die Sportvereine mit ca. 10,– Euro pro Kind gefördert. Es war bereits seit langem ein Anliegen der FWG, auch die Pfandfindergruppe Seeschwalben mit in den Kreis der geförderten Vereine aufzunehmen. Dementsprechend hat das Dreiergestirn einen Antrag zur Abstimmung in den GA eingebracht, mit dem
– erstens: eine Kürzung der der für die Jugendarbeit bereitgestellten Mittel und
– zweitens: eine Umverteilung der Mittel
erfolgen soll.
Beide Maßnahmen führen dazu, dass die Förderung der Sportvereine um fast die Hälfte reduziert wird.

Gleichzeitig wird der Fördersatz auf 6,– Euro pro Kind in der Richtlinie  festgeschrieben. Durch die Festschreibung in der Richtlinie wird ein Rechtsanspruch geschaffen, der bisher so nicht bestand. Und das, wo der Kreis der Anspruchsberechtigten nicht klar definiert ist und keine Informationen darüber vorliegen, wie viele Kinder und Jugendliche über die anspruchsberechtigten Vereine überhaupt in den Genuß der Förderung kommen  werden.

Nach meiner Ansicht ist der ganze Antrag wenig durchdacht und handwerklich schlecht gemacht. Die Folgen wurden nicht bedacht. Zumindest Oliver Hagen von der CDU hat auch das politische Konfliktpotential erkannt. Er wird in der KN vom Dienstag zitiert, daß der eine derartige Kürzung der Mittel für die Sportvereine nicht für sinnvoll hält und kündigt Beratungen mit der FWG und CDU an, um den Antrag nachzubessern und den Förderbetrag auf vielleicht 8,– Euro anzuheben. Das hätte man von Anfang an besser machen können.
Murks 1.0.

Ein anderes Thema ist Leinenzwang für Hunde und Freilaufflächen.
Hierzu liegt ein Antrag von FWG, CDU und FDP vor, im gesamten Stadtgebiet Freilaufflächen für Hunde auszuweisen und gleichzeitig außerhalb der Freilaufflächen einen allgemeinen Leinenzwang für Hunde einzuführen. Dieser Vorschlag erscheint mir auf den ersten Blick sinnvoll, da auch ich kein Freund von frei laufenden Hunden bin. Zumindest nicht, wenn sie mich oder andere anknurren. Und auf ältere Mitbürger oder Menschen, die blutverdünnende Medikamente einnehmen müssen, wirken auch Aussagen von Hundehaltern wie „Er will nur spielen“ oder „Er beißt nur ein bisschen“ verängstigend, nicht beruhigend.

Aus der hervorragend aufgearbeiteten Verwaltungsvorlage zu diesem Thema geht hervor, dass bereits vor Jahren nach einer Freilauffläche gesucht, aber keine dauerhafte Lösung gefunden wurde. Die meisten jetzt von der FWG, CDU und FDP vorgeschlagenen Flächen wurden und auf ihre Eignung hin untersucht wurden. Die Vorlage zeigt auf, dass die Flächen aus verschiedenen Gründen (Anwohnerschutz, Naturschutz, …) nicht geeignet sind. Dazu kommen Kosten, die mit 10.000,– Euro noch eher vorsichtig  geschätzt werden können.

Gleichzeitig zeigt die Verwaltungsvorlage auf, dass der Beschluss für die Einführung eines allgemeinen Leinenzwanges aus juristischen Gründen vermutlich nicht haltbar sein wird

Nach meiner Ansicht wäre es ein Fortschritt, wenn Hunde überall dort angeleint geführt würden, wo es ohnehin schon vorgeschrieben ist. Das lässt sich aber schon heute nicht durchsetzen, es wird auch nicht kontrolliert. Sofern seitens der FWG, CDU und FDP keine Bereitschaft besteht, das Anleinen der Hunde auch mit Kontrollpersonal und Bußgeldern zu erzwingen, ist dieser Vorschlag bestenfalls Theaterdonner.

Betrachtet man jetzt die Kosten von mindestens 10.000,– Euro und setzt sie ins Verhältnis zu den fast 500 in der Stadt gemeldeten Hunden, kommt man auf eine Förderquote von 20,– Euro pro Tier. Die Förderquote für die Vereine beträgt heute pro Kind  ca. 10,– Euro und soll auf 8,– oder 6,– Euro abgesenkt werden. Hier wird in falscher Schwerpunkt gesetzt.
Murks 2.0.

Beide Anträge sind Ausdruck eines Aktionismus, mit denen das Dreigestirn ein knappes Jahr vor der Kommunalwahl punkten will. Gut gemeint ist aber nicht gut gemacht.
Das gilt auch für Murks 3.0, die Absicht, den Bau der DANA Wohnanlage in der Hamburger Straße durchzusetzen.

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